Fruchtbarkeitsmassage: Ablauf und Wirkung im Überblick

Eine der sanftesten und angenehmsten Methoden, deine Fruchtbarkeit zu verbessern und die Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen, ist die Fruchtbarkeitsmassage. Diese verbessert nicht nur dein Wohlbefinden, sondern wirkt sich positiv auf den Hormonspiegel, die Durchblutung und die Organe aus. Was bei einer Fruchtbarkeitsmassage genau passiert und ob sie für dich geeignet ist, möchten wir dir nun erklären.

1. Das Wichtigste zur Fruchtbarkeitsmassage zusammengefasst:

  • Bei der Fruchtbarkeitsmassage massiert eine Therapeutin sanft deinen Bauch und Körper.
  • Die Fruchtbarkeitsmassage hilft beim Kinderwunsch, da sie Durchblutung, die Lymphe und den Stoffwechsel anregt, den Hormonspiegel stabilisiert und Blockaden löst.
  • Die Massage ist auch sehr entspannend und du kannst Stress reduzieren
  • Die Fruchtbarkeitsmassage wird von ausgebildeten Therapeuten durchgeführt und jeder Therapeut passt sie individuell an deine Bedürfnisse an.
  • Die Fruchtbarkeitsmassage hilft außerdem bei Endometriose, starken Regelschmerzen und vielen anderen Beschwerden.

2. Fruchtbarkeitsmassage: Was ist das?

Das Ziel ist, die Fruchtbarkeit auf natürliche Weise zu verbessern und so die Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen. Dieser entspannenden und wohltuenden Anwendung werden dafür mehrere zielführende Wirkungen nachgesagt.

Wirkung der Fruchtbarkeitsmassage

Die Fruchtbarkeitsmassage soll unter anderem:

  • die Körpertemperatur normalisieren
  • Blockaden lösen
  • die Durchblutung anregen
  • die Funktion der Fruchtbarkeitsorgane anregen und unterstützen
  • Lymph- und Stoffwechsel anregen
  • Hormonspiegel ausgleichen und stabilisieren

Außerdem entspannt die Massage, verbessert dein allgemeines Wohlbefinden und reduziert Stress. Da ein unerfüllter Kinderwunsch oft zu Stress führt, ist auch das ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Geschichte der Fruchtbarkeitsmassage

Die Fruchtbarkeitsmassage ist keinesfalls eine neue Erfindung. In Südamerika, Indien, Thailand und Malaysien wird die Fruchtbarkeitsmassage schon seit Jahrtausenden angewendet. Viele Therapeuten lassen diese Techniken in ihre Massage einfließen, weshalb es mehrere Varianten der Fruchtbarkeitsmassage gibt.

In westlichen Ländern ist wohl die Fruchtbarkeitsmassage von Dr. med. Gorwi Motha – einer Frauenärztin aus London – am bekanntesten. Im deutschsprachigen Raum hat sich die Methode von Birgit Zart verbreitet. Birgit Zart wurde wiederum von Gorwi Motha angeleitet und geschult.

Funfact Fruchtbarkeitsmassage: Sie wirkt auch bei Männern

Übrigens hat die Fruchtbarkeitsmassage nicht nur für Frauen eine tolle Wirkung, sondern auch für Männer. Da die Fruchtbarkeitsmassage den Hormonspiegel ausgleicht und stabilisiert, wirkt sie sich positiv auf die Produktion der Spermien aus. Es lohnt sich also, die Fruchtbarkeitsmassagen gemeinsam als Paar auszuprobieren!

3. Schwanger werden mit der Fruchtbarkeitsmassage: Funktioniert das wirklich?

Die Fruchtbarkeitsmassage hat erwiesenermaßen eine positive Wirkung auf deinen Körper. Die Effekte der Massage, zum Beispiel die angeregte Durchblutung und der ausgeglichene Hormonspiegel, können dazu führen, dass eine Empfängnis stattfindet.

Viele Frauen berichten von ihren positiven Erfahrungen mit der Fruchtbarkeitsmassage. Mehr als die Hälfte gibt in ihren Erfahrungsberichten an, dass die Massage zur Schwangerschaft geführt hat. Ob die Fruchtbarkeitsmassage auch dir helfen wird, lässt sich so einfach nicht sagen. Jede Frau spricht auf die Behandlung etwas anders an.

