Knete selber machen: 5 Schritte zum ungiftigen Spielspaß

Mit Knete spielen geht eigentlich immer, oder? Unsere Kinder lieben es einfach, die quietschbunte Masse zu formen, in die Länge zu ziehen, zu rollen…. und sie sich mindestens einmal auch in den Mund zu stecken. Schließlich muss man ja testen, ob so etwas Cooles auch noch gut schmeckt, oder? Nun, wir wissen – tut es nicht. Zudem steckt in gekaufter Spielknete eine Menge Chemie, die laut Ökotest zum Teil gesundheitlich recht bedenklich ist. Wurgs. Da stellt sich schnell die Fragen: Kann man Knete nicht irgendwie selber machen?

Klaro kann man!

Das solltest du bei der Herstellung beachten:

Auf Cleankids warnt Prof. Dr. Martin Schulz, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK), dass im Internet viel Rezepte zum Knete selber machen kursieren, die die Zugabe von Alaun (Kaliumaluminiumsulfat) benötigen. „Alaun ist eine Chemikalie und hat in Kinderspielzeug nichts zu suchen. Wer Knetmassen selbst herstellen will, sollte sich auf Lebensmittel als Zutaten beschränken.“

Alaun wirkt schwach desinfizierend und soll die Knetmasse so vor Mikroorganismen schützen. Allerdings wirkt es auch zusammenziehend auf die Schleimhäute und die Haut. Eine Vergiftung mit Alaun kann sich unter anderem durch Brennen im Mund, Übelkeit, Erbrechen oder Schluckstörungen zeigen. Achtung: Besondere Vorsicht ist geboten bei Kindern mit Hauterkrankungen! Nach jedem Kontakt mit alaunhaltiger Knetmasse sollten sich die Hände gründlich gewaschen werden.

Knete selber machen – die vier Vorteile:

  1. Ganz klar: Diese Spielknete könnte dein Kind theoretisch sogar wirklich essen. Okay, sie enthält ganz schön viel Salz… aber eben nur Lebensmittel. Und keine bedenklichen chemischen Zusätze.
  2. Die meisten Zutaten hat man sowieso im Haus. Du brauchst keine komplizierten Zutaten in Fachgeschäften kaufen.
  3. Die selbstgemachte Knetmasse ist viel weicher und leichter zu formen als gekaufte Sorten. Das ist vor allem für die Kleinsten toll!
  4. Du stellst mit unserem Rezept zum Knete selber machen für wenig Geld viel Masse her – sparst also im Gegensatz zur herkömmlichen Knete bares Geld. Besonders toll ist das, weil Knete ja häufig nach wenigen Tagen durchweg „braunmeliert“ ist – ganz egal, welche Farbe sie vorher hatte. Es tut also nicht so weh im Portemonnaie, wenn man die leberwurstfarbene Masse öfter mal entsorgt und stattdessen wieder für frische Farben auf dem Spieltisch sorgt.

Rezept zum Knete selber machen:

Aber genug der Worte, hier geht’s endlich los:

Das brauchst du:

  • 2 Tassen Mehl
  • 2 EL Öl (egal welches Pflanzenöl)
  • 1/2 Tasse Salz
  • 2 EL Weinstein (im Supermarkt im Back-Regal oder bei den Gewürzen)
  • 1,5 Tassen kochendes Wasser
  • 1 Packung Lebensmittelfarben nach Wunsch (gibt es ebenfalls im Backregal)

Und so einfach geht’s:

  1. Das Mehl, Salz, Weinstein und Öl in eine Schüssel geben.
  2. Dann das kochende Wasser zugeben. Vorsicht: Der Teig wird dadurch sehr, sehr heiß! Vor allem jetzt sollten die Kinder Abstand halten.
  3. Die Masse jetzt mit einem Löffel o.ä. verrühren und zu gleichgroßen Bällen kneten, sobald sie etwas abgekühlt ist.
  4. Mache in die Mitte jedes Balls ein etwas daumengroßes Loch und tröpfele die Lebensmittelfarben hinein. Du kannst natürlich bunt mischen.
  5. Knete die einzelnen Bälle, bis die Farbe gleichmäßig verteilt ist. Zugegeben, das ist eine kleine Sauerei! Du kannst dabei Handschuhe tragen und ein Brettchen als Unterlage verwenden, damit es keine Flecken gibt.

Und tatsächlich, trara, fertig ist die Knete!

Viel Spaß! Und schick uns doch gerne mal ein Foto davon, was dein Kind so alles daraus geformt hat!

Tamara Müller

Als süddeutsche Frohnatur liebe ich die Wärme, die Berge und Hamburg! Letzteres brachte mich vor vier Jahren dazu, die Sonne im Herzen zu speichern und den Weg in Richtung kühleren Norden einzuschlagen. Ich liebe die kleinen Dinge im Leben und das Reisen. Und auch wenn ich die einzige Nicht-Mama im Team bin, verbringe ich liebend gerne Zeit mit Kindern.

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