Wer hat die Petition für das Corona-Geld für Eltern ins Leben gerufen?
Am 15. April verkündete Angela Merkel die ersten Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Katharina Mahrt aus Berlin-Neukölln hat wie viele Eltern gehofft, dass diese etwas Entlastung bringen – aber leider wurden die Kitas erstmal nur am Rande erwähnt. „Es geht einfach nicht und ich bin am Rande meiner Kräfte“, sagt die 32jährige Mama im Berliner Kurier. Sie ist zudem ins Berliner Bündnis „Kitakrise“ involviert und weiß schon daher, dass zusätzlich zur Doppelbelastung bei vielen Familien auch das Geld knapp wird. Deswegen kam ihr die Idee der Petition an Angela Merkel.
Was genau fordert die Petition?
Die Petition „1000 Euro Corona-Kindergeld für Familien“ fordert eine Soforthilfe für Eltern mit Kindern, und zwar – wie der Name schon sagt – 1000 Euro im Monat. Für Alleinerziehende seien 1500 Euro sinnvoll.
Was ist die Kritik an den Lockerungen der Maßnahmen?
„Die Familien wurden nur am Rand erwähnt. Ich bin wütend auf Merkel!“, sagt Katharina Mahrt über die Lockerungen des 15. Aprils.
Wichtig ist ihr dabei aber auch: Sie findet sie die harten Corona-Regeln im Sinne der Gesundheit sinnvoll! Dass die Kitas zu sind, sei verständlich und richtig. „Ich finde es richtig und wichtig, dass wir als Gesellschaft alle zusammenstehen und dafür sorgen, dass sich die Pandemie nicht weiter ausbreitet und Risikogruppen – zu denen auch Kinder, Eltern und Erzieher*innen zählen – geschützt werden“, schreibt sie zu ihrer Petition.
Das große Problem an der Sache sei jedoch, dass niemand dabei überlege, wie es den Eltern geht. „Wir können dabei die Eltern nicht einfach mit den Folgen der Kita- und Schulschließungen sich selbst überlassen.“ Die Bundesregierung hat sich von dem Expertengremium der Akademie Leopoldina beraten lassen und „das waren alte, weiße Männer, die von Kleinkindbetreuung wenig verstehen!“ erklärt Katharina Mahrt im Berliner Kurier.
Wie wird die Petition Corona-Geld für Eltern begründet?
Die 32jährige erzählt, dass sie alleinerziehende Mamas aus Berlin kenne, die sich selbstständig gemacht hätten und nun keine Aufträge mehr bekämen. Eltern, die vor dem Morgengrauen (und somit vor ihren Kindern) aufstehen würden, um schon mal vorab zu arbeiten und dann noch Spätabends den Rest erledigen würden. Das ist auf Dauer wahnsinnig kräftezehrend. „Familien brauchen jetzt dringend Entlastung.“
Katharina Mahr ist der Meinung, dass 1000 Euro alle Familienmitglieder entlasten würden, wenn sie sie dafür nutzen könnten, was ihnen gerade helfen würde: Einen Babysitter engagieren, weniger Stunden arbeiten… Und all das ohne drohende finanzielle Probleme.
Welchen Anklang findet die Petition?
Aktuell haben fast 25.000 Menschen die Petition unterschrieben. Du willst auch? Dann klicke hier.
Zudem unterstützt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) die Idee.
Aber jetzt sagt mal: Wie findet ihr diese Idee? Sollten alle Eltern von Kita-Kindern einen entlastenden Bonus von 1000 Euro bekommen? Oder findet ihr das übertrieben? Oder würde euch etwas anderes vielleicht mehr helfen?
Ja
Ich unterstütze die Petition
Ich bin der Überzeugung das alle Eltern dieses bekommen sollten undzwar sind durch die neuen Regeln die Familien in vielerlei Hinsicht mehr beladts sei es bei Besorgungen hygienische artikel Desinfektion oder Masken beschaffen oder auch für kinder die in kitas und Schulen zu Mittag gegessen haben jetzt die Familien selber tragen müssen also ist diesee betrag für eine familie mit z. B vier Kindern gerade ausreichend
Bin selber Vater eines KiTa-Kindes. Ja, ich würde es begrüßen, wenn es eine finanzielle Unterstützung geben würde (die weiteren Belastungen und Anstrengungen kann uns Eltern aktuell keiner abnehmen). Aber 1000 bzw bei Alleinerziehenden sogar 1500 Euro finde ich deutlich überzogen! Einen Betrag von 200 – 300 Euro pro Familie ist in meinen Augen seriöser, fairer (auch gegenüber kinderlosen Familie, die auch anderweitig unter der aktuellen Situation leiden) und evtl. noch finanzierbar.
Wenn ich hier lese „mir fehlen als Alleinerziehende durch Kurzarbeit 700 Euro“ (mit dem Ruf nach 1500 Euro bliebe dann sogar deutlich mehr im Portmonee), dann kann ich mir leicht das „normale“ Netto ausrechnen (67 % Kurzarbeitergeld = sonst 2.100 Euro netto zzgl. Unterhalt/Rente oder was auch immer und zzgl. Kindergeld); so viel hätte sicherlich manche Familie gerne in normalen Zeiten zur Verfügung. Aber es wird nach gerade mal einem Monat geschrieen, dass staatliche Hilfen zu langsam kommen!?!?!? Da ist an der ein oder anderen Stelle wohl etwas schief gelaufen (in den letzten Monaten, Jahren was zurücklegen, Haushalts-/Wirtschaftslehre ….). Da wundert es mich auch nicht mehr, wenn solche Leute als Rentner jammern, da die gesetzliche Rente geringer ist als das letzte Netto und selber nie irgendetwas gespart wurde: aber der Staat und die Gesellschaft werden es schon richten!