Impfpflicht gegen Masern für Kita-Kinder in Brandenburg beschlossen

Das Thema Impfen führt immer wieder zu heftigen Diskussionen. Dabei sollte eigentlich inzwischen jedem klar sein, wie gefährlich vor allem Masern eigentlich sind. In Brandenburg hat es jetzt Konsequenzen, wenn Eltern ihr Kind nicht impfen lassen: Das Bundesland führt als erstes eine Impfpflicht für Kita-Kinder ein. Das bedeutet: Ist ein Kind nicht geimpft, darf es keine Kita oder andere Einrichtung der Kindertagespflege besuchen. In Zukunft müssen Eltern vor dem Besuch nachweisen, dass ihr Kind die notwendigen Masern-Impfungen bekommen hat.

Masern können zu tödlicher Gehirnentzündung führen

Den Antrag auf die regionale Impfpflicht hatten SPD, Linke und CDU gestellt, und der Brandenburger Landtag hat ihm mit großer Mehrheit zugestimmt. Die Regelung soll jetzt so lange gelten, bis die Bundesregierung mit einer landesweiten Regelung nachzieht. Ob die Impfpflicht auch für andere Infektionskrankheiten eingeführt werden soll, steht aktuell noch nicht fest,

Die Masern-Impfung wurde in Brandenburg als die wichtigste angesehen, da Masern „nach wie vor zu den gefährlichsten Kinderkrankheiten“ zählen. Auch wenn man die Infektion gut überstanden hat, heißt das nicht, dass keine Langzeitfolgen auftreten können. Zum Beispiel kann man auch mehrere Jahre nach der Infektion noch an einer tödlichen Gehirnentzündung erkranken.

Nur 73,5 % der Zweijährigen sind gegen masern geimpft

Obwohl das Beratungsangebot zum Thema Masern-Impfung ständig vergrößert wurde, ist es immer wieder zu Ausbrüchen der Erkrankung gekommen. Kein Wunder, denn nur 73,5 % der zweijährigen Kinder in Deutschland sind wirklich gegen Masern geimpft. Mehr als 70.000 Kleinkinder haben keinen Schutz gegen die Infektionskrankheit. Und auch von den jungen Erwachsenen fehlt vielen die notwendige zweite Impfung.

Foto: Bigstock

Masern gehören zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten.

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Freiwillige Impfung gegen Masern reicht nicht aus

Die freiwillige Impfung wird also nicht dazu führen, die Krankheit endgültig zu besiegen. Aus diesem Grund haben sich die Brandenburger jetzt für eine Impfpflicht entschieden. „Die Gesundheit und der Schutz der gesamten Bevölkerung setzen der individuellen Freiheit Grenzen“, begründete Bundesfa-milienministerin Franziska Giffey die Entscheidung. Gleichzeitig soll auch der Zugang zu Impfungen erleichtert werden, und es ist eine umfassende Kampagne geplant, die über die Risiken einer Maserninfektion aufklären soll.

2 Masern-Impfungen in den ersten 2 Lebensjahren empfohlen

Generell empfiehlt die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts Eltern, ihre Kinder in den ersten zwei Jahren zwei Mal gegen Masern impfen zu lassen. Die erste Impfung sollte zwischen dem 11. Und 14. Lebensmonat stattfinden, die zweite zwischen dem 15. und 23. Obwohl das Ziel war, die Masern bis 2015 in Europa auszurotten, sind in diesem Jahr allein in Deutschland bis Ende März 263 Menschen an Masern erkrankt. Deshalb prüft auch die Bundesregierung, ob eine generelle, deutschlandweite Impfpflicht gegen Masern möglich ist.

Masern-Impfung verursacht KEINEN Autismus

Aber warum sind  einige Eltern so skeptisch, wenn es um das Thema Impfen geht? Das können wir nur vermuten, aber ein Grund, den wir immer wieder lesen, ist die Behauptung, Impfungen würden Autismus verursachen. Die Ergebnisse der Studie, die dazu 1998 veröffentlich wurden, sind allerdings schon längst wieder zurückgezogen worden – und zwar wegen einer „unehrlichen Darstellung der Ergebnisse“. Außerdem gibt es inzwischen mehrere Studien, die die Behauptung eindeutig wiederlegen. Trotzdem scheint sich die Falschinformation bis heute in vielen Köpfen zu halten.

Wie seht ihr die Impfpflicht gegen Masern in Brandenburg? Gut oder eher nicht? Schreibt uns doch eure Meinung!

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern. Ich liebe den Hafen, fotografiere gern, gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Social Media und Texte ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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