Babynamen verraten – ja oder nein?

Die Suche nach dem passenden Babynamen stellt viele werdende Mamas vor eine große Herausforderung. Aber irgendwann findest du ihn: Den Vornamen, der einfach perfekt für dein Kind ist. Vor lauter Begeisterung würdest du ihn am liebsten mit der ganzen Welt teilen! Aber solltest du wirklich den Babynamen verraten, bevor dein Schatz auf der Welt ist? Wir verraten dir 6 Gründe, die dagegensprechen – und einige Argumente dafür.

Soll ich den Babynamen vor der Geburt verraten?

Wenn du schon Kinder hast oder gerade schwanger bist, weißt du vermutlich, dass es nicht immer einfach ist, den richtigen Babynamen zu finden. Die Auswahl ist einfach so groß, die eigenen Wünsche und Ansprüche sind oft nicht viel kleiner. Umso schöner ist der Moment, in dem du weißt: Genau DIESER eine Baby-Vorname ist perfekt für mein Kind.

Oft ist der erste Impuls, den Namen sofort mit der Familie, Freunden und vielleicht auch dem Bekanntenkreis zu teilen. So groß sind die Vorfreude und der Stolz. Es gibt sicher auch Gründe, die dafür sprechen, den Babynamen schon vor der Geburt zu verraten. So ersparst du dir zum Beispiel die ständige Nachfrage „Habt ihr denn schon einen Namen?“ Genauso wie die Frage „Wisst ihr schon, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird?“.

Außerdem gibt es deinem Umfeld die Gelegenheit, sich wunderschöne, personalisierte Geburtsgeschenke zu überlegen. Und falls jemandem der Baby-Vorname nicht gefällt, musst du dich mit den Kommentaren nicht nach der Geburt herumschlagen.

6 Gründe, den Babynamen nicht zu verraten

Klingt eigentlich erst mal gut, oder? Allerdings gibt es (zumindest aus unserer Sicht) einige Gründe mehr, die dagegensprechen, den Babynamen vorher zu verraten:

1. Jede*r hat eine Meinung zum Babynamen – und wird sie dir auch mitteilen

Du hast den perfekten Babynamen gefunden und bist überzeugt, dass er alle anderen genauso begeistert? Wir wollen dir deine Illusion nicht rauben, aber: Das wird vermutlich nicht der Fall sein. Denn Geschmäcker sind (zum Glück) bekanntlich verschieden, und gerade, wenn es um Babynamen geht, hat einfach so gut wie jede*r eine Meinung dazu – und die ist nicht unbedingt immer positiv.

Deshalb solltest du dich darauf vorbereiten, dass du von allen Seiten Feedback zu deinem Wunschnamen bekommen wirst, ob du willst oder nicht. Das kann unglaublich anstrengend (und nervig!) sein, am besten stehst du selbstbewusst hinter dem Namen und lässt dich nicht verunsichern ein.

Wenn du sicher bist, dass der Name perfekt für dein Baby ist – dann lass dich am besten gar nicht erst auf Diskussionen ein.

Das Gleiche kann (und wird) dir (vermutlich) nach der Geburt auch passieren. Dann gibt es allerdings deutlich weniger Diskussionspotential, denn schließlich hat dein Baby seinen Namen jetzt schon.

2. Andere Schwangere könnten den Namen übernehmen

Du bist gemeinsam mit einer Freundin, Bekannten, Kollegin schwanger? Wie toll, dann könnt ihr diese gemeinsame Zeit zusammen erleben! Allerdings solltest du dir in diesem Fall zweimal überlegen, ob du den Babynamen verraten möchtest, bevor dein Kind auf der Welt ist. Denn wenn du denn Namen so toll findest, tun andere werdende Mamas das vielleicht auch – und es kann passieren, dass sie ihr Kind genauso nennen. So wie diese Frau hier, die ihrer Schwester kurzerhand den Babynamen geklaut hat.

Es stört dich nicht, wenn in deinem Umfeld ein Baby genauso heißt wie deins? Dann spricht natürlich nichts dagegen, den Namen schon vor der Geburt zu verraten.

3. Der Name passt nicht zum Baby – und jetzt?

Stell dir vor, du hast den perfekten Babynamen gefunden und verrätst ihn voller Stolz und Vorfreude deiner Familie, deinen Freunden und Bekannten. Dann ist der große Moment da, auf den du so lange gewartet hast. Du hältst zum ersten Mal dein Baby im Arm, schaust es an – und bist dir auf einmal sicher, dass er Name überhaupt nicht passt.

