Dabei waren Ringelröteln nur EINE der Krankheiten, bei der mir der Immunschutz fehlte.
Dennoch erhielt ich kein Beschäftigungsverbot, aber auch keine alternative Beschäftigung im Büro oder ähnliches. Ich sollte in den Gruppendienst. Natürlich waren Kinder anwesend mit Ausschlag. Doch zum einen sind die Ringelröteln überstanden, wenn der Ausschlag auftritt, zum anderen sind Eltern nicht dazu gezwungen, abklären zu lassen, um was es sich handelt. Da mir das für mich und mein Baby zu heiß war, appellierte ich an den Arbeitgeber. Vergebens.
Ich sollte mich krankschreiben lassen und dann Krankengeld beziehen. Nach Kampf und Diskussionen mit Mitarbeitervertretern, die auf meiner Seite waren, kam dann irgendwann der Mutterschutz. Mein Arbeitgeber blieb aber dabei, mich in kein weiteres Beschäftigungsverbot mehr zu schicken, mir aber auch keine Alternative zum Gruppendienst anzubieten.
Ich musste für mich, meinen Schutz und den Schutz meines Babys selbst sorgen.
Und das tat ich und würde es wieder tun. Und nun die Wendung: Nach mir wurden zwei weitere Kolleginnen schwanger. Ich war im letzten Trimester und die beiden im ersten. Sie hatten den selben fehlenden Immunschutz wie ich und beide landeten für die gesamten neun Monate im Beschäftigungsverbot.
Nun bin ich in der Elternzeit. Und wie alle Arbeitskolleginnen in Elternzeit wurde ich zu keiner Weihnachtsfeier, zu keinem Sommerfest und zu keinem Mitarbeiterausflug eingeladen. Aus dem Auge, aus dem Sinn. Ich denke jedem hier ist klar, dass es für mich keinen Weg mehr zurück zu dieser Einrichtung gibt.
Mamas, steht für euch, eure Gesundheit und eure Babys ein!”
Liebe Corinna, vielen Dank, dass wir deine Geschichte erzählen durften. Wir wünschen dir und deiner Familie alles Liebe für die Zukunft!
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„Für die Gesundheit meines Babys musste ich mich mit meinem Arbeitgeber anlegen.”
Von
Lena Krause
14. Januar 2025