Granatapfel in der Schwangerschaft: Das macht ihn so gesund!

Granatäpfel gelten als echtes Superfood, denn sie enthalten viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Auch wenn du ein Baby erwartest, solltest du die leckere Frucht unbedingt auf deinen Ernährungsplan schreiben. Denn der Granatapfel hat während der Schwangerschaft nicht nur positiven Einfluss auf deine Gesundheit, sondern schützt auch das Gehirn deines ungeborenen Babys. Alles, was du als Schwangere über den Granatapfel wissen solltest, haben wir hier für dich zusammengestellt.

1. Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Der Granatapfel versorgt dich während der Schwangerschaft mit wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen, Eisen, Kalzium und Folsäure.
  • Die sekundären Pflanzenstoffe können außerdem dein Immunsystem stärken, den Cholesterinspiegel senken und Herz-Kreislauf-Problemen vorbeugen.
  • Außerdem fördern sie die Gehirnentwicklung deines Babys.
  • Maximal 355 ml Granatapfelsaft solltest du während der Schwangerschaft täglich trinken – und du kannst ihn ganz einfach selber machen.

2. Warum ist Granatapfel in der Schwangerschaft so gesund?

Während der Schwangerschaft hat dein Körper einen erhöhten Bedarf an Vitaminen, Mineralien und vielen anderen Nährstoffen. Schließlich muss er in den nächsten Wochen. Nicht nur dich damit versorgen, sondern auch dein ungeborenes Baby. Granatäpfel enthalten sehr viel Vitamin B und E und versorgen dich mit wichtigem Eisen, Kalzium und besonders viel Folsäure. Die braucht dein Baby, um sich gesund zu entwickeln. Die Bitterstoffe aus den Kernen der Frucht enthalten außerdem Bitterstoffe, die die Verdauung anregen – besonders hilfreich für Schwangere, die unter Verstopfung leiden.

Dazu kommt, dass der Granatapfel so genannte Polyphenole enthält. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die unsere Zellen schützen, das Immunsystem stärken, den Cholesterinspiegel senken und Herz-Kreislauf-Problemen vorbeugen können. Eine Studie hat außerdem gezeigt, dass Granatäpfel möglicherweise auch dazu beitragen können, Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson zu verhindern, indem die sekundären Pflanzenstoffe unser Gehirn schützen. Auch während der Schwangerschaft kann Granatapfelsaft die Gehirnentwicklung deines Babys positiv beeinflussen.

Kein Wunder also, dass dem Granatapfel schon vor Tausenden von Jahren heilende Kräfte zugesprochen wurden. Und auch in seinem Ursprungsland, dem Iran, steht der Granatapfel bei schwangeren Frauen schon fast automatisch auf dem Speiseplan.

3. Darum kann Granatapfel sogar dein ungeborenes Baby schützen

Wie gesagt können die sekundären Pflanzenstoffe aus dem Granatapfel die Gehirnentwicklung deines Babys unterstützen. Das hat eine Studie mit 71 Schwangeren gezeigt, die das Brigham and Women’s Hospital in Boston durchgeführt hat. Die Babys der Frauen litten an einer krankhaften Wachstumsstörung und wurden nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Nachdem die Schwangeren Granatapfelsaft getrunken hatten, wurden die Gehirnzellen der Babys besser vernetzt, und die Entwicklung des Gehirns verbesserte sich deutlich.

Und auch bei der Geburt kannst du deinem Baby vielleicht sogar das Leben retten, wenn du Granatapfelsaft während der Schwangerschaft trinkst. Denn zum einen sorgen die Polyphenole dafür, dass dein Kind besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Zum anderen können sie die Blut-Hirn-Schranke durchbrechen. Das führt dazu, dass dein Kind sich eine Art Schutzfunktion aufbaut, die es abrufen kann, falls es während der Geburt zu einem drohenden Sauerstoffmangel kommen sollte.

4. Granatapfelsaft selber machen: Was sollte ich beachten?

Bei allen gesundheitlichen Vorteilen – einen Nachteil hat der Granatapfel auch. Es ist nämlich nicht ganz einfach, ab seine Kerne zu kommen. Du kannst ihn zum Beispiel durchschneiden und mit dem Kochlöffel auf die Schale klopfen, um die Kerne zu lösen. Oder du legst du halbierte Frucht in eine Schüssel mit Wasser und wartest einige Minuten.

Wenn du keine Lust hast, die Kerne mühsam aus der Schale zu pulen, gibt es noch eine andere, deutlich einfachere Möglichkeit. Du kannst den Granatapfel auspressen und den leckeren Saft trinken. Alles, was du dafür brauchst, ist entweder ein Entsafter, eine Zitruspresse oder ein normales Besteck:

  • Entsafter: Am einfachsten ist es natürlich, wenn du einen Entsafter hast. Dann musst du den Granatapfel nur hineinlegen und abwarten. Das Gerät presst den Saft automatisch heraus und trennt ihn auch gleich vom Fruchtfleisch. Das kannst du übrigens super pürieren und zum Beispiel für einen Smoothie verwenden.
  • Zitruspresse: Wenn du keinen Entsafter hast, ist das auch kein Problem. Mit einer Zitruspresse bekommst du den Saft fast genauso einfach aus dem Granatapfel heraus. Schneide ihn dafür einfach in zwei Hälften und drücke anschließend jede Hälfte einzeln mit der Zitruspresse aus. Dabei solltest du kräftig zudrücken, damit du möglichst viel Saft herausbekommst. Um die Kerne musst du dich nicht kümmern, sie bleiben in der Auffangschale hängen
  • Besteck: Auch ohne Entsafter oder Zitruspresse musst du während der Schwangerschaft nicht auf selbst gemachten Granatapfelsaft verzichten. Steche die Frucht einfach an mehreren Stellen mit einer Gabel oder einem Zahnstocher ein. Jetzt drückst du die Schale zusammen und fängst den Saft in einem Glas auf.

Natürlich kannst du auch einfach fertigen Granatapfelsaft kaufen. Dabei solltest du allerdings darauf achten, dass er keine künstlichen Zuckerzusätze enthält.

4. Wieviel Granatapfelsaft darf ich während der Schwangerschaft trinken?

Ernährungsexperten raten dazu, maximal 355 Milliliter Granatapfelsaft pro Tag zu trinken. Solltest du während der Schwangerschaft einen größeren Vitaminbedarf haben, lohnt es sich, auf ebenso gesunde Alternativen auszuweichen. Eine gute Alternative sind zum Beispiel Äpfel aus regionalem Anbau. Folsäure steckt auch in vielen unterschiedlichen Gemüsesorten wie zum Beispiel Spinat oder Feldsalat.

5. Granatapfel kann dir auch helfen, schwanger zu werden

Übrigens: Wusstest du, dass Granatapfel nicht nur während der Schwangerschaft gesund ist – sondern dir auch bei deinem Kinderwunsch helfen kann? Dank seiner besonderen Pflanzenstoffe kann er nämlich dazu beitragen, deinen Hormonhaushalt auszugleichen, und dir zu einem regelmäßigen Zyklus verhelfen. Außerdem fördern Granatäpfel die Durchblutung, wirken als Aphrodisiakum und können die Qualität von Spermien verbessern. Klingt doch ganz vielversprechend, oder?

Wir wünschen dir alles Gute für die Schwangerschaft.

Mehr Tipps zum Thema „Ernährung in der Schwangerschaft“ bekommst du hier.

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Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.
Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Texte und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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