„Ich höre oft, dass mein Sohn mich für seinen Namen hassen wird.”

Die Entscheidung für den Vornamen des Kindes fällt vielen Eltern schwer. Die meisten Eltern möchten nicht, dass er zu gewöhnlich ist, aber gleichzeitig soll er auch nicht zu kompliziert sein. Schließlich möchte man es seinem Kind nicht unnötig schwer machen.

Manchmal passiert das aber vielleicht doch – unabsichtlich. So konnten wir hier schon über Fälle berichten, in denen Mütter ihre Namenswahl für ihr Kind bereuen oder einen massiven Shitstorm kassierten, als der Vorname öffentlich wurde.

Sophia wird im Netz heftig attackiert

Letzteres trifft auch bei Sophia Waterfield zu. Die 32-jährige Journalistin erzählt dem Magazin Sun, dass sie im Netz immer wieder attackiert wird, weil sie ihrem Sohn einen ungewöhnlichen Namen gegeben hat.

 

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Ein Beitrag geteilt von Sophia Waterfield, Journalist (@pheecetious)

Die Kommentare, die sie erhält, haben es in sich: „Spätestens mit drei wird dein Sohn zum Muttermörder” und „Dieser Name ist eine lebenslange Belastung” sind nur zwei davon. Als Journalistin sei Sophia es gewohnt, mit Hasskommentaren umzugehen, aber dass nun ihr Sohn Gegenstand des Shitstorms ist, ist für die Mama schwer zu ertragen.

Um welchen Namen geht es überhaupt?

Nun fragt man sich natürlich: Wie lautet denn der furchtbare Name dieses unglücklichen Babys? Die Antwort klingt überraschend schlicht: Amyas. Die Welle an öffentlicher Kritik brach los, nachdem die 32-Jährige einen Artikel über den ungewöhnlichen Namen ihres Kindes geschrieben hatte.

Anstoß der Empörung ist offenbar, dass die meisten Menschen nicht wissen, wie der Name richtig buchstabiert und ausgesprochen wird (gesprochen „Äm-ie-as”).

Vorname ist von Lieblingsroman inspiriert

„Sogar wenn ich die Leute korrigiere, die seinen Namen falsch aussprechen, machen sie es noch falsch”, erzählt Sophia. Manche fragen auch ganz direkt: „Warum hast du ihm so einen Namen gegeben?” Die Antwort ist einfach: „Mir hat der Name offensichtlich gefallen.”

„Amyas” sei bei ihr schon lange im Hinterkopf gewesen, denn es ist der Name einer Romanfigur ihrer Lieblingsautorin Agatha Christie. Etwas bekannter wäre der Name mit einer anderen Schreibweise: Amias oder Amius. Doch sobald Sophia erfährt, dass sie einen kleinen Jungen bekommt, ist für sie klar, dass es ein Amyas wird.

Schon während der Schwangerschaft sehen viele den Namen kritisch

Besonders gut hat ihr die Bedeutung des Namens gefallen, denn Amyas kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „geliebt”. „Mein Sohn ist geliebt und war sehr gewollt, deswegen hat Amyas perfekt gepasst.

Noch während der Schwangerschaft hätten immer wieder Menschen auf sie eingeredet und versucht, sie von einem anderen Namen zu überzeugen. Nach der Geburt sei das so weitergegangen.

Zunächst habe es Sophia nichts ausgemacht, aber irgendwann hätte sie bemerkt, dass auch die Ärzte genervt waren von der unüblichen Schreibweise. Auch die ständigen Fragen nagten an ihrer Überzeugung.

„Ich wurde schon als ‚dumm‘, ‚anmaßend‘ und ‚geltungssüchtig‘ bezeichnet.”

Während manche Menschen einfach nur ignorant seien und den Namen immer wieder falsch betonen oder schreiben würden, greifen andere Mutter und Sohn sogar direkt an.
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Welche Kritik hast du schon mal für die Namen deiner Kinder bekommen?x

„Mit meiner Namenswahl nicht einverstanden zu sein, ist eine Sache, aber meinen Sohn und mich zu beleidigen, ist unangebracht. Ich wurde schon als ‚dumm‘, ‚anmaßend‘ und ‚geltungssüchtig‘ bezeichnet.”

Immer wieder bekäme sie gesagt, dass ihr Sohn sie einmal hassen wird. Das wäre auch psychisch nur schwer zu ertragen.

Warum wendet sich Sophia nun erneut an die Öffentlichkeit?

Die Mama hat inzwischen nur noch einen Wunsch: „Alles, was ich will, ist, dass die Leute den Namen meines Sohnes ohne Fragen respektieren. Ich weiß nicht, warum die Leute denken, dass sie das Recht auf so starke Meinungen zu diesem Thema haben.”

Wenn man bedenkt, wie oft Kindernamen für Diskussionen sorgen, scheint die Mutter einen Punkt zu haben. Schließlich sind Geschmäcker eben verschieden, das sollte doch jedem Erwachsenen klar sein.

Wenn man nichts Nettes oder Hilfreiches zu sagen hat, kann man doch auch einfach mal still sein.” Stimmt irgendwie, oder?

Was denkt ihr zu diesem Thema? Verratet es uns gerne in den Kommentaren!

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Lena Krause

Ich lebe mit meinem kleinen Hund Lasse in Hamburg und bin dort immer gerne im Grünen unterwegs.

Auch wenn ich selbst noch keine Mama bin, gehören Babys und Kinder zu meinem Leben dazu. Meine Freundinnen machen mir nämlich fleißig vor, wie das mit dem Mamasein funktioniert und ich komme als „Tante Lena“ zum Einsatz.

Seit ich denken kann, liebe ich es, zu schreiben – und bei Echte Mamas darf ich mich dabei auch noch mit dem schönsten Thema der Welt auseinandersetzen. Das passt einfach!

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