Leben mit Baby – 10 Dinge, die sich total verändern

Wie wird es wohl sein, das Leben mit Baby? Werde ich mich verändern, wie werden sich meine Tage von nun an gestalten, auf was muss ich verzichten und vor allem: wie werde ich als Mama sein? Diese Fragen habe ich mir sehr oft gestellt, bevor meine Tochter auf die Welt gekommen ist. Mittlerweile sind viele Monate vergangen. Zeit für ein kleines Resümee über das Leben mit Baby.

Kleiner Spoiler: Jede schlaflose Nacht und jedes Sorgenfältchen lohnen sich! Das Leben mit Baby ist nicht jeden Tag ein Zuckerschlecken, aber es ist die intensivste und allerschönste Erfahrung, die ich jemals machen durfte. Ich möchte keine Sekunde missen!

1. Leben mit Baby: Eine neue Erfahrung von Liebe

Manchmal sehe ich dieses kleine, bezaubernde Wesen an und könnte platzen vor Liebe. Sie sitzt am Boden, sortiert Bauklötze von links nach rechts und wirkt dabei höchst beschäftigt. Gefühlt stundenlang. Ihr Gesichtsausdruck ist dabei so konzentriert, als würde sie den Berliner Flughafen neu bauen. So oder so ähnlich sehen viele Tage im Leben mit Baby aus. Klingt erstmal langweilig. Aber diese Tage sind so voll von Liebe, dass selbst das hundertste Mal Buchvorlesen Spaß macht. Denn die kleinen Strahleaugen meiner Tochter leuchten vor Freude. Liebe auf so eine bedingungslose Art und Weise zu erleben, ist eine der wundervollsten Veränderungen.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Gibt es etwas schöneres als die Zeit mit unseren Kleinen?😍 Welche #momente mit euren Schätzen sind euch besonders im Gedächtnis geblieben? #pampers #pampersde #happyfamily #dasbeste #memories #babyliebe #familylife

Ein Beitrag geteilt von pampersde (@pampersde) am

2. So verändert sich die Partnerschaft durch das Leben mit Baby

Das Baby macht aus uns eine kleine Familie. Wir sind nicht mehr nur ein Paar, sondern auch Eltern. Und dadurch haben wir, mehr denn je, eine gemeinsame Aufgabe, eine tiefe Verbindung. Da ist ein kleiner Mensch, der uns beide braucht, der ein Teil von uns beiden ist. Das erfordert ordentlich Teamarbeit!

Ich habe echt tolle neue Qualitäten an meinem Mann entdeckt. Mich berührt es so sehr, wie liebevoll und fürsorglich er mit unserer Tochter umgeht. Eine Seite an ihm, die ich unheimlich anziehend finde.

Aus 2 werden 3: Familienliebe! Aber auch neue Herausforderungen.

Aus 2 werden 3: Familienliebe! Aber auch neue Herausforderungen. Foto: Unsplash

Natürlich ist es nicht immer einfach, denn Schlafentzug und Dauerquengeln können dafür sorgen, dass die Nerven blank liegen. Wenn es dann zu Meinungsverschiedenheiten kommt, ist man schon mal dünnhäutiger als sonst. Total normal!

Vielen Paaren geht es nach der Geburt so, weiß Christiane Hammerl. Die Hebamme ist Pampers-Expertin und rät Mamas: „Sprecht offen, respektvoll und ehrlich miteinander – und zwar regelmäßig. Das ist so wichtig! Formuliere dabei lieber klare Wünsche statt eines Vorwurfes. Vielleicht hilft euch ein Plan mit einer Aufgabenteilung, damit keiner das Gefühlt bekommt, mehr als der andere zu machen. Habt Verständnis füreinander, geht aufmerksam und achtsam miteinander um. Lächelt euch an, macht euch Komplimente!

Also: Auch wenn sich im ersten Jahr vieles um das neue kleine Menschlein dreht, sollten wir unsere Partnerschaft nicht vergessen. Zeit zu zweit gibt es nicht gerade im Überfluss, schon klar. Also versucht, die wenigen ruhigen Momente als Paar ganz bewusst zu genießen. Rückt näher zusammen, statt voneinander weg!

3. Einfach zum Totlachen: So lustig ist das Leben mit Baby

Nichts ist ansteckender als ein Kinderlachen. Dem kann sich einfach niemand entziehen. Seit unsere Tochter auf der Welt ist, lache ich so viel mehr. Definitiv eine der schönsten Veränderungen im Leben mit Baby. Hey, und Lachen ist gesund! Das kompensiert dann auch ein wenig den Schlafentzug 😉

Es gibt nichts Lustigeres als ein ausgelassenes Babylachen!

