Traumberuf Mama-Bloggerin?! Laura von Trendshock erzählt uns mehr

Bestimmt folgt ihr auch der ein oder anderen Mama auf Instagram. Oder ihr lest regelmäßig spannende Beiträge einer Mama-Bloggerin im Netz. Klar, wir tun das auch! Sehr gerne sogar. Und bestimmt habt ihr euch schon einmal gefragt, wer die Mama hinter dem Blog ist. Kennen wir sie wirklich? Und ist einen Blog zu betreiben mittlerweile ein richtiger Job? Vielleicht sogar ein Traumjob? Auf den ersten Blick sieht das auf jeden Fall so aus.

Viele Mama-Bloggerinnen stecken sehr viel Arbeit und Energie in ihren Blog, posten die schönsten Fotos von ihrer Familie und stellen immer die neuesten  Babyprodukte vor.

„Und dafür werden sie auch noch von den Herstellern bezahlt? Hallo, das ist doch viel besser als ein nerviger Schreibtisch-Job“ – ein Gedanke, den du vielleicht auch schon gehabt hast.

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Das M in Mama steht für müde ? Das andere M auch ?

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Ein Blick hinter die Kulissen eines Mama-Blogs lohnt sich aber trotzdem. Wir haben Laura von „Trendshock“ zum Gespräch gebeten und freuen uns, dass sie offen und ehrlich über ihr Blogger-Leben geredet hat.

Ein Screenshot von Lauras Blog „Trendshock.de“

Zum Hintergrund: Laura betreibt seit 2015 ihren Blog Trendshock, den gleichnamigen Instagram-Account (mit ca. 38.000 Followern) und hat einen fast zweijährigen Sohn names Aric. Ihre Beiträge handeln vom Stillen oder dem Familienbett. Sie schreibt über alles, was sie beschäftigt und was sie mit ihrer kleinen Familie im Alltag erlebt. Klar, dass gerade auch ihre zweite Schwangerschaft ein großes Thema ist.

Liebe Laura, was hast du eigentlich vor deinem Blog beruflich gemacht?

Bevor ich mit dem professionellen bloggen begonnen habe, arbeitete ich als Filialleiterin und Ausbilderin im Einzelhandel.

Und wie bist du zum Bloggen gekommen?

Meinen ersten Blog habe ich schon 2004 online gestellt, dieser war aber nur privater Natur und wurde von Freunden und Bekannten gelesen. Ich selbst war schon immer eine große Blog-Leserin und fasziniert davon, wie unglaublich toll einige Bloggerinnen arbeiteten. Mit meinem Mama-Blog habe ich kurz nach der Geburt meines Sohnes begonnen. In der Schwangerschaft ist mir Instagram sehr ans Herz gewachsen, jedoch wollte ich mehr Fotos und längere Texte veröffentlichen und mit meinen Lesern teilen. Deswegen der Blog.

Stichwort Vereinbarkeit: Lässt sich dein Job als Bloggerin gut mit deiner Familie vereinbaren? Wie beurteilst du die Situation von Müttern in anderen Berufen?

Ich glaube, das kommt wirklich ganz auf den Beruf an. Gerade in der Selbstständigkeit kann man Familie und Beruf super kombinieren. Ich selbst blogge, kümmere mich um den Haushalt und um meinen Sohn – alles von zu Hause aus. Dieses Privileg haben leider nicht viele Mütter, und aus diesem Grund bin ich auch mehr als dankbar, diese Chance nutzen zu können. In einem Angestelltenverhältnis sieht das leider schon wieder ganz anders aus. Um meine Position bei meinem alten Arbeitgeber zu halten, hätte ich früh an meinen Arbeitsplatz zurückkehren müssen. Meist sind viele Jobs auch nur als Vollzeitstelle zu haben. Meiner Meinung nach wird es Müttern auf dem Arbeitsmarkt nicht leicht gemacht.

Jetzt bist du Bloggerin – wie sieht ein Arbeitstag bei dir aus?

