Erwartungen vs. Realität: Irrtümer über das Elternsein

Bevor das erste Baby als neuer Mitbewohner zuhause einzieht, ist es einfach unmöglich sich vorzustellen, was es WIRKLICH heißt, Mama oder Papa zu sein. Als ich schwanger war, habe ich mir unzählige Dinge vorgenommen. Vielleicht kennt ihr das auch. Ihr habt alles so gut durchdacht, dass ihr euch sicher seid: Ich werde den Alltag mit Baby reibungslos und stressfrei so ganz nebenbei wuppen. Und dann – kommt das wahre Leben dazwischen.

Wenn das Baby erst mal da ist, stellen die meisten von uns fest, dass kaum etwas so läuft, wie geplant. Deshalb kommen hier MEINE persönlichen Top 4 Irrtümer über das Elternsein – plus Tipps für werdende Mamas und Papas, um es besser zu machen. 😉

1. Gute Tischmanieren

Erwartung: In meinen Tagträumen als Schwangere sah das gemeinsame Abendessen immer so aus: Mein Baby sitzt im Hochstuhl und schaut mich gespannt an. Ich mache das Flugzeug, navigiere den Löffel Brei ins Mündchen … und gemeinsam freuen wir uns, dass nahezu nichts danebengegangen ist.

Realität: HAHAHA! Der Brei ist ü-ber-all! Auf dem Boden, am Tischbein, an den Wänden. Wenn nicht versehentlich, dann absichtlich, weil mein Kleiner lieber selbst den Löffel navigieren möchte und sein Essen einfach runterschmeißt, wenn er keinen Hunger mehr hat. Egal ob flüssig, breiig oder stückig.

Mein Tipp: Heute bin ich für nichts dankbarer als für diese Bodenschutzmatten, die man eigentlich unter Bürostühle legt.

Auch wichtig: Ein standfester und abwischbarer Hochstuhl wie der TRIPP TRAPP® Stuhl von STOKKE. In diesem Designklassiker wurde ich selbst als Kind schon gefüttert. Was ich daran erst als Mama zu schätzen gelernt habe: Der Tripp Trapp hat nicht nur verstellbare Sitz- und Fußplatten und wächst mit dem Kind mit – unsere Sechsjährige sitzt auch noch auf ihrem Tripp Trapp – er ist auch so konstruiert, dass er so gut wie gar nicht umkippen kann! Selbst dann nicht, wenn sich das Kind mit den Füßen am Tisch abdrückt oder sich am Stuhl hochzieht.

Für Klein und Groß: Tripp Trapp wächst mit!

Für Klein und Groß: Tripp Trapp wächst mit! Foto: Stokke / @teresacasamonti (IG)

2. Angenuckelte Babykekse

Erwartung: Wo wir schon beim Thema Essen sind: Auf keinen, ich betone, auf KEINEN FALL wollte ich diese eine Sache machen, die ich manchmal bei Müttern beobachtet habe. Ich werde NICHT die angelutschten Kekse meines Sohnes aufessen, habe ich mir vorgenommen. Nein. Keine Chance. Wenn mein Baby nicht mehr mag, werde ich den Keks im Müll entsorgen, wie jeder normale Mensch das tun würde.

Realität: Und heute? Gibt es da diesen Moment, in dem Tom mich mit funkelnden Augen anstrahlt und mir großzügig ein Stück von seinem durchgeweichten Keks anbietet. Na ja, was soll ich da machen? Ihn zu enttäuschen, ist keine Option. Das würde nicht nur sein, sondern auch mein Mama-Herz brechen. Entgegen allen guten Vorsätzen wandert also ein angelullerter Babykeks direkt in meinen Mund. Und was tue ich? Na klar: Ich schwärme „Hmmmmm! Lecker!“

Tischmanieren? Wozu, wenn es beim Essen so viel zu entdecken gibt.