Es gibt nichts Lustigeres als ein ausgelassenes Babylachen! Foto: Unsplash

4. Zwölf Monate Augenringe: Auch das gehört zum Leben mit Baby

Da sind wir doch gleich beim nächsten Thema. Ja, der Schlaf. Ich will es gar nicht schönreden, denn es ist wie es ist: im Leben mit Baby fehlt er einfach. Augenringe bis zum Boden, Dauergähnen und eine Müdigkeit, die ich so noch nicht kannte, sind Programm. Man kommt definitiv an seine Grenzen. Am Anfang kompensieren die Hormone noch so einiges, aber irgendwann lässt die Wirkung dieser wunderbaren, natürlichen Droge nach und man ist einfach nur noch müüüüüüüde.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Wer kennt es nicht auch? 😃 Aber bei all den glücklichen Momenten, ist es die ganze Mühe wert. Wie war euer Tag heute? Beschreibt es in einem Emoji:) #pampers #pampersde #quote #lifewithkids #kostbar #schönstezeit

Ein Beitrag geteilt von pampersde (@pampersde) am


Die gute Nachricht lautet: Es wird besser! Jede Mama findet Wege, ihr Baby sanft in den Schlaf zu begleiten. Und jedes Kind wird irgendwann durchschlafen. Trotzdem könnten wir Mamas auf diese Art der Veränderung wohl gern verzichten.

5. Im Leben mit Baby gibt es ganz neue Gesprächsthemen

Ich hätte nie gedacht, dass ich todernst mit meinem Mann über die Frage, welche Windel am besten trocken hält, diskutiere oder mich mit ihm angeregt über die Details des Windelinhalts unterhalten würde. Aber ja, man tut es. Und es hat sogar einen sehr hohen Stellenwert, denn von der Verdauung deines Babys hängt so vieles ab. Wenn der Bauch drückt, wird nämlich sicherlich auch die Nacht unruhig.

Kleiner Fun Fact: Rund 2.190 Windeln wechseln wir im ersten Babyjahr, so Pampers-Expertin Christiane Hammerl. Wenn das mal kein guter Aufhänger für ausführliche Gespräche ist 😉

6. Neues Leben, alte und neue Freunde

Wir sind nicht die ersten in unserem Freundeskreis, die Kinder bekommen haben. Deswegen haben wir schon viele Szenarien miterlebt: von totaler Abschottung bis hin zu alles ist (fast) wie immer. Eine enge Freundin hatte das Bedürfnis, sich mit ihrem kleinen Schatz zurückzuziehen und die Zeit nur mit ihm zu genießen. Ein befreundetes Paar hingegen hat das Baby in ihr gewohntes Leben integriert. Beides ist okay! Am besten hört da jede Mama auf ihr Bauchgefühl: Was tut mir persönlich wirklich gut?

Ich beispielsweise gebe mir Mühe, alte Freundschaften zu Frauen ohne Kinder weiter zu pflegen, denn es ist auch mal ganz erfrischend, Gespräche abseits von Babybrei zu führen. Zugleich freue ich mich, dass ich durch mein Kind viele neue Leute kennengelernt habe. Das ist ein toller Nebeneffekt am Leben mit Baby: Mit allen hatte ich einen gemeinsamen Nenner, nämlich den Nachwuchs. Ich konnte zum Glück vor Corona einen Geburtsvorbereitungskurs machen und wir durften noch zum Babyschwimmen. Aber auch online, zum Beispiel in der Facebook-Gruppe „Wir sind Echte Mamas“ trifft man andere nette Mamas mit Babys im gleichen Alter oder Mütter von älteren Kindern, die ihren Erfahrungsschatz teilen.

7. Wochenenden sind nicht mehr das, was sie mal waren. Das Leben mit Baby bringt einen neuen Rhythmus

Ausschlafen? Fehlanzeige! Frühstück im Bett? Schön wär‘s! Den ganzen Tag auf der Couch rumhängen? Keine Chance! Stattdessen ist ab 7 Uhr morgens Action angesagt, Frühstück gibt es nur im Schnelldurchlauf und danach wird auf allen Vieren durch die Wohnung gekrabbelt. Und spätestens um 21.30 Uhr fallen alle todmüde ins Bett. Wie hat man nur früher die ganze Nacht durchgehalten? Heutzutage schaffen wir kaum noch den Tatort.

8. Urlaub im Leben mit Baby – so schön wird Reisen zu dritt sein

Irgendwann wird Corona hoffentlich kein Thema mehr sein. Und dann freuen wir uns doch alle schon so sehr darauf, in den Zug oder Flieger zu steigen!

Na gut, die Besteigung des Mount Everest haben wir erstmal von unserer Bucket List gestrichen. Und stundenlang Cocktail schlürfend am Strand liegen werden wir wohl auch nicht. Wenn man aber ein paar clevere Entscheidungen bezüglich des Reiseziels trifft, kann man dem Urlaub mit Baby richtig entgegenfiebern.