Und jetzt? Musst du nicht nur dringend einen neuen Vornamen für deinen Schatz finden, sondern auch allen erzählen, dass dein Baby nun doch einen anderen Namen bekommt. Vielleicht hat der ein oder andere auch schon ein personalisiertes Geburtsgeschenk gekauft. So oder so wird es mit Sicherheit Diskussionen geben. Willst du dir das so kurz nach der Geburt wirklich antun?

4. Ihr könntet euch noch umentscheiden.

Auch wenn du dir ganz sicher bist, dass du DEN perfekten Namen für dein Baby gefunden hast: Es kann immer noch passieren, dass du deine Meinung änderst. Vielleicht bekommt in deinem Freundeskreis jemand vor dir ein Baby und nennt es genauso, dann könnte es schnell so wirken, als hättet ihr den Namen „nachgemacht“. Abgesehen davon stört es manche werdenden Eltern auch, wenn ihr Baby genauso heißt wie das der Freunde.

Es kann auch passieren, dass du einen Babynamen wunderschön findest, deine Begeisterung aber nachlässt, wenn du ihn häufiger laut aussprichst. Das solltest du also in jedem Fall ausgiebig testen, bevor du dich festlegst – und dein*e Partner*in auch.

Auch möglich: Du hörst plötzlich einen Vornamen, an den du bisher noch gar nicht gedacht hast, und er begeistert dich sofort so sehr, dass du deinen bisherigen Plan über den Haufen wirfst.

5. Der Überraschungseffekt bleibt aus

Viele Paare möchten Familie und Freunde nach der Geburt überraschen. Deshalb wird oft das Geschlecht des Babys vorher nicht verraten – und damit natürlich auch nicht der gewählte Vorname. Das macht die Spannung um so größer und die Geburt für alle noch ein bisschen besonderer, als sie eh schon ist.

Diesen Überraschungseffekt habt ihr natürlich nicht mehr, wenn ihr den Babynamen vorher verratet. Ob ihr darauf verzichten möchtet oder nicht, liegt natürlich – wie alles – ganz bei euch.

6. Du kannst dich nicht mit deine*r Partner*in einigen

Zu guter Letzt ein Argument, dass es euch quasi unmöglich macht, den Babynamen vor der Geburt zu verraten. Wenn dein*e Partner*in und du euch nicht auf einen Namen einigen könnt, wird es natürlich schwierig. Denn wenn du freudestrahlend verkündest, dass eure Tochter Mia heißen wird, dein*e Partner*in aber gleichzeitig Sophie als Favoriten verbreitet, führt das nicht nur zu Verwirrung – sondern kann auch richtig Streit geben.

Deshalb solltet ihr euch beide absolut sicher sein, was den Wunschnamen eures Babys betrifft.

Aber keine Sorge: Selbst wenn ihr euch bis zur Geburt nicht einigen könnt, ist das noch kein Drama. Denn auch, wenn euer Schatz endlich auf der Welt ist habt ihr noch vier Wochen Zeit, einen endgültigen Vornamen festzulegen. Solltet ihr das nicht tun, entscheidet ein Richter, wer von euch entscheiden darf. Deshalb lieber vorher einigen 😉 Oft wird das um einiges einfacher, wenn ihr euer Baby erst einmal seht.

Bringt es Unglück, den Babynamen zu verraten?

Bist du abergläubisch? Dann kennst du vielleicht den Mythos, dass es Unglück bringen soll, den Babynamen vor der Geburt zu verraten. Davon war man übrigens schon im Mittelalter überzeugt. Deshalb verrieten viele Eltern den Namen des Nachwuchses erst bei der Taufe.

Und in China ist es heute noch so, dass Eltern ihren Kindern während der Schwangerschaft teilweise sogar falsche Namen geben, um böse Geister zu verwirren und abzuschrecken. Aus diesem Grund greifen manche Eltern dort auch nach der Geburt erst einmal zu einem so genannten „Milchnamen“, der häufig eine unattraktive Bedeutung hat. Den richtigen, schönen Vornamen bekommt das Kind erst später.

Ob du an solche Legenden glaubst oder nicht, liegt natürlich ganz bei dir. Aber selbst, wenn du es für Unfug hältst: Eine gute Ausrede, um den Babynamen nicht zu verraten, hast du damit schon mal..

Wann ist der beste Zeitpunkt, um den Babynamen zu verraten?

Wenn du den Babynamen schon vor der Geburt verraten möchtest, empfehlen viele, zumindest die ersten 12 Schwangerschaftswochen abzuwarten. Denn auch, wenn die Freude gerade riesig ist – leider ist das die Zeit, in der es zu den meisten Fehlgeburten kommt.

Wenn du es so lange aushalten kannst, ist auch die Taufe ein guter Zeitpunkt, um den Babynamen zu verraten. So macht es zum Beispiel in Dänemark die Königsfamilie

So bekommst du trotzdem Feedback: Zum Beispiel in unserer Facebook-Gruppe anonym posten und nach Feedback fragen.

