Du fühlst Dich einsam, seit du Mama bist? So findest du Gleichgesinnte

Die Schwangerschaft und das Wochenbett sind eine magische Zeit. Nie zuvor haben wir mehr Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme erhalten, wie in diesen Wochen und Monaten. Es ist so, als würde das ganze Umfeld von unserem Mutterglück angesteckt. Und doch haben viele Mamas irgendwann, wenn der Alltag mit dem Baby einkehrt, das Gefühl allein zu sein. Es scheint so, als würde mit dem Glanz des neuen Babyglücks mit der Zeit auch das Interesse der (kinderlosen) Freunde schwinden.

Dir geht es genau so? Keine Sorge! Du bist nicht allein! Es gibt so viele frisch gebackene Mütter, die genau dieselben Sorgen haben. Ihr müsst einfach nur einen Weg zueinander finden. Wir haben da ein paar erprobte Ideen, wie das klappen kann:

  1. Der Geburtsvorbereitungskurs

Den Geburtsvorbereitungskurs umkreisen viele negative Assoziationen. Vor allem die Papas versuchen oft, sich davor zu drücken, vor allem wegen der Vorstellung, ihre Partnerin vor fremden Leuten mit Hechelübungen unterstützen zu müssen. Doch wir raten dir, so einen Kurs auf jeden Fall zu besuchen, denn wir halten ihn sogar aus zwei Gründen für sehr wichtig.

Der erste ist ganz klar: So ein Kurs bereitet dich optimal auf die Geburt vor. Du lernst sehr detailliert, wie sie abläuft, was dabei in deinem Körper vorgehen wird, was du tun kannst, um besser mit dem Wehenschmerz umzugehen und noch viel mehr.

Der zweite Grund ist, dass du hier auf eine Gruppe gleichgesinnter Frauen triffst, die ganz genau dieselben Fragen, Sorgen und Hoffnungen haben wie du. Die Kursleiterin wird euch helfen, durch Vorstellungsrunden und Fragemöglichkeiten auch einen Eindruck voneinander zu bekommen.

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Das M in Mama steht für müde ? Das andere M auch ?

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Wenn du dabei jemanden auf Anhieb sympathisch findest, sprich sie direkt an! Trefft euch auf einen Kaffee, verabredet euch auf einen Spaziergang oder trefft euch zum Shopping im Babymarkt. Du wirst sehen, schneller und einfacher ging es nie, neue Freundschaften zu schließen, denn die Gemeinsamkeit Schwangerschaft und Mamasein verbinden ungemein.

  1. Stillgruppe, Mama Café und Co.

Du hast deine Gelegenheit beim Geburtsvorbereitungskurs verpasst? Dann ist die Stillgruppe dein nächstes Ziel. Manche Hebammen bieten diese zusätzlich zum Geburtsvorbereitungskurs an. Es kann also gut sein, dass du dort einige Mamas aus selbigem wieder triffst.

Lass dich vom Namen „Stillgruppe“ nicht irritieren. Natürlich sind die Treffen auch etwas für dich, wenn du nicht stillst oder gar keine Fragen zum Stillen hast, weil das von Anfang an sehr gut klappte. Die Stillgruppe ist ein Ort, an dem sie Mamas mit all ihren Fragen rund um Baby und Wochenbett austauschen können.

Manche Kursleiterinnen bieten auch feste Themen an, zu denen sie beim Treffen einen kurzen Vortrag halten. Es geht aber vor allem um den Austausch mit Gleichgesinnten. Und weil wirklich alle im selben Boot sitzen, kann man sich dort auch ganz leicht öffnen. Freundschaften lassen sich in der Stillgruppe also sogar noch ein bisschen leichter schließen als im Geburtsvorbereitungskurs.

Wenn Du nicht weißt, wo du eine Stillgruppe findest, frag deine Hebamme oder auch deine/n Frauenärztin/-arzt.

