Bronte liebt ihr Leben als Hausfrau und Mutter
Dabei hatten die Eltern der Engländerin ganz andere Pläne für sie: Bronte besuchte eine teure Privatschule, schrieb gute Noten und sollte eigentlich eine steile Karriere machen. Doch zur großen Enttäuschung von Mama und Papa brach die damals 19-Jährige die kostspielige Schule ohne Abschluss ab, um ein Leben als „traditionelle Ehefrau” zu beginnen, wie sie The Sun erklärt.
Mit 19 bekam sie dann ihr erstes Kind, zwei weitere sollten noch folgen. Inzwischen ist Bronte mit dem Mann ihrer traditionellen Träume sogar verheiratet und kann sich nicht mehr vorstellen, jemals einen Beruf zu ergreifen. Stattdessen kümmert sie sich engagiert um das Wohlbefinden ihres Mannes und der Kinder und geht in der Rolle als Hausfrau auf: „Ich putze zweimal am Tag Bad und Küche – Phil hat einen Bart und die Mädchen ein Meerschweinchen, da kann es mal schmutzig werden.”
Frauen sollten alle „typisch weiblich” sein – meint Bronte
An dieser Stelle könnte man jetzt sagen: Wie wunderbar, eine Frau, die das passende Lebensmodell für sich gefunden hat und offenbar glücklich damit ist. Doch Bronte geht leider noch weiter, denn sie hat eine wichtige Botschaft für alle Frauen: Wir sollen doch bitte ein bisschen mehr so sein wie sie, das sei „typisch weiblich”. Dann gäbe es auch keine Scheidungen mehr, so einfach ist das!
Was Bronte offenbar nicht bedenkt: Nur die wenigstens Menschen finden ihre glückselige Erfüllung im ganztägigen Putzen und Aufräumen. Was leider nichts daran ändert, dass Frauen immer noch den Großteil der sogenannten Care-Arbeit übernehmen (müssen). Viele Mütter wären dankbar, wenn der Partner sie mehr unterstützen würde.
Mal abgesehen davon, dass die meisten Familien auf zwei Gehälter angewiesen sind, um einigermaßen über die Runden zu kommen. Berufstätigen Frauen dann auch noch damit zu drohen, dass sie selbst Schuld seien, wenn sie verlassen werden, ist ganz schön zynisch, oder?
Es gibt viele Wege, um eine glückliche Beziehung zu führen
Bronte scheint sich ihrer Privilegien nicht wirklich bewusst. Denn ihr Mann führt einen Handwerker-Betrieb, sodass die Familie der Dreifach-Mama finanziell sehr gut dasteht. Außerdem soll es ja auch durchaus Männer geben, die ebenfalls gerne Zeit mit ihren Kindern verbringen und sich freuen, wenn sie mehr als die reine Ernährerfunktion übernehmen dürfen.
Schön für Bronte, dass sie in der Rolle als Hausfrau und Mutter offenbar völlig aufgeht und das für ihre Ehe genau das Richtig zu sein scheint! Trotzdem: Wir sind alle Individuen, niemand sollte das Gefühl haben, einer von außen vorgegebenen Rolle entsprechen zu müssen, weil sonst die Scheidung droht.
Es gibt doch so viele Wege, um glücklich zu werden und eine erfüllende Beziehung zu führen: Ob als Hausfrau oder mit Vollzeitjob, wichtig ist doch, dass jede Mama ihr Leben so lebt, dass es sich für sie und ihre Familie gut anfühlt.
Wie seht ihr das? Verratet es uns gerne in den Kommentaren!
Und was passiert, wenn die Kinder groß sind? Oder er sie betrügt? Oder die Liebe zwischen den beiden einfach verschwindet??? Es gibt so viele Möglichkeiten, warum die Ehe trotzdem nicht funktioniert. Einer macht sich zum Untertanen und zack läuft es? Ich wünsche ihr sehr, dass sie nicht auf die Nase fällt. Gerade wenn man bedenkt, was sie alles aufgegeben hat. Und noch sind die Kids klein, das wirklich anstrengende kommt dann erst noch. Da beneide ich sie tatsächlich etwas, so viel Zeit für die Begleitung durch die Pubertät zu haben…
Liebe Christina,
vielen Dank für deine Meinung, die ich im Übrigen teile. Dieses Lebensmodell birgt wirklich einige Risiken für die Mama.
Liebe Grüße,
Laura von Echte Mamas
Ist doch schön für die Familie. Hoffentlich wird sie ihm nicht irgendwann zu langweilig. Trotzdem Respekt wenn sie sich alleine um die Kinder kümmert..
Ich hab auch drei kleine Kinder, wenn die anstrengend sind dann hab ich keine Kraft zum Frühstück machen für den Mann. Und putzen geht neben den Kleinen auch kaum. Es gibt wohl Leute denen das mehr liegt.
Ich finde diese Einstellung wirklich schrecklich. Was macht sie, wenn dem Mann etwas passiert, oder wenn er arbeitsunfähig wird, wenn die Firma pleite geht, oder er sie trotzdem verlässt? Das alles ist Realität und kann leider jeden treffen und dann sitzt sie da und weiß nicht wie sie ihre Familie ernähren soll und sich den Lebensstandard bieten soll.
Mein Mann verdient auch sehr gut und das haben wir uns zusammen erarbeitet. Ich habe gearbeitet und er studiert. Unsere Kinder sind 7 und 4. Ich arbeite auf 50% in einem Systemrelewanten Beruf, einfach um die Welt den Kindern zu zeigen. Wir führen ein sehr gutes Leben und ich liebe es. Aber ich gehe immer auf Nummer sicher. Meine Arbeit hat meinem Mann, das lange studieren ermöglicht und hat uns auch in Zeiten von Corona geholfen. Mann weiß einfach nie wie das Leben einem zu spielt und eine gute Ausbildung der Frau, kann niemals schlecht sein. Und übrigens der Haushalt, die Einkäufe, die Kurse der Kinder und alle anderen Termine unserer Familie erledige ich neben der Arbeit .
Ich würde sagen, leben und leben lassen