Kita-Eingewöhnung: 13 Tipps, die es deinem Kind leichter machen

Als ich mit meiner ersten Tochter schwanger war, haben mein Mann und ich besprochen, wie wir Elternzeit und Kita-Eingewöhnung organisieren. Schnell war klar: Ich bleibe ein Jahr zuhause, mein Mann in den zwei Monaten danach – und kümmert sich damit auch um die Eingewöhnung in der Krippe. Die startete nämlich kurz nach dem ersten Geburtstag unserer Maus.

Als sich meine Elternzeit dann langsam ihrem Ende näherte, war ich unglaublich froh über diese Entscheidung. Ich glaube, ich hätte meiner Kleinen die Eingewöhnung nicht unbedingt leichter gemacht. Nicht umsonst heißt es ja, dass es für die Kinder häufig einfacher ist, wenn der Papa die Eingewöhnung übernimmt, weil die Mama in der ersten Zeit oft die Hauptbezugsperson ist und die Trennung vom Papa leichter fällt.

Kita-Eingewöhnung – zwei Kinder, zwei Mal komplett verschieden

Trotzdem habe ich mir viele Gedanken gemacht. Was ist, wenn meine Tochter weint? Wenn sie sich in der Kita nicht wohlfühlt? Wenn sie nicht dortbleiben möchte? Wenn sie Mama vermisst? Und so weiter. Aber: Alle meine Sorgen waren  umsonst. Nach einem kurzen Weinen in den ersten Trennungsphasen hat sie dem Papa morgens „Tschüß“ gesagt und ist in ihre Gruppe gelaufen, ohne sich noch mal umzudrehen. Und auch jetzt, mit ihren 4 Jahren, geht sie immer noch gern in die Kita.

Das sah bei Kind Nummer zwei dann leider komplett anders aus. Mein Mann und ich haben besprochen, dass wir Elternzeit und Kita-Eingewöhnung wieder genauso aufteilen. Unser Sohn konnte sich mit knapp einem Jahr allerdings so gar nicht mit der Kita anfreunden. Das hätte ich nicht erwartet, denn er war ja immer mit, wenn ich die große Schwester hingebracht und abgeholt habe, und kannte die Kita eigentlich schon. Aber als ich die Erzieherin darauf angesprochen habe, meinte sie, dass Jungs sich mit solchen Dingen generell häufig schwerer tun als Mädchen. Und genauso war es: So lange Papa noch dabei war, war alles gut. Aber in den Trennungsphasen hat er jedes Mal sehr viel geweint. Dazu kam, dass er nach der ersten Woche direkt krank war, und die Eingewöhnung im Prinzip noch mal von vorn beginnen musste.

Kind weint aug Mamas Arm

Bei der Eingewöhnung in der Kita gibt es häufig Tränen. Foto: Bigstock

Ständig wechselnde Erzieher verunsichern das Kind

Außerdem war die Personalsituation in unserer Kita zu der Zeit leider sehr angespannt. Die Kita-Leitung hatte uns vor dem Start der Eingewöhnung empfohlen, lieber sechs als vier Wochen einzuplanen. Haben wir gern gemacht – wir hätten uns nur gewünscht, dass das auch für die Erzieher gilt. So war die Bezugserzieherin, zu der unser Kleiner inzwischen etwas Vertrauen aufgebaut hatte, nach vier Wochen im Urlaub. Stattdessen kamen ständig wechselnde Springerkräfte zum Einsatz, die er vorher noch nie gesehen hatte. Das hat ihn natürlich extrem verunsichert, und er hat weiterhin jeden Morgen geweint.

Irgendwann war die Elternzeit meines Mannes  leider vorbei, und ich habe unseren Kleinen morgens zur Kita gebracht. Ihn weinend an der Tür abzugeben, hat mir jedes Mal das Herz gebrochen, und das tut es auch immer noch. Denn ja, im Moment haben wir leider wieder so eine Phase. Seine Erzieherin hat uns dann gefragt, ob wir ihm etwas mitgeben können, das ihn beruhigt. Sein Lieblingskuscheltier, ein Spielzeug oder ein Schnuffeltuch zum Beispiel. Ein Kuscheltier, an dem sie besonders hängen, haben meine Kinder beide nicht.

Kuscheltier oder Kuscheldecke hilft bei der Kita-Eingewöhnung

Also haben wir ihm eins meiner T-Shirts mitgegeben. So hatte er immer etwas dabei, das nach mir riecht, und ihn beruhigen konnte. Wie ich gelernt habe, nennt man das „Übergangsobjekt“. Also etwas, das dem Kind den Übergang in die neue Umgebung und die Trennung von Mama und Papa einfacher macht. Mir kam dann der Gedanke, dass es doch schön wäre, wenn unser Kleiner etwas hat, dass nicht nur nach Mama riecht, sondern dass er uns vielleicht dabei auch sehen kann.

