„Schlafmangel macht krank, dumm und unfreundlich.“

Schlaf ist der neue Schwanzvergleich. Einziger Unterschied: Wir prahlen nicht mehr damit, wer den Längsten hat, sondern geben damit an, dass wir möglichst wenig Zeit mit Schlafen verplempern. Das gilt für Männer genauso wie für Frauen. Alle können sich, ganz gleichberechtigt, im Schlaf-Schwanzduell bekriegen: Wer hat den Kürzesten?“

So provokant beginnt Katharina Kunzmanns Erstlingswerk „Ab ins Bett!“(Goldmann Verlag). Dieses von Kunzmann beschriebene Schlaf-Duell können wir jeden Tag auch auf dem Spielplatz oder bei Tür-und-Angel-Gesprächen in der KiTa unserer Kinder beobachten.

Wir Mamas unterhalten uns schrecklich gerne über das Thema Schlafen. Allerdings ist das kein selbstgewählter Lifestyle wie bei übereifrigen Büroangestellten, die mit ihren frühmorgendlichen Sportaktivitäten oder durchgearbeiteten Nächten prahlen, sondern wir schlafen wenig, weil unsere Kinder uns wach halten.

Laut Kunzmann kommen die Deutschen jede Nacht auf durchschnittlich rund sieben Stunden und dreißig Minuten Schlaf und das ist schon wenig, wenn man bedenkt, dass es vor hundert Jahren noch neun Stunden waren.

Sieben Stunden und dreißig Minuten. Für uns Mamas ist das oft ein unerreichbarer Traum – wir träumen vom Träumen. Schlafentzug ist Folter und das stinkt.

Deshalb haben wir die Schlafexpertin Katharina Kunzmann mal nicht zum Schlaf unserer Kleinen befragt, sondern zu unserem eigenen:

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Wieviel Stunden Schlaf brauchen wir, um gesund und munter zu sein?

Das ist sehr individuell. Denn genauso wie es Frühaufsteher und Nachtmenschen gibt, gibt es auch Kurz- und Langschläfer. Grob kann man sagen, dass zwischen 6 und 9 Stunden normal ist. Kleiner Trost für Mamis, die (noch) zu Hause sind: Sollte man nachts nicht auf diese Stundenanzahl kommen, kann man sich auch tagsüber noch einmal hinlegen. Wichtig ist nicht, dass man die Stunden am Stück schläft, sondern dass man sich nach dem Schlaf erholt fühlt.

Schwangeren wird vor der Geburt oft geraten „Schlaf, soviel du kannst, wenn das Baby erstmal da ist, kommst du nicht mehr dazu“. Können wir wirklich „vorschlafen“?

Sein Schlaf-Konto auffüllen, solange man die Zeit und Ruhe dafür hat, ist eine wundervolle Vorstellung, funktioniert aber leider nicht. Was hingegen gut funktioniert ist, das Konto wieder auf Null zu setzen. Deshalb kann man überlegen, ob man vielleicht ein paar Aufgaben an den Papa oder Familie und Freunde abgeben kann, um sich hin und wieder richtig auszuschlafen. Das kann wahre Wunder wirken.

Was passiert bei dauerhaftem Schlafmangel?

Das lässt sich leicht zusammenfassen: Schlafmangel macht krank, dumm und unfreundlich! Deshalb sollte man wirklich aufpassen, dass der Schlaf nicht zu kurz kommt. Das ist natürlich leichter gesagt als getan – vor allem mit Baby. Aber wer versteht, wie wichtig und toll unser Schlaf ist, der achtet auch mehr darauf. Deshalb ist mein Buch nicht nur ein Ratgeber, sondern auch eine echte Liebeserklärung an den Schlaf.

Was rätst du Müttern, die nach einer langen Periode des erzwungenen Schlafentzugs wieder in ihren Schlafrhythmus finden wollen?

Es ist immer am besten, wenn wir auf unsere innere Uhr hören und nach unserem eigenen Rhythmus wach sind und schlafen. Ein Kind kann diesen Rhythmus völlig durcheinanderbringen und vor lauter Dauermüdigkeit weiß man gar nicht mehr, wie man tickt. Um das wieder herauszufinden, braucht es Zeit, und die sollte man sich auch gönnen. Ich rate Müttern, dass sie immer dann ins Bett gehen, wenn sie wirklich müde sind – egal ob um 20 Uhr oder gegen 1 Uhr nachts. Wer auf seinen Körper hört, findet von alleine in seinen alten Schlafrhythmus zurück.

Eine wunderbare Gelegenheit für ein Power-Nap ist der Mittagsschlaf der Kinder. Wie sollte so ein Nickerchen ablaufen? Wie lange ist sinnvoll, um danach wieder fit zu sein für den Rest des Tages?

Der ideale Power-Nap dauert 20 Minuten. Wer länger liegen bleibt, kommt in die Tiefschlafphase und dann fällt das Aufstehen schwerer. Deshalb besser einen Wecker stellen.

Und dein bester Tipp?

Bitte habt nie ein schlechtes Gewissen, wenn ihre ein Nickerchen macht! Keiner kann immer nur funktionieren. Gönnt euch eure Pausen und dann frisch ans Werk. Mamas, ihr seid großartig!

Wer mehr zum Thema Schlafen lesen möchte, kann das auf Katharina Kunzmanns Blog diewillnurschlafen.de tun.

Timea Sternkopf

Ich lebe mit meiner knapp dreijährigen Tochter und meinem Mann in München und arbeite als freie Autorin und Dolmetscherin. Ich bin nicht nur eine echte Mama, sondern auch ein echter Film- und Serienjunkie. Neben „Game of Thrones“ hege ich eine ebenso große Liebe zu thailändischem Essen und zum Reisen.

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