Verlängerung der Kontaktsperre und Kitas und Schulen bleiben vorerst zu

Wir haben fast alle auf die Tage nach Ostern hingefiebert, denn wir hoffen, nun endlich Klarheit zu bekommen, wie es weitergeht. Wie wir zurück zur Normalität finden, raus aus der Corona-Krise.

Nun ist es soweit. Angela Merkel spricht in einer Pressekonferenz gemeinsam mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, Hamburgs erstem Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher und Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz über die weiteren Maßnahmen am heutigen Tag der Entscheidung.

Diese gelten vorerst bis zum 03. Mai, am 30. April besprechen sich die Bundesländer erneut.

Verlängerung der Ausgangssperren

Wie schon zu erwarten, bleibt es bei den bisher bekannten Regeln: Der Mindestabstand von 1,5 Metern bleibt und nach wie vor darf man sich nur alleine oder mit Personen aus dem eigenen Haushalt nach draußen begeben, maximal mit einer weiteren Person aus einem anderen Haushalt.

Schulen und Kitas

Mit das größte Streitthema ist die Situation um Schulen und Kitas. Auch Kanzlerin Merkel nennt es eine „schwierige Situation für Eltern“, denn es gibt derzeit nur eine Notbetreuung und „Home-Schooling“. Keine Spielplätze, keine Freunde treffen – all das bedeutet natürlich auch eine hohe Belastung, für Kinder und ihre Eltern.

Hier ist ein schrittweises Vorgehen geplant – erstmal bei den Schulen. Im Fokus stehen dabei die Abschlussklassen, dann die, die einen Schulwechsel vor sich haben. Danach folgen die übrigen Klassen. Ab dem 04. Mai ist mit einem schrittweisen Ablauf zurück in den Alltag zu rechnen, denn dafür braucht es ausgearbeitete Konzepte, die mit einem hohen logistischen Aufwand verbunden sind, um den Zwischenerfolg nicht wieder zu zerstören.

Wann die Kitas wieder geöffnet werden, das wurde in der Konferenz nicht bekannt gegeben. Sie bleiben vorerst geschlossen.

Aufatmen für kleinere Geschäfte, aber nicht für Friseurbetriebe

Der Bund will Geschäfte bis zu 800qm Verkaufsfläche ab Montag wieder öffnen, allerdings mit gut ausgearbeiteten Hygienekonzepten. Zum Beispiel soll vermieden werden, dass sich auf der Straße große Schlangen bilden.

Friseurbetriebe müssen noch ein wenig Geduld haben. Vor dem 04. Mai ist hier mit keiner Wiederaufnahme der Arbeit zu rechnen, denn auch hier seien strenge Hygienekonzepte notwendig.

Keine Maskenpflicht, aber Empfehlung

Anders als beispielsweise in Österreich wird es in Deutschland vorerst keine Maskenpflicht geben. Aber „es ist dringend empfohlen die Alltagsmasken im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen zu verwenden“, sagt Angela Merkel in der Pressekonferenz.

Weiterhin keine Großveranstaltungen

Für Großveranstaltungen sieht das Ganze erstmal nicht so rosig aus, denn diese bleiben definitiv bis Ende August aus. 

Auch Gottesdienste sind weiterhin verboten. 

Bars, Restaurants, Shoppingmalls, Clubs und Hotels

Einige, die sich zumindest bis zum 03. Mai gedulden müssen, sind die Besitzer von Bars, Restaurants, Shoppingmalls, Clubs und Hotels. Sie müssen auch für die nächsten beiden Wochen geschlossen bleiben. Das Abholen und Liefern von Essen ist aber weiterhin erlaubt.

Fazit

Das Gute ist: Es gibt immer mehr Genesene und weniger Infizierte. Wir haben bereits den vierten Tag infolge zurückgehende Zahlen der Infektionen. Damit ist ein Zwischenerfolg erreicht. Doch Angela Merkel bittet um Vorsicht, denn „es ist ein zerbrechlicher Zwischenerfolg, der sich in eine gute Richtung entwickelt. Aber wir haben auch nicht viel Spielraum,“ so die Kanzlerin. Ein falsches Vorpreschen wäre also fatal.

Fakt ist, der Virus ist präsent, bis wir einen Impfstoff haben. Aber in kleinen Mäuseschritten finden wir den Weg zurück, wir dürfen nur nicht aufgeben und müssen durchhalten. Wir schaffen das!

Die nächste Besprechung der Bundesländer ist für den 30. April angesetzt.

Tamara Müller

Als süddeutsche Frohnatur liebe ich die Wärme, die Berge und Hamburg! Letzteres brachte mich vor vier Jahren dazu, die Sonne im Herzen zu speichern und den Weg in Richtung kühleren Norden einzuschlagen. Ich liebe die kleinen Dinge im Leben und das Reisen. Und auch wenn ich die einzige Nicht-Mama im Team bin, verbringe ich liebend gerne Zeit mit Kindern.

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