Ein Foto wäre ungünstig gewesen. Erstens geht es schnell kaputt, zweitens kann man damit nicht wirklich schmusen. Stattdessen haben wir bei MeinFoto eine Kuscheldecke für ihn bestellt. Aus weichem Flanell und mit unserem Lieblingsfamilienfoto bedruckt. Erst hatten wir überlegt, ein Kissen zu nehmen, aber weil unser Sohn auch nachts ohne Kissen schläft, fanden wir die Decke passender.

Kind mit Kuscheldecke von MeinFoto

Die Kuscheldecke von MeinFoto ist aus weichem Flanell und komplett geruchslos, denn sie wird ohne chemische Zusätze bedruckt.
Es gibt sie in den Größen 100 x 70 cm, 150 x 100 cm und 200 x 150 und ihr bekommt sie ab 25 €.

Das „Übergangsobjekt“ – ein toller Tipp für die Kita-Eingewöhnung

Die Kuscheldecke ist komplett geruchslos, da sie ohne chemische Zusätze bedruckt wird. Deshalb nimmt sie auch problemlos den „Zuhause-Geruch“ an, wenn man etwas damit kuschelt. Als wir sie nach ein paar Tagen mit in die Kita genommen haben, hat unser Sohn sie stolz selbst in den Gruppenraum getragen. Und beim Abholen am Nachmittag hat die Erzieherin mir erzählt, dass er sich mittags darin eingekuschelt hat. Das war also ein toller Tipp mit dem „Übergangsobjekt“.

Nehmt euch Zeit für die Kita-Eingewöhnung

Wir dürfen immer nicht vergessen, dass für unser Kind wirklich alles neu ist, wenn es in die Kita kommt. Die Umgebung, die Erzieher, das Spielzeug, die anderen Kinder. Kein Wunder, dass so ein Zwerg da erst mal verunsichert ist und Angst hat. Deshalb ist es so wichtig, sich für die Kita-Eingewöhnung Zeit zu nehmen. Damit die Kinder in ihrem Tempo ankommen können. Die Freie Universität Berlin hat in einem Forschungsprojekt sogar nachgewiesen, dass Kinder, die ohne Eingewöhnung eine Kita besuchen, bis zu viermal häufiger krank sind.

In der ersten Zeit der Eingewöhnung gibt unsere Anwesenheit dem Kind Sicherheit. Und wenn die ersten Trennungsphasen anstehen, lernt es, dass Mama oder Papa es nicht zurücklassen, sondern immer wiederkommen. Wenn es sich darauf verlassen kann, stärkt das nicht nur das Vertrauen, sondern auch die sichere Bindung. Sie ist ein psychischer Schutz für unsere Kinder und extrem wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung. Kinder, die eine sichere Bindung zu ihren Eltern haben, sind belastungsfähiger, lernbereiter, können leichter Kontakte aufbauen und Konflikte austragen.

Tränen nach der Eingewöhnung müssen nicht schlimm sein

Und ein Gedanke, der mich etwas beruhigt: Auch nach der Eingewöhnung kann es sein, dass ein Kind morgens weint, wenn es in der Kita abgegeben wird. Das muss aber nicht heißen, dass es sich dort nicht wohlfühlt. Wenn das Kind sich schnell beruhigt, sich ablenken lässt und spielt, können die Tränen ebenfalls ein Zeichen für ein gutes Bindungsverhalten sein. So war bzw. ist es bei meinem Sohn auch. Die Erzieherin versichert mir immer wieder, dass er sich nach wenigen Minuten beruhigt. Am Anfang hat sie mich zwischendurch auch ein paar Mal angerufen, um mir zu sagen, dass alles gut ist. Und wenn ich denn kleinen Mann nachmittags abhole, ist er meistens ins Spielen vertieft und möchte sich eigentlich gar nicht trennen.

