Babykleidung waschen: So werden Body & Co. schonend sauber

Babyhaut ist nicht nur sehr sensibel, sondern im Vergleich zu uns Erwachsenen auch rund drei- bis fünfmal dünner. Genau deshalb solltest du Babykleidung besonders schonend waschen. Aber wie geht das eigentlich? Und wie bekomme ich hartnäckige Flecken aus Body & Co. am einfachsten entfernt? Wir haben für dich die Antworten sowie viele weitere Tipps zusammengefasst.

Wann fange ich an, Babykleidung zu waschen?

Tatsächlich gibt es keinen festen Zeitpunkt, wann du Babykleidung unbedingt waschen musst. Hauptsache, die süßen Bodys, Söckchen, Hosen etc. waren alle einmal in der Waschmaschine bevor du deinem Schatz die Kleidung das erste Mal anziehst. Am besten, du wäschst die Sachen bereits vor der Geburt nach Anleitung oder auf circa 40 Grad Celsius ganz entspannt durch. Ist dein Baby dann auf der Welt, hast du alles sauber und kannst das kleine Würmchen immer wieder in hübsche Outfits stecken. 😉

Warum muss ich neue Kleidung vorm Tragen waschen?

Grundsätzlich sollte neue Kleidung immer vor dem Tragen gewaschen werden. Das gilt sowohl für Baby- als auch für Erwachsenenkleidung. Dazu raten im Übrigen auch zahlreiche Expert:innen. Denn in neuer Kleidung sind oftmals Chemikalien vorhanden, die auf die Haut gelangen und diese reizen können, sollte das Kleidungsstück vorab nicht gewaschen worden sein.

Gilt das auch für Kleidung, die ich gebraucht gekauft habe?

Auch gebrauchte Kleidung solltest du vor dem ersten Tragen waschen. Eventuell sind hier zwar keine Chemikalien mehr in den Textilien vorzufinden. Dennoch weißt du aber auch nicht, wie die Kleidungsstücke gelagert bzw. transportiert wurden oder wer diese vorher alles angefasst hat. Deshalb auch Second-Hand-Kleidung für Kinder vor dem Anziehen lieber einmal in die Waschmaschine geben.

Wie oft wasche ich Body und Co., wenn sie eigentlich noch sauber aussehen?

Eigentlich kannst du dich hier ganz gut an den „Regeln“ für deine eigene Kleidung orientieren. Ist die Babykleidung noch sauber, musst du diese nicht unbedingt waschen. Sollten Body und Co. allerdings verschwitzt sein, dann gerne für Frische sorgen, indem du die Babykleidung schonend wäschst.

Für das Waschen von Babykleidung eignet sich ein mildes Waschmittel.

Für das Waschen von Babykleidung eignet sich ein mildes Waschmittel. Foto: Bigstock

In welchem Programm wasche ich „normal verschmutzte“ Babywäsche?

Bei der Wahl des richtigen Programms für „normal verschmutzte“ Babywäsche kommt es auf das Material der Kleidung an. Du solltest nicht einfach alles per sé im Kochwaschgang bei 95 Grad Celsius waschen – hier gehören in der Regel nur schmutzige Stoffwindeln sowie Textilien mit vielen Bakterien rein (wie zum Beispiel Unterwäsche). Flecken lassen sich durch entsprechende Vorbehandlung aber auch bei niedrigeren Temperaturen sehr gut entfernen. Trägt dein Schatz gerne Wollkleidung, dann wasche diese kalt im Wollwaschgang. Babykleidung aus Seide sollte idealerweise per Hand oder im Feinwaschprogramm gewaschen werden.

Hier eine kleine Übersicht für dich:

  • Leicht verschmutzte Babywäsche: bei 40 Grad Celsius im entsprechenden Waschprogramm (z. B. Feinwaschgang)
  • Stark verschmutzte Babywäsche: bei maximal 60 Grad Celsius im entsprechenden Waschprogramm (bspw. Waschgang für Baumwolle) oder bei niedrigeren Temperaturen mit guter Vorbehandlung – das spart Energie und schont die Umwelt
  • Stoffwindeln: bei mindestens bei 60 Grad Celsius in der Waschmaschine (besser noch 95 Grad Celsius im Kochwaschgang)

Druckknöpfe vom Body beim Waschen schließen?

Jein. Zwar liest man oft, dass die Druckknöpfe vom Body vor dem Waschen am besten geschlossen werden sollten, aber ein Muss ist es nicht. Oftmals rührt die Aussage einfach daher, dass die offene Babykleidung mit den Druckknöpfen nach dem Waschen im Trockner hängen bleibt und es dadurch fiese Geräusche gibt.

Zusatz-Tipp: Wäschesack

Hast du keine Lust, die friemeligen Druckknöpfe vom Body vor dem Waschen ständig zu schließen? Dann verwende doch beim nächsten Waschgang einfach einen Wäschesack. Spart jede Menge Aufwand und wertvolle Zeit. 😉

Worauf muss ich beim Waschmittel achten?

Um Babykleidung schonend zu waschen, ist beim Waschmittel unbedingt darauf zu achten, dass dieses keine aggressiven Duftstoffe enthält und sanft zur Haut des Babys ist. Gut geeignet sind milde Waschmittel.

Weichspüler – ja oder nein?

Beim Waschen von Babykleidung kannst du getrost auf einen Weichspüler verzichten. In der Regel stecken hier ohnehin viele Weichmacher und Duftstoffe drin, welche die zarte Babyhaut reizen können. Zudem stehen sie im Verdacht, Allergien zu begünstigen oder sogar auszulösen. Möchtest du auf kuschelige Babykleidung dennoch nicht verzichten, kannst du geeignete Textilien nach dem Waschen stattdessen einfach in den Trockner geben. Oder aber, du greifst zu einem hypoallergenen Weichspüler, der speziell für Babysachen geeignet ist.

