Kleiner Pieks oder saftige Strafe: Kommt die Impfpflicht schon 2020?

Wird es jetzt ernst? Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von der CDU hat einen Gesetzesentwurf zur Impfpflicht gegen Masern vorgelegt.

Laut des Bundesministeriums für Gesundheit sollen künftig Eltern, die ihre Kinder nicht (gegen Masern!) impfen lassen, hohe Geldstrafen von bis zu 2500 Euro und ein Ausschluss ihres Kindes aus der Kita drohen.

Der Minister sagte dazu gegenüber der Bild am Sonntag: „Wir wollen alle Kinder davor schützen, sich mit Masern zu infizieren. Deswegen sollen alle, die eine Kita oder Schule besuchen, gegen Masern geimpft sein. Wer dort neu aufgenommen wird, muss das nachweisen. Wer derzeit schon dort betreut wird, muss den Nachweis bis zum 31. Juli nächsten Jahres nachreichen.“

Wieder da: Masern Foto: Bigstock

Wenn ein Kind aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden könne, müsse das belegt werden.

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Kinder ohne Impfschutz sollen also künftig vom Kita-Besuch ausgeschlossen werden. Spahn: „Schließlich sind in Kitas auch Kinder unter zehn Monaten, die noch nicht geimpft werden dürfen und damit besonders gefährdet sind. In Schulen ist diese Sanktion nicht möglich, da die Schulpflicht gilt.“ Hier drohen dafür hohe Bußgelder.

Hintergrund: Masern galten bei uns in Mitteleuropa lange als „besiegt“ – doch seit einigen Jahren sind sie wieder bedenklich auf dem Vormarsch.

Jens Spahn: „Ich will die Masern ausrotten. Aber dafür müssen nicht 93 (wie der aktuelle Stand ist), sondern mindestens 95 Prozent zwei Masernimpfungen haben. Diese Quote erreichen wir trotz aller Kampagnen und guten Appelle einfach nicht.“

Über mögliche Risiken der Impfung sagt der Minister: „Wissenschaftlich sind die Risiken einer Impfung um ein Vielfaches geringer als die Risiken einer Erkrankung, besonders bei den Masern.“ Die sehr seltenen Impfschäden sollen demnach gesetzlich entschädigt werden. Auch kein anderer finanzieller Nachteil wird durch die Impfpflicht auf die Bürger zukommen: Die Impfung werde von den Krankenkassen übernommen.

Spahns Entwurf wird derzeit in der Regierung abgestimmt. Der Gesundheitsminister geht davon aus, dass das Gesetz noch 2019 verabschiedet wird.

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer vierjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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