Kita-Eingewöhnung: Kind spielt

Wenn Dein Kind sich schnell trösten lässt und spielt, sind Tränen während der Kita-Eingewöhnung nicht schlimm.
Foto: Bigstock

Kita-Eingewöhnung – 13 Tipps, die wirklich helfen

Wenn bei eurem Kind auch die Kita-Eingewöhnung ansteht und ihr euch Gedanken darüber macht, wie es am besten klappt, helfen euch vielleicht diese Tipps:

  1. Versuche, dein Kind schon frühzeitig an andere Personen zu gewöhnen. Wenn zum Beispiel die Oma ab und zu aufpasst, wenn Mama kurz einkaufen geht, kennt es die Situation schon – und weiß, dass Du immer wiederkommst.
  2. Wenn dein Kind zum Start der Kita-Eingewöhnung noch keine Erfahrung mit der Trennung von dir hat, besonders schüchtern oder ängstlich ist, solltest du am besten eine längere Eingewöhnungszeit einplanen.
  3. Gib deinem Kind auf jeden Fall die Zeit, die es braucht. Auch wenn die Eingewöhnung vielleicht länger dauert als geplant. Zeitdruck macht nervös, und das spürt auch dein Kind.
  4. Wenn du die Hauptbezugsperson für dein Kind bist, kann es helfen, wenn der Papa die Kita-Eingewöhnung übernimmt. Deinem Kind fällt die Trennung vom Papa dann oft leichter als die von dir.
  5. Auch wenn du dir vielleicht Gedanken machst: Gehe positiv an das Thema heran. Kinder spüren es, wenn Mama ängstlich ist, und deine Unsicherheit überträgt sich auf dein Kind.
  6. Die Begleitperson sollte während der kompletten Kita-Eingewöhnung die gleiche sein. Gilt natürlich auch für die Bezugserzieherin.
  7. Gib deinem Kind einen geliebten Gegenstand mit. Das kann ein Lieblingskuscheltier sein, eine Schmusedecke oder ein T-Shirt, das nach Mama oder Papa riecht.
  8. Sorge dafür, dass parallel zur Kita-Eingewöhnung keine anderen, großen Veränderungen wie zum Beispiel ein Umzug auf dein Kind zukommen.
  9. Egal, in welchem Stadium die Eingewöhnung sich befindet: Gehe auf jeden Fall morgens mit in den Raum bzw. bringe dein Kind bis zur Tür.
  10. Sorge mit einer kurzen, klaren Verabschiedung dafür, dass dein Kind weiß: Mama geht jetzt.
  11. Sag deinem Kind dabei auch, wann du es wieder abholst. Wenn es die Uhrzeiten noch nicht versteht, kannst du zum Beispiel sagen „Nach dem Mittagessen“, „nach dem Schlafen“, „nach der Obstzeit“,…
  12. Wenn dein Kind beim Abschied weint: Atme tief durch – und geh. Tränen beim Abschied sind nicht immer schlimm: Sie zeigen ein gutes Bindungsverhalten. Wichtig ist, dass das Kind sich schnell beruhigt, sich von der Erzieherin trösten lässt und dann spielt
  13. Wenn die Eingewöhnung geschafft ist, sollte dein Kind möglichst eine ganze Weile regelmäßig zur Kita gehen. Also am besten plant ihr euren nächsten Urlaub so, dass er zeitlich einen größeren Abstand zur Eingewöhnung hat,

Liebe Mama – bitte entspann dich!

Und der wichtigste Tipp zum Schluss: Versuche, dich zu entspannen. Ich weiß, das sagt sich so leicht denn wir Mamas machen uns doch eigentlich immer und über alles Gedanken, oder? Das ist auch völlig in Ordnung, schließlich wollen wir, dass es unseren Kindern gut geht. Aber gerade deshalb sollten wir versuchen, entspannt an das Thema Kita-Eingewöhnung heranzugehen. Damit unsere Kleinen wissen, dass alles gut ist und sie sich keine Sorgen machen müssen – auch wenn Mama mal nicht da ist.

Zum Schluss noch ein Tipp für uns Mamas

Als ich online nach der Kuscheldecke für meinen Sohn gesucht habe, habe ich nämlich noch etwas anderes Tolles entdeckt: Bei MeinFoto gibt es seit Neuestem MIXPIX. Kleine, quadratische Bilder, von denen mehrere an eine Wand passen. Man kann sie nach Lust und Laune aufhängen, wieder abnehmen und anders zusammenstellen, denn sie werden nur mit einer speziellen Aufhängung befestigt, die sich problemlos wieder ablösen lässt. Sieht einfach toll aus und ist super praktisch für Familienfotos.

MIXPIX von MeinFoto: Super für Familienfotos

Die MIXPIX von MeinFoto sind 20 x 20 cm groß und ihr könnt sie auch auf Holz drucken lassen. Sie kosten ab 5 € das Stück, und wenn ihr mindestens 10 bestellt, bekommt ihr sie versandkostenfrei.

Also, viel Spaß beim Fotos aussuchen – und wir drücken euch und eurem Schatz ganz fest die Daumen, damit bei der Kita-Eingewöhnung alles klappt!

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern. Ich liebe den Hafen, fotografiere gern, gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Social Media und Texte ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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