  1. Krabbel- oder Spielgruppe

Wenn dein Kind bereits krabbelt oder die ersten Schritte macht, ist eine Krabbel- oder Spielgruppe das Richtige für dich, um anderen Müttern zu begegnen. Nicht nur deinem Kind wird der Kontakt zu Gleichaltrigen Spaß machen. Die Treffen sind meist sehr zwanglos und es gibt viel Gelegenheit, zu quatschen und Gemeinsamkeiten zu entdecken. Auch wenn es sich im ersten Moment komisch anfühlt, zu einer Gruppe hinzuzustoßen, in der man niemanden kennt: Trau dich, denn es geht allen so. Doch schon beim ersten Treffen wirst du spüren, dass so ein Kurs eine nachhaltige Bereicherung für dein Baby und dich ist.

Krabbel- und Spielgruppen gibt es beispielweise von der Familienbildungsstätte, der Volkshochschule oder örtlichen Vereinen, die sich um das Wohl junger Mütter kümmern. Auch hier hat deine Hebamme bestimmt einen Tipp für dich. Oder du schaust einfach im Internet nach solchen Gruppen in deiner Umgebung.

  1. Kinderturnen

Dein Kind läuft und springt bereits durch die Wohnung und weiß gar nicht mehr, wohin mit all der Energie? Dann ab zum Kinderturnen! Fast alle Sportvereine bieten solche Gruppen sehr preiswert an.

Keine Angst, dein Kind wird dort nicht mit rhythmischer Sportgymnastik konfrontiert oder beim Geräteturnen überfordert. Es geht einfach um die Freude an der Bewegung und das Spielen mit anderen. Meist werden ein paar Geräte zum Hüpfen, Klettern und Balancieren aufgebaut, auf denen dein Kind spielerisch seine Koordination schulen kann. Ein Singkreis oder andere Rituale bringen Kinder und Eltern zu Beginn und am Ende der Stunde zusammen.

Auch in diesem Rahmen kommst du sehr schnell mit anderen Müttern ins Gespräch. Und wieder wirst du feststellen, wie viele gemeinsame Themen es gibt, auch wenn man sich das erste Mal unterhält. Die Zeit wird wie im Fluge vergehen, und das Beste: Dein Kind wird am Abend wunderbar einschlafen, weil es sich mal wieder so richtig austoben konnte.

  1. Was gibt es sonst noch?

Wenn dein Kind in die Kita- oder den Kindergarten geht, lernst du am schnellsten andere Eltern kennen, wenn du dich bei Kindergartenfesten oder sogar im Elternbeirat engagierst. Das klingt zwar nach viel Arbeit, ist es aber nicht und es macht wirklich Spaß. Auch hier sprechen wir aus eigener Erfahrung.

Darüber hinaus bieten die Büchereien vielerorts schon für die Kleinsten Vorlesestunden an. Auch dort triffst du andere Mütter und bekommst viel Inspiration für dein eigenes Leseritual am Abend. Wem es liegt, kann auch in der Kirchengemeinde viele andere Eltern und Kinder treffen, beispielsweise im Mini-, Kinder- oder Familiengottesdienst, bei gemeinsamen Freizeiten, beim Ferienprogramm oder im Kinder-Kirchenchor, der in vielen Gemeinden schon Stunden für Drei- bis Vierjährige anbietet.

Wie du siehst, ist es also gar nicht so schwierig, andere Mamas zu treffen. Das einzige, was du dafür tun musst, ist das Haus zu verlassen und über deinen eigenen Schatten zu springen, falls es dir schwer fällt, andere Menschen anzusprechen. Wir sind sicher, dass du das schaffst und wünschen dir viele gute Gespräche mit den Mamas in deiner Umgebung!

Anna Moniz

Vor zwei Jahren hat es mich mit meinem Mann und unserer Tochter vom hohen Norden nach Niederbayern verschlagen. Hier arbeite ich als Autorin für Echte Mamas sowie als freie Texterin und PR-Beraterin. Die Turbulenzen des echten Mamalebens halten mich dabei täglich auf Trab und machen mich gleichzeitig zum glücklichsten Menschen aller Zeiten.

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