„Die Ärzte sagten, ich kann nicht schwanger werden – jetzt bin ich Mama“

Wenn man schon früh weiß, dass man vermutlich nie schwanger werden kann, ist das für viele Frauen ein schwerer Schlag. Aber glücklicherweise liegen die Ärzte mit ihrer Prognose nicht immer richtig. So wie bei Raffaela aus unserer Community. Obwohl sie nach einer schweren Erkrankung gesagt bekam, dass sie keine Kinder bekommen könne, hält sie heute ihre kleine Tochter in den Armen. Die ganze Geschichte hat uns Raffaela hier erzählt:

Manchmal gibt es Wunder eben doch

Es ist eine Geschichte, die Mut macht. Denn eigentlich war die Sache für Raffaela klar: Nach einer überstandenen Krebsbehandlung sagten die Ärzte ihr schon früh, dass sie nie Kinder bekommen könne. Und auch die 32-Jährige selbst hatte das Thema Baby nach einigen erfolglosen Versuchen eigentlich innerlich schon abgehakt. Doch dann stellt sie eines Tages fest, dass sie schwanger ist – und bringt ein gesundes Mädchen zur Welt:

„Mein Name ist Raffaela, und ich bin 32 Jahre alt. Als ich 8 war, bin ich an Krebs erkrankt. Nach vielen Chemotherapien, Bestrahlungen und anderen nicht-schulmedizinischen Therapien sagten die Ärzte meinen Eltern, dass ich nie Kinder bekommen kann. Meine Eltern sagten es später dann mir. Das war natürlich erst einmal sehr ernüchternd.

Man weiß, dass man eine Familie gründen möchte, aber es ist nicht möglich.

2016 habe ich dann meinen Lebensgefährten kennengelernt. Wir haben irgendwann natürlich auch über das Thema Nachwuchs gesprochen, aber nach Meinung der Ärzte sollte das ja nie klappen. Nach 1,5 Jahren meinte mein Partner dann, dass wir es einfach versuchen sollen. Wir konnten dabei ja nichts verlieren.

Ich habe auch mehrmals einen Schwangerschaftstest gemacht, aber sie waren alle negativ. Für mich war das jedes Mal wie ein Schlag ins Gesicht. Ich war deprimiert und habe mich unfähig gefühlt. Als ich dann eine Weiterbildung zur Pflegedienst-Leistung anfing, hakten wir den Kinderwunsch ab und adoptierten einen Hund.

Im August wurde ich plötzlich launisch und mir wurde ständig übel

Ich musste mich mehrfach übergeben, konnte den Geruch von Frikadellen nicht mehr ertragen, und Weintrauben schmeckten für mich metallisch. Mein Mann meinte, die Anzeichen wären eindeutig, und ich solle doch bitte eine Schwangerschaftstest machen. Ich wurde ziemlich sauer und erinnerte ihn an die bisherigen Tests, die alle negativ waren. Aber weil es ihm so wichtig war, und weil ich ihm beweisen wollte, dass ich Recht hatte, kaufte ich einen Test, der das Ergebnis deutlich als „schwanger“ oder „nicht schwanger“ anzeigte. Ich wollte, dass mein Mann das negative Ergebnis schwarz auf weiß hat.

Nachdem ich den Test gemacht hatte, wollte ich erst gar nicht nachschauen, um mir eine weitere Enttäuschung zu ersparen. Irgendwann meinte mein Mann dann, der Test müsste doch längst fertig sein, ich solle doch mal nachschauen gehen. Ich nahm also den Test, ohne ihn richtig anzuschauen, sondern sagte direkt: ‚schau – nicht…‘

Oh Gott – doch schwanger!

Wir haben uns noch nie so gefreut, wie zu dem Zeitpunkt. Ich habe nur gedacht, aber es kann doch gar nicht sein. Dass mein Wunsch jetzt doch noch erfüllt wird, obwohl man mir gesagt hatte, es würde nicht gehen. Ich war so unendlich glücklich! Hatte aber auf der anderen Seite auch riesige Angst, dass mein Kind krank zur Welt kommen könnte.

Die Schwangerschaft selbst war dann auch nicht ganz leicht. Ich hatte zweimal Blutungen und panische Angst, meine Tochter zu verlieren. Trotzdem war es einfach wunderschön, den ersten Ultraschall zu erleben, bei dem ihr Herzchen schlug. Ihre ersten Tritte zu spüren, wenn sie sich bewegte.

Raffaelas kleine Tochter ist ein kleines Wunder.

Raffaelas kleine Tochter ist ein kleines Wunder.
Foto: privat

Am 9. April 2020 um 02:02 Uhr kam unsere Tochter zur Welt – kerngesund.

Sie das erste Mal im Arm zu halten, war ein überwältigendes Gefühl Ich habe zu ihr gesagt ‚Hallo, mein kleines Wunder!“ und vor Freude geweint. Luna Antonia heißt unsere Kleine. Sie ist das Beste, was uns je passiert ist, und unser ganzer Stolz.

Am liebsten würde ich den Ärzten sagen „Hah! Sehr ihr? Ihr hattet Unrecht und habt nicht an mich geglaubt!“

Und an alle Frauen, denen es genauso geht wie mir: Fangt nie an, an euch zu zweifeln und gebt den kleinen Funken Hoffnung nicht auf. Glaubt an euch und haltet an euren Träumen fest. Ihr seid wunderbar!

Vielen Dank, liebe Raffaela, dass du deine berührende und Mut machende Geschichte mit uns geteilt hast!

Wir freuen uns auf deine Geschichte

Hast Du etwas ähnliches erlebt oder eine ganz andere Geschichte, die Du mit uns und vielen anderen Mamas teilen magst? Dann melde Dich gern! Ganz egal, ob Kinderwunsch, Schwangerschaft oder Mamaleben, besonders schön, ergreifend, traurig, berührend, spannend oder mutmachend – ich freue mich auf Deine Nachricht an [email protected]

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für SEO und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

Alle Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen