Darf ich Avocado in der Schwangerschaft essen?

Avocados gelten heutzutage beinahe als eine Art Superfood und haben unsere deutsche Küche im Sturm erobert. Doch wie verhält es sich mit Avocado in der Schwangerschaft? Dürfen Schwangere Avocados ohne schlechtes Gewissen essen? Wir haben die eindeutige Antwort für dich.

Avocado in der Schwangerschaft: Unbedenklich oder nicht?

Wir raten dir: Greif zu!

Avocados kannst du während deiner Schwangerschaft vollkommen unbedenklich genießen, ganz anders als so viele andere, verbotene Lebensmittel. Und nicht nur das: Sie sind sehr, sehr gesund. Avocados sind von Natur aus reich an Kalium, Folsäure und Omega-3-Fettsäuren.

Die Vorteile von Avocado in der Schwangerschaft:

Kritische Stimmen geben oft zu bedenken, dass es sich bei einer Avocado lediglich um einen weiteren Fettlieferanten handle. Zugegeben, mit einem Energiewert von 230 Kilokalorien pro 100 Gramm ist sie wirklich sehr fettreich. Aber die Vorteile von Avocados überwiegen.

Eine Avocado deckt rund 25 Prozent des Tagesbedarfs an Vitamin K und 20 Prozent des täglichen Bedarfs an Folsäure ab. Weiterhin enthält sie 15 Prozent des täglichen Bedarfs an Kalium sowie Vitamin B5 und 6. Außerdem enthält eine Avocado viele der gesunden, ungesättigten Fettsäuren, die unter anderem die Cholesterinwerte senken lassen. 

Die positiven gesundheitlichen Effekte von Avocados:

Eine Avocado kann in vielerlei Hinsicht deine Gesundheit und die Gesundheit deines Babys positiv beeinflussen. Hier einige Mehrwerte von Avocados:

1. Stabiler Blutdruck:

Kalium sorgt dafür, dass dein Blutdruck niedrig bleibt. Ebenso wie die ungesättigten Fettsäuren, durch die deine Blutgefäße besser durchblutet werden.

2. Die Entwicklung deines ungeborenen Babys wird gefördert:

Die ungesättigten Omega-3-Fettsäuren sorgen dafür, dass sich Gehirn und Nervensystem deines Ungeborenen gut entwickeln.

3. Weniger Fehlbildungen:

Die in der Avocado enthaltene Folsäure ruft einen ähnlich positiven Effekt hervor. Sie trägt zu einer gesunden geistigen Entwicklung bei und mindert das Risiko für Fehlbildungen. So ist Folsäure beispielsweise besonders wichtig, um Neuralrohrdefekte (Spina Bifida) zu vermeiden und eine gesunde Entwicklung des Gehirns zu fördern.

4. Risiko einer Frühgeburt wird reduziert:

Auch das Risiko einer Frühgeburt lässt sich durch die enthaltenen Fettsäuren reduzieren.

5. Gesunder Zellaufbau:

Insgesamt 18 in der Avocado enthaltene Aminosäuren begünstigen einen gesunden Zellaufbau, sorgen für eine reinere Haut und lassen die Muskulatur des Ungeborenen gut wachsen.

Haben Avocados in der Schwangerschaft auch Nachteile?

Wie du siehst, ist eine Avocado sehr gesund und ist in den meisten Fällen als Brotaufstrich auch ausgesprochen lecker. Ein guter Snack ist auch eine halbe Avocado mit etwas groben Salz und Zitrone beträufelt.

Aber wir möchten dir auch die Nachteile, die Avocados mit sich bringen, nicht vorenthalten. Insbesondere in den letzten Jahren kam zunehmend der Verdacht auf, dass Avocados ein Infektionsrisiko mit Listerien hervorrufen. Dies läge nicht an der Frucht selbst, sondern vielmehr an der Verarbeitung und dem anschließenden Weitertransport.

Um Infektionen zu vermeiden und ganz gründlich zu sein, solltest du gekaufte Avocados daher immer vor dem Verzehr mit lauwarmem Wasser abspülen. Damit verhinderst du effektiv, dass die kleinen Mikroorganismen, die sich an der Schale festgesetzt haben, mit der darunter liegenden Frucht in Berührung kommen.

Danach kannst du das Innere der Avocado ohne Bedenken essen.

Welche Avocado in der Schwangerschaft essen?

Welche Avocado du genießen möchtest, obliegt deinem persönlichen Geschmack. Es gibt sehr viele unterschiedliche Avocado-Sorten. Die beliebteste Avocado trägt auch den Namen „Fuerte“ und zeichnet sich durch eine raue Schale aus. Falls du eine sehr aromatische Avocado bevorzugst, solltest du die dunkle „Hass“-Variante mit nussigem Geschmack ausprobieren. „Nabal“ ist die leichteste Avocado-Sorte, die eine weiche Schale und einen niedrigen Fettgehalt mitbringt.

Was als Schwangere noch über Avocados wissen solltest:

Hier noch ein paar Tipps und Tricks, damit du deine Avocado voller Genuss verzehren kannst.

  1. Achte bei allen Sorten darauf, den Kern gut zu entfernen.
  2. Nutze bitte nur reife, vollständig verarbeitete Früchte. Falls eine Frucht noch nicht so weit ist, reift sie übrigens schneller, indem du sie zwischen Äpfeln oder Bananen lagerst.
  3. Während der Stillzeit kannst du Avocados ebenso unbedenklich genießen.
  4. Wenn dein Baby acht Monate alt ist, kannst du ihm eine Avocado in Form eines reichhaltigen Babybreis anbieten. Auch dein Sprössling freut sich bestimmt über den gesunden Fruchtbrei!

Also, guten Appetit beim Essen von Avocados!

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer fünfjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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