„Widerwärtig”: 9-Jähriger musste zwischen 30 toten Hunden leben

Ein Paar aus New Jersey wurde wegen Tierquälerei und Kindeswohlgefährdung festgenommen, nachdem die Polizei ein 9-jähriges Kind entdeckt hatte, das in ihrem heruntergekommenen Haus umgeben von 30 toten Pflegehunden lebte.

Die Ermittler gehen davon aus, dass Brandon L., 32, und Rebeccah H., 35, Geld von Tierrettungsorganisationen annahmen, um sich um die Hunde zu kümmern, stattdessen aber das Geld zweckentfremdeten und die Tiere verhungern ließen. Und das Schlimmste: Mittendrin lebte ein kleiner Junge.

Zustand des Hauses wird als „widerwärtig” beschrieben

Nach einer Befragung von Rebeccah und Brandon fand die Polizei mehr als 30 tote Hunde im Haus, das sich in einem „widerwärtigen“ Zustand befand. Vierzehn Hunde wurden noch lebend gefunden – neun davon mussten in eine örtliche Tierklinik gebracht werden. Außerdem lebten im „Horror-Haus”, wie es amerikanische Medien betiteln, auch zahlreiche Katzen und Kaninchen. Ein kleiner Hund musste eingeschläfert werden, weil sein Gesundheitszustand so schlecht war, teilte die Polizei mit.

 

Die Ermittler mussten Türen und Fenster öffnen, um das Haus zu lüften und den Gehalt an giftigen Gasen zu senken, bevor das Haus sicher betreten werden konnte. Dieser ekelerregende Tierfriedhof war das Zuhause eines neunjährigen Kindes, das inzwischen wegen der gesundheitsgefährdenden Zustände an die Behörden übergeben wurde. „Es ist definitiv besorgniserregend, dass ein 9-jähriges Kind in diesem Haus lebt, in diesem Haus schläft und in diesem Haus isst“, sagte Walt Miller, Polizeichef der Gemeinde Evesham, gegenüber WPVI.

Die Polizei hat noch nicht bestätigt, dass es sich bei dem Kind um den Sohn des Paares handelt. Der Verdacht liegt aber nahe, zumal Brandon zahlreiche Bilder eines Neunjährigen über seinen Facebook-Account teilte, den er dort als seinen Sohn betitelt. Brandon und der Neunjährige sind bei Ausflügen und gemeinsamen Unternehmungen zu sehen. Der 32-Jährige gratulierte seinem „Sohn” dort auch vor einem Jahr zum 8. Geburtstag und verlinkte Rebeccah im Beitrag.

Insgesamt könnten bis zu 100 Hunde im Haus gestorben sein.

Außerdem fand die Polizei eine Art Massengrab, in dem zahlreiche Überreste von Tieren lagen. „Hinter dem Haus gab es auch eine Grabstätte, wo eine große Anzahl Hundekörper in unterschiedlichem Verwesungsstadium lagen“, berichtete Miller. Zusätzlich hätten sie Tiere im Haus gefunden: „Es saßen Hunde in Käfigen. Lebende Hunde in Käfigen, tote Hunde in Käfigen. Tote Tiere im ganzen Haus.“

Einer der Posts auf Brandons Facebook-Seite zeigt auch einen der Hunde, die dem Paar überlassen wurden. Unter dem Bild des Hundes gibt es eine liebevolle Beschreibung des Tieres, die im krassen Widerspruch zur Realität der Tiere bei Brandon und Rebeccah steht. Jemand kommentierte kürzlich unter das Bild: „Habt ihr den auch getötet?”

Vertreter einer Haustierorganisation rief die Polizei

Die Beamten wurden von einem Tierrettungsdienst in North Carolina auf das Haus hingewiesen, dessen Mitarbeiter den Verdacht geschöpft hatten, dass die Hunde, die gegen Bezahlung zur Pflege bei dem Paar untergebracht wurden, nicht versorgt wurden. Als ein Vertreter der Haustierorganisation zu ihnen nach Hause kam, um sich die Sache anzusehen, rief der sofort die Polizei.

Brandon sitzt bis zu seiner Anhörung im Burlington County Gefängnis. Rebeccah unterzieht sich in einem Krankenhaus einer medizinischen Untersuchung, wie die New York Post berichtet. Sie wird inhaftiert, sobald sie für die Inhaftierung freigegeben ist. Die Polizei durchsucht das Haus aktuell noch nach weiteren Beweisen, um die tatsächliche Anzahl der Tiere zu ermitteln, danach wird Anklage erhoben.

Lena Krause
Ich lebe mit meinem kleinen Hund Lasse in Hamburg. Am liebsten erkunde ich mit ihm die vielen grünen Ecken der Stadt. Auch wenn ich selbst keine Mama bin, gehören Babys und Kinder zu meinem Leben dazu. Meine Freundinnen machen mir nämlich fleißig vor, wie das mit dem Mamasein funktioniert und ich komme als „Tante Lena“ zum Einsatz. Schon als Kind habe ich das Schreiben geliebt – und bei Echte Mamas darf ich mich dabei auch noch mit so einem schönen Thema befassen. Das passt einfach!

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