Letztendlich kommt es auch darauf an, was der Grund für den unerfüllten Kinderwunsch ist. Die Fruchtbarkeitsmassage ist kein Wundermittel. Liegen ernsthafte Erkrankungen vor, wird auch die beste Massage wohl nicht zur Schwangerschaft führen. Sie ist lediglich eine Hilfe und eignet sich hervorragend als begleitende Therapie für andere Fruchtbarkeitsbehandlungen.

4. Wo kann ich eine Fruchtbarkeitsmassage machen lassen?

In Deutschland gibt es einige Therapeuten, die diese Form der Massage anbieten. Recherchiere sorgfältig, welche Therapeuten es in deiner Nähe gibt und welche Techniken sie anwenden.

Erkunde dich am besten nach Erfahrungsberichten von früheren Patienten und sei bei der Wahl deiner Therapeutin aufmerksam. Zögere nicht, der Therapeutin viele Fragen zu stellen – nicht zuletzt auch, wo sie die Kenntnisse erlernt und welche Ausbildungen sie abgeschlossen hat.

Die Fruchtbarkeitsmassage verläuft über mehrere Wochen, damit dein Körper auf die Behandlung anspricht. Daher ist es besonders wichtig, dass die Praxis seriös ist, du der Therapeutin vertraust und dich gut aufgehoben fühlst.

5. Kosten der Fruchtbarkeitsmassage: Springt die Krankenkasse ein?

Die Kosten für die Anwendung musst du selber tragen. Die Kosten für die Anwendungen können von Praxis zu Praxis etwas variieren. Durchschnittlich kannst du ungefähr mit 60 bis 80 Euro pro Sitzung rechnen.

Die Krankenkassen übernehmen im Normalfall nicht die Kosten für Heilpraktiker, die eine Fruchtbarkeitsmassage durchführen. Nachfragen kannst du natürlich trotzdem.

6. Wie läuft die Fruchtbarkeitsmassage ab?

Eine Fruchtbarkeitsmassage lässt sich in mehrere Abschnitte gliedern. Damit du weißt, was auf dich zukommt, erklären wir dir jetzt, was dich erwartet.

Um Schmerzen brauchst du dir übrigens keine Gedanken zu machen, denn kein Schritt in der Fruchtbarkeitsmassage tut weh. Die gesamte Prozedur ist darauf ausgelegt, möglichst wohltuend zu sein. Lasse deine Therapeutin wissen, falls sich etwas unangenehm anfühlt.

Pro Woche wird eine ca. 45-60-minütige Behandlung durchgeführt. Die gesamte Prozedur besteht also aus sechs Einheiten und spannt sich somit über sechs Wochen. Danach ist erst mal für 6 Monate Pause angesagt. Wirst du in diesem Zeitraum nicht schwanger, kannst du es dann noch mal probieren.

Beratung und Grundbehandlung

Die erste Sitzung ist immer eine individuelle Beratung. Diese Beratung ist ein Zeichen für eine seriöse Praxis und (meist) kostenfrei. Nutze die Chance, viele Fragen zu stellen, mögliche Unsicherheiten anzusprechen und deine Therapeutin kennenzulernen, um Vertrauen aufzubauen.

Ab der zweiten Sitzung startet die Behandlung. Die Massage beginnt immer mit einer „lymphatischen Grundbehandlung”, bei der das Lymphsystem angeregt wird. Dabei massiert die Therapeutin den oberen Rücken sowie den Nacken- und Halsbereich, um die Muskeln zu entspannen und den natürlichen Lymphfluss anzuregen.

Individuelle Körpermassage

Der weitere Verlauf der Massage richtet sich ganz nach deinem Körper und deinen Bedürfnissen. Zudem hat jede Therapeutin ihre eigene Massagetechnik und weiß, was am besten wirkt. Die meisten Therapeuten massieren den unteren Bauchbereich, manche behandeln aber auch Brüste, Po und Schenkel.

Lass dir den Ablauf der Massage am besten genau beschreiben, damit du weißt, was dich erwartet. Möchtest du an bestimmten Stellen nicht berührt werden, lass es deine Therapeutin wissen.

