Warum sind Kleinkinder so Hölle anstrengend? 8 Überlebenstipps

Pssst, an alle Mamas da draußen, die gerade ihr Baby in den Armen wiegen: Irgendwann wird es auch bei euch soweit sein. Euer winziger Schatz wird zu einer „richtigen“ kleinen Person. Einer Person, die läuft. Die spricht. Die ihren eigenen Kopf hat. Und zwar einen ganz eigenen Kopf. Einen unglaublichen Dickkopf.

Keine Frage: Natürlich möchtest du, dass dein Kind diese Entwicklungsschritte macht. Und natürlich ist das alles unglaublich und wunderschön zu beobachten.

Aber, warum zur Hölle muss es denn so anstrengend sein!?

Das Leben mit einem Kleinkind ist wirklich nichts für schwache Nerven. Aber wenn du die wichtigsten Grundregeln für jeden Tag kennst, kannst du es schaffen! Auch in schlimmsten Trotzphasen.

Dank unseren Erfahrungen als echte Mamas konnten wir einige überlebenswichtige Tipps zusammenstellen, die wir dir mit auf den Weg geben möchten:

1. Verzweifle nicht an den Essgewohnheiten deines Kindes

An manchen Tagen macht es richtig Spaß, mit einem Kleinkind am Esstisch zu sitzen. Dein Schatz isst voller Appetit alles, was du gekocht hast. Auch die gesunden Sachen! Du bist glücklich und stolz. Am nächsten Tag möchte dein Kind dann auf einmal nur noch Eier zu sich nehmen. Oder trockenes Brot. Oder es verlangt wochenlang nur rote Lebensmittel. Tunkt Würstchen in Joghurt und quasi alles in Ketchup. Oder es isst – gar nichts.

Mach dir keine Sorgen: Das ist ganz normal. Jede dieser komischen Essgewohnheiten wird auch wieder vorbei sein, und dein Kind wird sich trotzdem weiterhin gesund entwickeln. Und schon bald wieder richtig gut essen – oder eben eine neue Macke entwickeln.

2. Mach dir klar, dass du irgendwann böse Blicke ernten wirst

(Fast) keine Mama kommt ohne spektakuläre Trotzanfälle in der Öffentlichkeit davon. Wenn du das erste Mal ein schreiendes, rotznäsiges, tränenverschmiertes Kind mit hochrotem Kopf vom Supermarktboden aufklaubst und ins Freie bugsierst, wird es dich zusätzlich stressen, dass du abfällige Blicke erntest. Denke dabei immer dran, dass jeder, der schon mal ein Kind erzogen hat, im Grunde genommen weiß: Du bist keine Rabenmutter und dein Kind keine Göre. Es ist nur müde oder hungrig, hat bemerkt, dass du den kleinen Kinder-Einkaufswagen heimlich beim Vorbeischieben am Weinflaschen-Regal mitgelenkt hast oder oder oder.

3. Gehe niemals ohne Snacks aus dem Haus. Nirgendwohin.

Handtasche adé – Rucksack hallo! Wer mit einem Kind unterwegs ist, schleppt sowieso immer eine Menge mit sich herum. Auf gar keinen Fall sollte dabei aber ein ganzes Arsenal an Knabbereien, Obststücken und Keksen fehlen. Denn ein hungriges Kleinkind ist nur schwer zu händeln. Und ja – diese Regel gilt erfahrungsgemäß auch, wenn ihr direkt nach dem Mittagessen loszieht. Zudem sind die Snacks wunderbar zum Ablenken geeignet oder zum Kindermund-Beschäftigen, wenn daraus gerade die lauten Worte: „Mama, die Frau ist aber dick!“ gekommen sind.

4. Gehe niemals ohne feuchte Waschlappen aus dem Haus. Nirgendwohin.

Es ist faszinierend: Kleine Kinder sind immer irgendwo klebrig. An den Händen, am Mund, an der Nase, in den Haaren. Und wo es klebt, da bleiben Krümel, Schmutz und Fussel hängen. Unsere Kleinen sehen ganz schnell so aus, als ob wir sie morgens in den Müllcontainer und nicht in die Kita geben. Feuchttücher sind die beste Erfindung aller Zeiten. Auch wenn das nur Mamas wissen.

5. Plane dein Leben um den Mittagsschlaf deines Kindes

Ein müdes Kind entwickelt sich zum echten Tyrann. Deshalb ist der Mittagsschlaf ein echtes Must-have für jedes Kleinkind – außerdem wirst du diese Zeit für dich lieben lernen. Es gilt also: Arzttermine mit dem Kind? Unbedingt auf eine Zeit legen, in der dein Schatz frisch und ausgeruht ist. Einkaufen? Besser nicht mit müdem Kind. Und bete, das der Paketbote nicht ausgerechnet zwischen zwölf und zwei an deiner Tür klingelt.

6. Erwarte das Unerwartete

Alles ist harmonisch und nett. Bis du deinem Schatz seinen Toast liebevoll in Dreiecke schneidest (wie eigentlich jeden Morgen seit Monaten) – Tränen! Er wollte ihn doch im Ganzen essen! Oder ihr kommt gut gelaunt heim. Du wartest, dass dein Kind vor dir die Treppen hochgeht – es ist halt immer gerne der erste oben vor der Wohnungstür. Und die Freude lässt du ihm, auch wenn es bedeutet, dass du dich im Schneckentempo durchs Treppenhaus bewegst. Diesmal jedoch ohrenbetäubendes Kreischen! Du sollst schon mal hochgehen – du musst von oben winken!

Es ist, wie es ist: Wir Mamas können in dieser Zeit eigentlich nur verlieren. Bei all diesen Plänen und Gedankensprüngen, die in dem süßen Köpfchen herumflippen, kann niemand mitkommen. (Übrigens am wenigsten das Kind selbst.) Am besten überlegst du dir dein ganz persönliches Mantra, um freundlich und gut gelaunt zu bleiben.

7. Vergiss deine Privatsphäre im Badezimmer

Sobald die kleinen Hände deines Kindes gelernt haben, Türklinken herunterzudrücken, wirst du nicht mehr alleine auf Toilette sein. Dein Kind wird hereinstürmen, deine Beine auseinanderdrücken und alles genau beobachten. Und kommentieren. Und spülen wollen. Und auch Schminken, Zähne putzen und Pickel ausdrücken sind spannender als jedes Spielzeug. Du schließt einfach die Tür ab? Dann musst du genau Auskunft geben: „Mama, bist du auf Klo? Du machst Pipi! Musst du auch Kaka?“ Hmpf.

8. Lerne Routine lieben

Du wirst Bücher so lange vorlesen, bis du sie in- und auswendig kennst. Du wirst die liebste Peppa Wutz-Folge deines Kindes immer und immer wieder anmachen und bedauern, dass die in deinen Augen gerade noch vertretbaren neun Minuten vor dem TV für etwas Schlaf zu kurz sind. Kinder mögen Dinge, die sie kennen. Und so verhält es sich auch mit eurem Tagesablauf. Es wird viel Ruhe in euren Alltag bringen, wenn dein Kind in etwa weiß, was es erwartet. Ein stabiles Gerüst macht ein Kind glücklich.

Ganz schön viele Regeln? Ja, aber es gibt ja auch ganz schön viel Trouble. Doch das Wichtigste, was du wissen musst: Die meiste Zeit des Tages wird dein Kind natürlich weiterhin so zauberhaft sein, dass du abends, wenn es schläft, schon wieder jeden Ärger vergessen hast.

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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