Tischmanieren? Wozu, wenn es beim Essen so viel zu entdecken gibt?! Foto: Bigstock

3. Die Nächte: Mein Baby schläft im …?

Erwartung: Vielen ist es wichtig, dass das Kind in seinem eigenen Zimmer schläft. Vielleicht gehört ihr auch dazu – und das ist vollkommen in Ordnung! Es gibt kein Richtig und kein Falsch. Eltern müssen den Weg wählen, der für sie persönlich richtig ist. Unsere erstgeborene Tochter haben wir mit dem achten Lebensmonat ins eigene Zimmer ausquartiert, denn seitdem schläft sie 10 bis 12 Stunden durch. Bei ihr sind meine Erwartungen tatsächlich eingetroffen und als Kind Nummer zwei unterwegs war, war ich mir sicher, dass ich bei ihm alles exakt genauso machen würde.

Realität: Mein zweieinhalbjähriger Sohn tickt nachts ganz anders: Er ist mittlerweile zwar auch ausquartiert, aber mit ihm schläft immer einer von uns Bettkante an Bettkante in seinem Zimmer. Tom schläft sehr unruhig und wenn er im Halbschlaf nicht sofort jemanden in der Nähe weiß, wird er panisch. Aber hey, es wird besser. Es sind auch immer mal Nächte dazwischen, in denen Tom sich gar nicht rührt und richtig durchschläft.

Mein Tipp: Schafft euch ein Babybett mit Rollen an, zum Beispiel das STOKKE® SLEEPI™, das höhenverstellbar ist und mitwächst. Damit könnt ihr quasi ab der Geburt superflexibel auf das Schlafverhalten eures Babys reagieren! Es kann im Schlafzimmer stehen und bei Schreiattacken easy ein anderes Zimmer geschoben werden. Während ein Elternteil beruhigt, kann der andere wenigstens weiterschlafen.

Das ovale Kinderbett auf Rollen wechselt flexibel mit euch den Raum.

Das ovale Kinderbett auf Rollen wechselt flexibel mit euch den Raum. Foto: PR/Stokke

4. Mein Look: (n)immer wie aus dem Ei gepellt

Erwartung: Wieso soll sich mein Look ändern, nur weil ich Mama bin? So viel Zeit wird ja wohl noch sein, sich

  • zu schminken
  • modetechnisch den neuesten Trends zu folgen
  • regelmäßig zum Friseur zu gehen

Realität: Im Prinzip laufe ich seit Jahren in denselben Klamotten rum. Ich komme zwar ab und zu noch zum Shoppen, aber das, was ich mir kaufe, hängt dann doch meist ungetragen im Schrank, denn im Alltag bekommt immer das praktische Teil den Vorzug. Mein Dutt sieht eh immer gleich aus, egal, wann ich das letzte Mal beim Friseur war. Und statt kleiner, schicker Handtasche kommt immer der prall gefüllte große Mama-Beutel mit, um für alles gewappnet zu sein. Klassiker: Ich stürze so übereilt aus dem Haus in Richtung Kita, dass es nicht mal mehr für einen kurzen Blick in den Spiegel reicht. Unterwegs entdecke ich dann die Flecken auf dem Pulli – und die Tomatensoße im Mundwinkel spätestens dann, wenn ich wieder zu Hause bin.

Fazit:

Als ich Mama geworden bin, hat sich mein Leben zwar um 180 Grad gedreht. Es ist komplett anders geworden, allerdings auch so viel schöner als erwartet. Weil meine Kinder das GRÖßTE für mich sind. Egal, was anders läuft als gedacht. Meine Kinder beim Aufwachsen zu begleiten, ist für mich die wichtigste Erfahrung, die ich je gemacht habe ❤️

 

 

 

Judith Sylla

Ich habe zwei Kinder (2015 und 2019 geboren). Als Mama habe ich eines früh gelernt: Vorsätze sind da, um sie wieder über Bord zu werfen. Intuitiv handeln, statt nach Prinzipien, macht so ziemlich alles und alle entspannter.

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