7. Wann im Zyklus ist die Fruchtbarkeitsmassage sinnvoll?

Bei Beratungsgespräch wirst du mit der Therapeutin gemeinsam festlegen, wann der Start der Massage sich am besten für dich anbietet. Normalerweise ist der 23. Zyklustag ein guter Startpunkt, da ab diesem Zeitpunkt im Zyklus die Organe besser auf die Behandlung ansprechen. Die Effekte sollen sich dann im nächsten Zyklus zeigen.

Sprich mit deiner Therapeutin ab, was deine Hoffnungen und Ziele für die Behandlung sind. Die Therapeutin stimmt dann die Massage ganz individuell auf dich ab.

Nach einem Transfer

Manche Frauen wenden die Fruchtbarkeitsmassage bei einer IVF an, um die Einnistungschancen zu verbessern. Auch kann sie nach dem Eisprung durchgeführt werden, um die Chancen auf eine Empfängnis zu erhöhen. Die Therapeutin passt dann die Massage an, um die Einnistung zu unterstützen.

Nach einer Fehlgeburt

Auch nach einer Fehlgeburt hat die Massage eine positive Wirkung. Sie unterstützt die Regeneration der Gebärmutter und hilft deinem Körper, sich zu erholen. Sollte dein Zyklus nach der Fehlgeburt unregelmäßig sein, kann die Fruchtbarkeitsmassage ihn wieder stabilisieren. Dadurch sind auch die Chancen auf eine spätere Schwangerschaft besser.

Während der Periode

Selbst zu Beginn des Zyklus und während der Periode kannst du eine Fruchtbarkeitsmassage durchführen lassen. Die Massage kann bei starken Schmerzen und anderen Menstruationsbeschwerden helfen, da sie entspannend und regenerierend wirkt. Deinen Bauch lässt die Therapeutin bei der Massage dann übrigens aus, damit die Blutung nicht noch verstärkt wird.

Weitere Anwendungsbereiche

Die Fruchtbarkeitsmassage regt auf sanfte Weise die Selbstheilungskräfte deines Körpers an. Sie kann daher z. B. bei folgenden Anwendunggebieten zum Einsatz kommen:

  • Eileiterverklebungen
  • Zysten, Myome
  • Endometriose
  • PMS
  • Regelschmerzen
  • Unregelmäßiger Zyklus
  • Hormonschwankungen
  • Wechseljahresbeschwerden
  • Nach Entfernung der Eierstöcke, Eileiter oder der Gebärmutter
  • Anschießend an eine Operationen des Bauchraums (Leistenbruch)
  • Nach Geburt oder Kaiserschnitt

Kann ich die Fruchtbarkeitsmassage selber durchführen?

Wir empfehlen, die Massage bei einer erfahrenen und ausgebildeten Therapeutin durchführen zu lassen. So stellst du sicher, dass sie richtig gemacht wird und ihr volles Potenzial entfaltet. Zudem sorgen Therapeuten in ihren Räumlichkeiten z. B. auch mit Musik und Aromen für eine passende Atmosphäre, damit du dich komplett entspannen kannst.

Du kannst die Massage aber auch selber durchführen, wenn du es dir zutraust. Dann solltest du dich aber vorher gründlich einlesen und informieren.

Mehr Infos rund ums Thema „Schwanger werden” findest du HIER >>>

Würdest du die Fruchtbarkeitsmassage ausprobieren wollen? Oder hast du schon Erfahrungen mit ihr gemacht? Lass es uns in den Kommentaren wissen – oder in unserer Facebook-Gruppe für Echte Mamas!

Lena Krause

Ich lebe mit meinem kleinen Hund Lasse in Hamburg und bin dort immer gerne im Grünen unterwegs.

Auch wenn ich selbst noch keine Mama bin, gehören Babys und Kinder zu meinem Leben dazu. Meine Freundinnen machen mir nämlich fleißig vor, wie das mit dem Mamasein funktioniert und ich komme als „Tante Lena“ zum Einsatz.

Seit ich denken kann, liebe ich es, zu schreiben – und bei Echte Mamas darf ich mich dabei auch noch mit dem schönsten Thema der Welt auseinandersetzen. Das passt einfach!

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