Kinder

Studie: Gesunde Ernährung macht Kinder nicht nur fit – sondern auch glücklich

Foto: Bigstock

„Schahatz… nur eine winzige Tomate? Komm, probier mal den Spinat – der ist sooo lecker und macht dich bäääääärenstark!“ Seufz – ja, wir wissen natürlich alle, wie wichtig eine gesunde Ernährung für unsere Kinder ist. Und preisen beharrlich Vollkornprodukte, Fisch, Obst und Gemüse an.

So manche Mama redet sich dabei den Mund fusselig und muss dann doch zähneknirschend akzeptieren, dass ein Quetschie das einzige Obst ist, das ihr Kind gelten lässt. Andere dagegen haben das Glück, dass ihr kleiner Schatz richtig gerne frische Sachen futtert.

Eine Studie aus Schweden hat vor kurzem gezeigt, WIE glücklich sich Mamas wirklich schätzen können, deren Kinder eine gesunde Ernährung zumindest nicht komplett ablehnen.

Denn die Forscher haben herausgefunden, dass das richtige Essen nicht nur wichtig für die körperliche Entwicklung unserer Mäuse ist. Sondern wohl tatsächlich auch für die Psyche!

Für die Studie wurden 7.600 Kinder zwischen zwei und neun Jahren befragt, wie häufig sie 43 bestimmte Lebensmittel zu sich nehmen.

Das wirklich überraschende Ergebnis: Die Kinder, deren Speiseplan den europäischen Richtlinien für eine gesunde Ernährung recht nahe kam und die reichlich Obst und Gemüse aßen, fühlten sich allgemein wohler.

 

Bunt und lecker: Wetten, dass jedes Kind mindestens eine Gemüsesorte richtig gerne isst? Foto: Unsplash / Alexandr Podvalny

 

Dr. Louise Arvidsson von der Universität Göteborg sagte zur DailyMail: „Wir fanden heraus, dass es bei den zwei- bis neunjährigen Kindern tatsächlich einen Zusammenhang zwischen gesunder Ernährung und seelischem Wohlbefinden gibt. Die ,gut ernährten´Kinder zeigten zwei Jahre nach unserer Befragung weniger emotionale Probleme, eine bessere Beziehung zu anderen Kindern und eine höhere Selbstachtung.“ Die Forscher waren selbst überrascht von den Ergebnissen.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass eines der „Glücksgeheimisse“ die Antioxidantien aus Früchten und Gemüse sind. Zudem hatten Kinder, die zwei- bis dreimal in der Woche Fisch aßen, eine höhere Selbstachtung, weniger emotionale Sorgen und weniger Probleme mit Gleichaltrigen (Mobbing, wenig Freunde…).
Und auch, wer nicht zu viel Zucker zu sich nahm, hatte im Schnitt ein größeres Selbstbewusstsein.

Zusammengefasst: Kinder, die eine im Großen und Ganzen gesunde Ernährung genießen, sind emotional ausgeglichener, kommen besser mit anderen Kinder klar und sind – einfach glücklicher.

Die Wissenschaftler betonen, dass dies unabhängig von dem sozialen Hintergrund oder auch dem Körpergewicht der Kinder ist.

Doch sollen nun alle Mamas, deren Kinder partout keine Paprika futtern wollen und die Fisch lieber sorgfältig zermanschen, als ihn zu essen, erst recht in eine mittlere Krise geraten?

Ach was… Das wird schon – wenn wir unseren Kindern eine gesunde Ernährung vorleben und ihnen die Möglichkeit geben, alle „guten Lebensmittel“ nicht nur einmal, sondern immer wieder zu probieren. Denn der Geschmack kleiner Kinder ändert sich häufig, das kulinarische Spektrum erweitert sich irgendwann von ganz alleine. Irgendwas aus dem reichhaltigen Repertoire von Obst und Gemüse schmeckt doch jedem Kind. Und nächste Woche dann eben wieder etwas anderes…