Wenn das Baby aus dem Gröbsten raus ist, bietet es sich in der ersten Hälfte des Lebensjahres an, Reisen mit Babytrage zu machen. Der kleine Schatz kann neugierig alles entdecken und ist trotzdem ganz nah bei Mama. Ein Städtetrip oder ein Wanderurlaub sind in dieser Phase relativ unkompliziert. Sobald die motorische Entwicklung des Babys etwas fortgeschritten ist und der Bewegungsdrang steigt, sollte das bei der Wahl des Reiseziels bedacht werden. Das Kleine sollte also genug Zeit und ausreichend Platz fürs Herumkrabbeln haben. Ein Badeurlaub kann nun beispielsweise toll sein, denn im Wasser können sich Babys ordentlich austoben.

Auch auf Flugreisen muss man im Leben mit Baby nicht verzichten. Viele Airlines bieten Babykörbchen an, in denen der kleine Schatz friedlich über den Wolken schlummern kann. Kinderwagen und Autositz kann man meist kostenlos mitnehmen. Außerdem wird man plötzlich so zuvorkommend behandelt, wenn man mit einem kleinen Menschlein unterwegs ist. Da macht Reisen noch mehr Spaß!

9. Der Beckenboden braucht im Leben mit Baby viel Beachtung

Es gibt Frauen, die vor der Schwangerschaft noch nicht mal wussten, dass sie diesen Muskel überhaupt haben. Und Frauen, die ihn ganz genau kannten und einsetzen konnten. Den Beckenboden. Ich denke, ich gehöre eher zu letzteren, aber eine Weile lang war da nicht mehr viel mit Muskelspannung. Jahrelanges Training und plötzlich ist alles weg. Während der Schwangerschaft lastet monatelang ordentlich Gewicht darauf und während der Geburt kann das Gewebe überdehnt werden. Puh!

Auch wenn über solche Themen nicht oft geredet wird: Einige Mamas haben Monate oder sogar Jahre mit Inkontinenz zu kämpfen. Und an Springen und Hüpfen haben wohl fast alle Frauen auch eine ganze Weile nach der Geburt keine Freude. Das bringt das Leben mit Baby nun mal so mit sich …

„Hormonell bedingt ist der Beckenboden während der Schwangerschaft insgesamt weicher und lockerer“, erklärt Christiane Hammerl. „Das Baby, der Mutterkuchen, das Fruchtwasser, all dies drückt mit seinem Gewicht auf den Beckenboden und dieser hält alles gut. Unser Körper ist ein Wunderwerk!“

Mit der richtigen Rückbildung und gezielten Übungen kannst du viel dafür tun, dass die Kontrolle über diesen Muskel schon bald wieder zurückkommt. Hebamme Christiane Hammerl rät: „Trainiere deinen Beckenboden sechs bis acht Wochen nach der Geburt regelmäßig. Gib deinem Körper aber bitte Zeit für die vollständige Rückbildung. Er hat sich in den 40 Schwangerschaftswochen verändert und Kraftvolles geleistet!“

10. Leben mit Baby: Eine ganz neue Verantwortung

Auch wenn es vielleicht nicht das erste ist, dass einem in den Sinn kommt, wenn man an Veränderungen im Leben mit Baby denkt – die Verantwortung ist doch ein ganz essentieller Punkt. Denn man ist plötzlich (wahrlich) rund um die Uhr, sieben Tage die Woche für einen anderen Menschen verantwortlich. Ein kleines Wesen, dass ohne uns gar nicht lebensfähig wäre. Wir sind dafür verantwortlich, seine Grundbedürfnisse nach Nahrung und Nähe zu stillen. Aber auch dafür, es bestmöglich aufs Leben vorzubereiten. Wenn das nicht eine ordentliche Verantwortung ist! Ich will meine Tochter zu einem selbstbewussten und empathischen Menschen erziehen. Deswegen versuche ich, ihr diese Werte von Anfang an zu vermitteln. Und mit gutem Beispiel voran zu gehen.

Das Leben mit Baby ist ein echtes Abenteuer. Man verzichtet ein Stück weit auf Selbstbestimmtheit, aber man gewinnt auch so viel hinzu. Mein Tag ist erfüllt von Liebe und Lachen und es ist jeden Tag spannend, was die kleine Maus entdeckt. Ich bin dankbar dafür, das miterleben zu dürfen und könnte mir ein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen.

Babyentwicklung im ersten Lebensjahr: Alles was du wissen solltest

Lena Lang

Lena Lang wohnt mit ihrem Mann und ihrer knapp einjährigen Tochter im Herzen Hamburgs. Ihr Mantra für ein entspanntes Leben mit Kleinkind lautet: „Alles ist nur eine Phase“.

Alle Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.