Ende des Jahres ging es meiner Mutter gesundheitlich plötzlich schlechter
So schlecht, dass sie nach einem Arzttermin direkt ins Krankenhaus kam – ihre Nieren hatten versagt. Die nächsten sieben Wochen wurden für uns alle zu einem absoluten Alptraum.
Am Faschingsdienstag bekam ich einen Anruf aus dem Krankenhaus: Der Zustand meiner Mutter hatte sich so stark verschlechtert, dass es keine Hoffnung mehr auf Besserung gab. Mein Mann und ich mussten die schwerste Entscheidung unseres Lebens treffen und ließen die lebensverlängernden Maßnahmen einstellen. Wenige Stunden später ist meine Mutter gestorben. Zu diesem Zeitpunkt war ich im 8. Monat.

Foto: privat
Wie ich diese Zeit überstanden habe, weiß ich nicht mehr
Ich habe nur an meinen Sohn gedacht, und daran, dass ich alles tun muss, um ihn zu schützen. Nur sieben Wochen später setzten meine Wehen ein. Die Geburt dauerte zwei Tage, bis schließlich ein Geburtsstillstand einsetzte. Mein Sohn musste per Saugglocke geholt werden. Nur wenige Minuten, nachdem er auf der Welt war, wurden seine Werte immer schlechter. Ich durfte ihn nur kurz sehen, bevor er auf die Intensivstation gebracht wurde.
Am nächsten Morgen lag er bereits im künstlichen Koma. 72 Stunden wurde es aufrechterhalten, um sein Gehirn vor möglichen Schäden durch den entstandenen Sauerstoffmangel zu schützen.
Ich habe mich sehr schwar damit getan, eine Bindung zu meinem Sohn aufzubauen
Nach 5 unendlich langen Tagen durften wir unseren Kleinen endlich zum ersten Mal auf den Arm nehmen. Nach weiteren zwei Wochen in der Kinderklinik, in denen er erst das Trinken lernen musste und von den Beruhigungsmitteln entwöhnt wurde, durften wir unseren Sohn endlich mit nach Hause nehmen.
Ich habe mich sehr schwer damit getan, eine Bindung zu ihm aufzubauen. Ich bekam Panikattacken und war nicht mehr ich selbst. Aber ich arbeite jeden Tag an mir, und meine Liebe zu ihm wächst und wächst. Ich bin so unglaublich stolz auf meinen Sohn! Er macht alles ganz toll, und seine Prognosen auf ein gesundes Leben stehen gut.
Er hatte schließlich auch den besten Schutzengel, den ich mir nur vorstellen kann: seine Oma.“
Vielen Dank, liebe Simone, dass du eure bewegende Geschichte mit uns geteilt hast. Wir wünschen dir und deinem kleinen Kämpfer alles Gute!
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Ich habe etwas ganz ähnliches erlebt. Einen Tag vor der Geburt von K1 ist meine Großmutter gestorben. Mein zweites Kind kam am Geburtstag meiner anderen Großmutter still zur Welt.