Kita: Darum sollen an einigen Orten Plätze abgebaut werden

Die Jagd nach einem Kita-Platz begann für viele Eltern schon vor der Geburt ihres Kindes. Trotzdem gab es keine Garantie, einen Platz zu finden – und das obwohl jedes Kind in Deutschland ein Recht darauf hat. Nun scheint sich die Situation zu verändern: Schuld sind die sinkenden Geburtenraten.

Sinkende Nachfrage nach Kita-Plätzen in den Kommunen

Noch vor Kurzem gab es lange Wartelisten und plötzlich gibt es Einrichtungen, die nicht mehr richtig ausgelastet sind, berichtet mdr.de. Mancherorts ist sogar die Rede davon, Plätze abzubauen. 

Das beschäftige die städtischen Rathäuser, sagt die Chemnitzer Sozialbürgermeisterin Dagmar Ruscheinsky: „Ja eine Herausforderung ist das natürlich für die Städte. Immer. Und die Geburtenrate ist die, die man am wenigsten lange vorhersehen kann.” Außerdem könne man nicht vorhersehen, ob ein Kind, das ab drei Monaten einen Krippenplatz beanspruchen könnte, dies auch täte.

Leipzig: Nur 85 Prozent der Plätze besetzt

Neben Chemnitz erwarten auch andere Städte in Mitteldeutschland eine geringere Nachfrage an Betreuungsplätzen. Das bestätigten Leipzig, Dresden, Magdeburg, Weimar und Erfurt auf Nachfrage von MDR AKTUELL. An einigen Orten sei dieser Wandel bereits 2023 spürbar gewesen. So waren zum Beispiel in Leipzig im August 2023 nur 85 Prozent der Betreuungsplätze besetzt.

Was bedeutet das nun?

Kitas müssen flexibel bleiben – in Chemnitz wird die Bedarfsplanung beispielsweise jährlich gemacht. Mitte Dezember beschloss der Stadtrat einstimmig, bis 2025 etwa 800 Krippen- und Kindergartenplätze flächendeckend abzubauen.

Sozialbürgermeisterin Ruscheinsky erklärt: „Es wird in einzelnen Kitas durch den Rückbau von Plätzen mehr Möglichkeiten geben, Räume zu nutzen für separate Schlafräume, für zusätzliche pädagogische Angebote, Bewegung für die Kinder. Auch Personalräume wird es geben. Es wird also eine qualitative Verbesserung sowohl für die Kinder als auch für das Personal bedeuten.”

Entlassungen oder Kita-Schließungen seien aber bisher keine zu befürchten. Schließlich kann sich die aktuelle Entwicklung schnell wieder umkehren.

Lena Krause

Ich lebe mit meinem kleinen Hund Lasse in Hamburg. Am liebsten erkunde ich mit ihm die vielen grünen Ecken der Stadt.

Auch wenn ich selbst keine Mama bin, gehören Babys und Kinder zu meinem Leben dazu. Meine Freundinnen machen mir nämlich fleißig vor, wie das mit dem Mamasein funktioniert und ich komme als „Tante Lena“ zum Einsatz.

Schon als Kind habe ich das Schreiben geliebt – und bei Echte Mamas darf ich mich dabei auch noch mit so einem schönen Thema befassen. Das passt einfach!

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