Von wegen unromantisch: Ein Hoch auf getrennte Betten!

Schlafmangel ist einer der fiesesten Gegner überhaupt! Gerade im ersten Babyjahr gehen uns  deshalb oft Spaß, Konzentration und Lässigkeit flöten. Aber manchmal ist es auch der Partner, der uns immer wieder um den Schlaf bringt – weil er schnarcht, sehr oft lautstark auf Toilette geht oder sich dauernd hin- und her wälzt. Kennst du das und scheust dennoch davor zurück, getrennte Betten vorzuschlagen, weil du dich sorgst, dass die Liebe darunter leidet? Das Gegenteil könnte der Fall sein.

5 gute Gründe für eine „Scheidung“ über Nacht

1. Der Partner schnarcht

Starke Schnarcher kommen auf die gleichen Dezibelzahlen wie eine schleudernde Waschmaschine. Geruhsamer Schlaf? Fehlanzeige. Den brauchst du aber, zumindest von Zeit zu Zeit. Sonst riskierst du chronische Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Kopfweh. Langfristig kann der Schlafentzug auch deine psychische Gesundheit angreifen.

2. Ihr schlaft zu unterschiedlichen Zeiten

Du schreckst jedes Mal hoch, wenn er zwei Stunden nach dir unter die Bettdecke kriecht? Er ächzt jedes Mal verzweifelt auf, weil du lange vor ihm aufstehst? Wenn Eule und Lerche zusammenleben, kann das die Schlafqualität der beiden beeinträchtigen – zum Beispiel, weil man immer wieder aus Tiefschlafphasen gerissen wird.

3. Ihr habt ein kleines Kind

Gerade das erste Babyjahr ist heikel für eine Partnerschaft.  Tag für Tag treffen zwei völlig übermüdete Menschen aufeinander, da ist der Zoff beinahe garantiert. Wenn jeder seinen eigenen Raum hat, könnt ihr euch die Versorgung eures Babys fair teilen – und abwechselnd durchschlafen.

4.  Dein Partner schläft sehr „bewegungsintensiv“

Decke wegziehen, wälzen, zappeln – manche Menschen schlafen einfach sehr unruhig. Der/die andere im Bett kann dann meistens auch nicht besonders gut schlafen und fühlt sich tagsüber entsprechend zerschlagen.

5. Ihr habt ein total unterschiedliches Temperaturempfinden 

Frostbeule trifft Heizkraftwerk? Auch das kann im Schlafzimmer zu Unstimmigkeiten führen. In getrennten Betten kann sich jeder die Umgebung schaffen, in der er sich wohlfühlt.

Getrennte Betten können sogar das Sexleben ankurbeln

Eine britische Studie zeigte, dass Partner, die getrennt schlafen, oft sogar besseren Sex haben. Scheint erstmal seltsam, auf den zweiten Blick ist’s aber durchaus logisch. Ausreichend Schlaf macht uns ausgeglichener und entspannter, das ist schon mal eine bessere Voraussetzung für eine heiße Nacht als die bleierne Dauererschöpfung. Auch dass jeder wieder mehr Privatsphäre hat, man nicht jeden Schnarcher und Pupser mitbekommt, kann die Lust aufeinander ankurbeln. Man teilt das Bett nicht mehr automatisch miteinander, sondern besucht sich bewusst. Und so nimmt man intime Momente wieder besser wahr.

Der Haken an der ganzen Sache: Man muss natürlich erst einmal genügend Zimmer haben, um sich nachts räumlich zu trennen. Aber falls ihr es einrichten könnt (und wollt), müsst ihr nicht fürchten, dass euch die Intimität flöten geht.

Jana Stieler

Ich lebe mit Mann und Sohn im Süden Hamburgs – am Rande der Harburger „Berge“ (Süddeutsche mal kurz weghören: Der höchste Punkt misst immerhin sagenhafte 155 Meter ü. M.). Wenn ich nicht gerade einen Text verfasse, liebe ich Outdoor-Abenteuer mit meiner Familie, lange Buch-Badewannen-Sessions mit mir allein und abendliches Serien-Binge-Watching.

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