Vielleicht ahnen es viele schon:
Er ging nicht hin, um selbst das Baby zu beruhigen, sondern erschien wenige Minuten später mit dem immer noch weinenden Kind in der Küche und hielt es seiner Frau entgegen. Der Frau, die ihm gerade gesagt hatte, dass sie völlig fertig und überfordert ist.
„Ich habe es noch nicht mal geschafft, meine Schüssel Curry zu essen”, erzählt die Mama deprimiert. „Das ist etwas, was ich verletzendes Helfen nenne.” (Im Original „helpful hurting”.) Das Video hat inzwischen tausende Kommentare erhalten, darunter sind viele von Mamas, die die Situation kennen.
„Das Baby braucht seine Mama!”
„Ich sende dir ganz viel Liebe, ich kenne das! Lass dich nicht verunsichern, es ist richtig, dass du dir eine kurze Auszeit genommen hast”, schreibt eine Frau. Andere berichten: „So war es bei uns auch. Schlimm waren seine Sprüche: ‚Willst du ihn wirklich schreien lassen?‘, ‚Das Baby braucht seine Mama.‘“
Eine andere Frau ergänzt: „Lasst es uns beim Namen nennen: Dein Mann hilft dir nicht. Er will das Schreien des Kindes nicht hören und deine Gefühle sind ihm egal.” Jemand appelliert: „Liebe Väter, bitte versucht doch erstmal selbst euer Kind zu trösten, bevor ihr es schon wieder der völlig überforderten Mutter in die Arme drückt.”
Wie das Stechen mit einer Nadel
Besonders viel Aufsehen erregt der Kommentar einer Krankenschwester: Die Art der „Hilfe“, die Rebecca angeboten wurde, sei wie das Ausstrecken einer Hand, um jemandem zu helfen, nur um ihn dann mit einer Nadel zu stechen.
Ihrer Meinung nach passiere das in vielen Beziehungen und verkürze die Lebenserwartung vieler Frauen, die durch die ungleiche Rollenverteilung unter enormen Stress stehen. Daraufhin gibt es Einspruch von verärgerten Frauen und Männern, die sich oder ihre Ehepartner verteidigen.
Die Krankenschwester antwortet mit den Worten:
„Ich habe nie behauptet, dass alle Männer sich so verhalten, aber die Mütter, die durch Hilflosigkeit und Erschöpfung gehen, brauchen meine Unterstützung mehr, als Sie als Mann oder Ihr Ehemann Lob dafür brauchen, dass Sie tun, was Sie tun sollten.“
Du bist selbst gerade völlig erschöpft, weil dein Baby so viel weint? Vielleicht helfen dir diese Beiträge weiter:
- Baby schreien lassen – Erfahrungen und Expertenwissen
- Baby beruhigen: So kannst du deinem schreienden Baby helfen
- Was ist ein Schreibaby: Ursachen und Hilfe
Übrigens: Hilfe für überlastete Mamas findet ihr auch im Echte Mamas Club!
Hier könnt ihr u. a. alle Expertinnen virtuell live treffen und mit ihnen plaudern. Zudem bietet der Club euch alles, was das Leben von (werdenden) Mamas ein wenig leichter macht. Checklisten, Infos, die immer genau zu euch und eurem kleinen Schatz passen, Testberichte, E-Books, Austausch mit anderen Mamas: Unser kleiner Beitrag, um den Mental Load zu reduzieren.
„Liebe Väter, bitte versucht doch mal selbst, das Kind zu trösten.”
Von
Lena Krause
17. Februar 2026