Zeitumstellung 2021: Ist die Abstimmung denn vergessen?

Kommendes Wochenende ist es wieder soweit: Die erste Zeitumstellung 2021 kommt! In der Nacht auf Sonntag, den 28. März werden die Uhren um zwei Uhr um eine Stunde vorgestellt auf drei Uhr.

Tja, ich hab keine so richtige Meinung zur Zeitumstellung. Es nervt mich nur, dabei wirklich auch an alle Uhren zu denken. Jetzt im Frühling ärgert es mich, wenn der Sonntag „eine Stunde kürzer wird“, im Herbst freue ich mich über die „geschenkte Stunde“. Das wars bei mir.

Andere sehen das ganz anders, sie sind nicht nur genervt, sie leiden psychisch und körperlich richtig unter der irritierten inneren Uhr. Deswegen gibt es schon seit Jahren laute Stimmen, die eine Abschaffung der Zeitverschiebung fordern.

2019 war es dann soweit und die EU-Bürger wurden befragt, ob sie für oder gegen die Zeitumstellung sind.

Sollte die Zeitumstellung 2021 nicht abgeschafft werden?

84 Prozent der EU-Bürger würden die Zeitumstellung gerne abschaffen, ergab die Umfrage. Daher stimmte auch die EU-Kommission am 26. März 2019 mit deutlicher Mehrheit dafür.

Das war aber nur ein erster Schritt. Denn nun müssen sich die verantwortlichen Minister der EU auf eine gemeinsame Linie einigen, bevor dann finaler Entschluss gefasst werden kann.

Dennoch scheint gesichert: Die Zeitumstellung soll bald der Vergangenheit angehören.

Geht es nach den Parlamentariern, sollen alle Mitgliedsstaaten in Zukunft selbst entscheiden können, ob sie 2021 dauerhaft die Sommer- oder Winterzeit einführen wollen. Wäre das nicht aber unheimlich chaotisch?

Wie verschiedene Medien berichten, hat sich Deutschland noch nicht entschieden, ob sie sich für die Sommer- oder Winterzeit entscheiden. Wirtschaftsminister Peter Altmaier präferiert aber die Sommerzeit.

Warum werden die Uhren denn überhaupt umgestellt?

Bereits 1916 wurde die Sommerzeit in Deutschland, Irland und Österreich-Ungarn eingeführt. Die Idee dahinter war, Stromkosten zu sparen. Diese Rechnung geht heute so nicht mehr auf.

Zeitumstellung 2021: Vor- und Nachteile von Sommerzeit und Winterzeit

Ein Vorteil der Sommerzeit ist auf den ersten Blick: Im Frühling und Sommer bleibt es abends nun eine Stunde länger hell. Daher möchten auch 60 Prozent der Befragten die Sommerzeit als ganzjährige Zeit behalten.

Experten warnen dagegen, dass die Winterzeit für den Organismus wesentlich gesünder wäre. Der Grund: Der menschliche Alltag ist in der Winterzeit besser an den Sonnenstand angepasst – für unsere innere Uhr sei ein heller Morgen wichtiger als ein heller Abend. Gehen wir im Dunkeln zur Arbeit oder zur Schule, fehlt Körper und Geist ein wichtiges Signal, dass der Tag beginnt.

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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