Brauche ich einen Hygienespüler?

Um Babykleidung wieder hygienisch sauber zu bekommen, reicht in der Regel ein für Babyhaut geeignetes Waschmittel aus. Damit alle Bakterien in der Babywäsche abgetötet werden, raten Expert:innen, die Textilien bei 40 Grad Celsius mit einem bleichmittelhaltigen Vollwaschmittel zu reinigen. Einen separaten Hygienespüler brauchst du prinzipiell also nicht. Generell kommt ein Hygienespüler vor allem dann zum Einsatz, wenn die jeweilige Kleidung nur geringe Temperaturen aushält.

Wie bekomme ich typische, starke Verschmutzungen heraus?

Jeder Fleck ist unterschiedlich und gerade Babykleidung bekommt oft einige Flecken ab. Idealerweise behandelst du die Flecken vor dem Waschen mit geeigneten Mitteln vor, um sie danach mit 60 oder 40 Grad zu waschen.

Mit diesen Tipps bekommst du fiese Flecken wieder in den Griff

1. Brei

Nach Möglichkeit solltest du Breiflecken nicht in das Gewebe eintrocknen lassen. Zudem empfiehlt es sich, den Fleck mit Gallseife oder etwas Flüssigwaschmittel einzureiben, ein bis zwei Stunden einwirken zu lassen und anschließend wie gewohnt zu waschen.

2. Milch

Milchflecken solltest du nie mit heißem Wasser auswaschen. Denn das enthaltene Eiweiß gerinnt bei hohen Temperaturen. Lege die Babykleidung mit dem Milchfleck daher kurz in kaltes Wasser. Danach mit Gallseife behandeln und ab in die Waschmaschine.

3. Spinat

Um Spinatflecken aus der Babywäsche zu entfernen, reibst du den Fleck Fleckentferner ein. Mit lauwarmem Seifenwasser auswaschen und dann ganz normal waschen.

4. Karotte

Flecken durch Karottenbrei mit Fleckentferner behandeln und die Babywäsche anschließend in der Maschine waschen.

5. Gras

Hartnäckige Grasflecken auf der Babykleidung kannst du mit Fleckentferner zu Leibe rücken. Reibe den Fleck damit ein und danach mit heißem Wasser ausspülen. 

6. Kot

Spüle die verschmutzte Babykleidung mit kaltem Wasser aus und reibe den Fleck mit Gallseife ein. Anschließend einfach in die Waschmaschine geben. Ist der Fleck dann trotzdem noch sichtbar, einfach im Tageslicht trocknen lassen.

7. Erbrochenes

Ist der Fleck bereits eingetrocknet, solltest du die Reste abbürsten. Nasse Flecken vorsichtig abtupfen. Die Kleidung danach kurz kalt einweichen, den Fleck mit einem Fleckenentferner behandeln und in die Waschmaschine geben.

8. Blut

Gib etwas Fleckentferner auf den eingetrockneten Blutfleck und lasse alles für rund 30 Minuten einwirken. Anschließend das Kleidungsstück gründlich ausspülen und wie gewohnt waschen.

Kleiner Tipp: Farbechtheitstest machen

Um den Fleck auf der Babywäsche erfolgreich zu entfernen, sollte das Kleidungsstück unbedingt farbecht sein. Teste den Fleckenentferner daher vorab an einer unauffälligen Stelle (beispielsweise am Innensaum). Dadurch gehst du sicher, dass das Textil nicht ausbleicht oder sich womöglich verfärbt.

Mach also einfach den Farbechtheitstest, indem du den Fleckenentferner auf eine unaufällige Stelle aufträgst und alles für mindestens 15 Minuten einwirken lässt. Anschließend gut ausspülen und trocknen lassen. Löst sich weder Gewebefarbe noch -struktur, ist das Kleidungsstück farbecht und beständig.

Verschmutzte Stoffwindeln sollten im Kochwaschgang gereinigt werden.

Verschmutzte Stoffwindeln sollten im Kochwaschgang gereinigt werden. Foto: Bigstock

Wie wasche ich Stoffwindeln?

Stoffwindeln sind wahrscheinlich die Kategorie an Babykleidung, auf der sich am meisten Bakterien finden lassen. Deshalb solltest du Stoffwindeln idealerweise bei 95 Grad Celsius im Kochwaschgang waschen. Tipp: Bei niedrigeren energiesparenderen Waschtemperaturen unterstützt dich Fleckensalz dabei, fasertief reine und hygienisch saubere Textilien zu erzielen.

Sollte ich Babywäsche getrennt von unserer Eltern-Kleidung waschen?

Nein, Babykleidung musst du grundsätzlich nicht getrennt von der Elternwäsche waschen, sofern diese eine „normale“ Verschmutzung aufweisen. Medizinische Dienstkleidung oder stark verunreinigte Textilien sollten beispielsweise nicht gemeinsam mit der Babywäsche in der Maschine landen. Wäschst du deine Kleidung mit der deines Lieblings zusammen, dann bedenke dabei natürlich die Wahl des Waschmittels und entscheide dich für ein sanftes Produkt, das auch für Babys geeignet ist.

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Carolina Baldin

Zwischen Alster und Elbe fühle ich mich in Hamburg ziemlich wohl. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unserer Hündin Ida. Seit 2021 bin ich außerdem Mama einer kleinen Tochter. Und da mir eine Vereinbarkeit als Familie wichtig ist, plane ich meinen Alltag zwischen Job, Kind und Partnerschaft – mit allen Herausforderungen.

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