Und was spricht dafür, den Babynamen vor der Geburt zu verraten?

Du kannst es kaum aushalten und möchtest den Babynamen am liebsten in die ganze Welt hinausrufen? Können wir auch verstehen! Denn bei all den Gründen, die dagegen sprechen, den Babynamen zu verraten, gibt es natürlich auch einige Argumente dafür:

Endlich keine Fragen mehr!

„Wisst ihr denn schon, wie es heißen soll?“ Ganz ehrlich, am Anfang der Schwangerschaft ist diese Frage noch niedlich, und man freut sich darüber, dass alles so mitfiebern. Aber spätestens bei der gefühlt 78. Wiederholung, vielleicht noch kombiniert mit einem drängelnden „Jetzt sag doch mal!“ wird es nervig.

Die ewige Fragerei kannst du beenden, indem du dich entscheidest, den Babynamen zu verraten. Vielleicht ja nur der Familie und engen Freunden, dann sparst du dir auch (zu) viele unnötige Kommentare.

Mitwisser fühlen sich nicht (mehr) ausgeschlossen

Gleichzeitig signalisierst du allen „Mitwissern“, dass du sie gern einbeziehen möchtest, und sie an deiner Vorfreude teilhaben lässt. So fühlt sich niemand ausgeschlossen oder ist vielleicht sogar beleidigt, und ihr könnte die Schwangerschaft zusammen noch ein bisschen mehr genießen.

Dein Baby kriegt eine Identität

Ein weiterer Grund, den Babynamen zu verraten: Durch den Vornamen können auch andere schon eine persönlichere Beziehung zu deinem Kind aufbauen. Anstatt es „Baby“ zu nennen, können sie sich schon einmal an den Namen gewöhnen, und es auch so ansprechen. Das gibt deinem Schatz eine Identität und macht ihn schon vor der Geburt zu einem Teil der Familie.

Feedback zum Namen kann helfen

So nervig all die Kommentare zum Babynamen auch sein können: Manchmal kann das Feedback auch helfen. Zum Beispiel dann, wenn es um Aussprache und Schreibweise des Namens geht.

Falls du merkst, dass mehrere Personen Schwierigkeiten haben, den Namen richtig auszusprechen oder zu buchstabieren, kann das bedeuten, dass auch dein Kind mit diesen Schwierigkeiten zu kämpfen haben wird – und zwar sein ganzes Leben lang.

In diesem Fall solltest du noch einmal überlegen, ob der Name wirklich der Richtige für dein Baby ist. Vielleicht findet sich ja eine einfachere Variante oder Alternative, die dein Schatz nicht ständig buchstabieren und korrigieren muss.

Auf der anderen Seite ist es natürlich schön, wenn der Name auch anderen Menschen gefällt. Klar, im Endeffekt müssen nur du, dein*e Partner*in und natürlich dein Kind damit glücklich sein. Aber positives Feedback fühlt sich doch gut an, oder? Und über ein bisschen Unterstützung bzw. Bestärkung freuen wir uns doch alle.

Personalisierte Geschenke zur Geburt

Ja, wir geben zu, dieser Vorteil ist etwas materiell gedacht und trotzdem schön. Denn es gibt einfach so viele, wunderschöne Ideen für personalisierte Geburtsgeschenke. Ob Schmusetuch*, Babydecke*, Body* oder vieles mehr – die Auswahl ist riesengroß, und dein Baby bekommt in jedem Fall ein einzigartiges Geschenk, das perfekt zu ihm passt. Ein guter Grund also, den Babynamen doch zu verraten, oder was meinst du?

Zum Abschluss haben wir noch einen Tipp für alle Unentschlossenen. Falls ihr nicht sicher seid, ob ihr den Babynamen verraten wollt oder nicht, sagt doch einfach, dass ihr euch noch nicht einigen konntet und nennt ein paar eurer Namensfavoriten.

So haben alle das Gefühl, dass sie mitentscheiden dürfen, und ihr bekommt wertvolles Feedback zu eurem Wunschnamen. Und: Falls ihr euch doch noch einmal umentscheiden solltet, bekommt es niemand mit.

Für was ihr euch auch entscheidet – wir wünschen euch auf jeden Fall alles Gute!

Jetzt sind wir natürlich gespannt: Habt ihr den Babynamen vor der Geburt verraten? Oder euch bewusst dagegen entschieden? Wie hat euer Umfeld reagiert? Und würdet ihr es beim nächsten Mal wieder so machen? Schreibt uns eure Meinungen und Erfahrungen in die Kommentare –

wir freuen uns!
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Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für SEO und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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