Aric und ich stehen morgens gemeinsam auf, machen uns für den Tag fertig und bereiten das Frühstück vor. Kurz darauf beginnt schon mein Arbeitsalltag: E-Mails checken und beantworten, in meinen Redaktionsplan schauen und überlegen, um welche Dinge ich mich kümmern muss, um meine Beiträge termingerecht zu veröffentlichen. Aric spielt meist nebenbei im Wohnzimmer und inspiriert mich. Allein die Emails zu beantworten, die Beiträge zeitlich zu planen, Fotos zu machen und mich nebenbei noch um meinen Sohn zu kümmern, zieht sich häufig bis in die Mittagsstunden hin. Dann gibt es Mittagessen, wir gehen raus zum Spielen und meist macht Aric dann noch seinen Mittagsschlaf. Diese Zeit nutze ich intensiv zum Schreiben der Beiträge, Korrekturlesen, Fotos schießen und deren Bearbeitung. Manchmal schaffe ich einen Beitrag innerhalb eines Tages fertig zu stellen, meist stecken aber mehrere Tage Arbeit darin.

Kannst du vom Bloggen leben?

Jein. Es gibt Monate, in denen ich davon leben könnte, aber dann kommen wieder Monate, in denen ich nicht einmal zu unserer Miete beitragen kann. Gerade im Blogger-Business ist es schwierig, konstant Einnahmen zu erzielen. Viele Kunden wollen nicht für die Arbeit zahlen und bieten nur Ware an, andere Kunden wollen nur sehr wenig zahlen.

So sieht zum Beispiel ein bezahlter Instagram-Post aus:

Endlich können wir bei uns im Harz den Sommer einläuten: Kleider, T-Shirts, Shorts und Sandalen ?? Morgen wird es ganz aufregend für Aric: Wir gehen Luchse in @badharzburg.tourismus füttern – hat jemand von Euch das schon einmal gemacht? Im Blog findet Ihr heute meine Kinderwagenvorstellung des @moon_gmbh Nuova City. Ich wünsche Euch eine schöne Nacht ❤️#Anzeige #moonmoments #moonbuggy #mamablog #mamablogger #mamablogger_de #zezuzulla #birkenstock #hmtrend #asseenonme #blogger_de #lebenmitkindern #lifewithkids #baby2015 #baby2018 #augustbaby

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Was sagt dein Mann dazu, dass du über euer Leben bloggst und Fotos von eurem Kind zeigst?

Mein Mann hat mich damals bestärkt, diesen Weg zu gehen – er ist selbst Redakteur, Fotograf und Webdesigner für meinen Blog. Gerade am Anfang, als die Zahlen noch weit von dem entfernt waren, was ich mir vorgestellt hatte, hat er mich immer wieder ermutigt, weiter zu machen. Eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe.

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Was wäre dein Ratschlag an andere Mamas, die auch von einem Blog träumen?

Fangt einfach an! Jedoch würde ich heute nicht noch einmal ohne Konzept starten und die extra Zeit, die ich in der Elternzeit hatte. Ein Blog kann einen sehr vereinnahmen, er wird zu einem Kind, welches täglich gepflegt und gefüttert werden muss. Wenn der Wille und der Wunsch bestehen und man am Ball bleibt, sollte man auf jeden Fall den Traum eines Blogs nicht nur träumen, sondern auch in die Realität umsetzen.

Wichtig ist: Fangt an zu bloggen, weil ihr etwas zu erzählen habt und nicht, um Bekanntheit, Geld oder kostenlose PR-Produkte zu bekommen. Der Aufwand, den ihr in einen Blog stecken müsst – gerade zu Anfang – ist enorm, und viele hören schon nach kurzer Zeit wieder auf.

Weißt du schon, wie lange du bloggen wirst? Hört man irgendwann auf, eine Mama-Bloggerin zu sein?

Ich kann mir gut vorstellen, dass ich nach und nach meine Kinder nicht mehr als Hauptbestandteil meines Blogs sehen werde. Ich habe den Namen „Trendstock“ mit Bedacht gewählt, denn neben meinem Leben als Mutter liebe ich Mode, Einrichtung und Reisen. Vielleicht geht mein Weg früher oder später noch in eine ganz andere Richtung, ich bin selbst gespannt, wo das Bloggen mich in Zukunft hinführt. Vorstellen könnte ich es mir, diesen Traum noch sehr lange zu leben.

Was gefällt dir am Bloggen gar nicht? Gibt es auch negative Seiten?

Die Konkurrenz im Blogger-Geschäft, egal ob Mama-Blogger oder in einer anderen Sparte, ist gewaltig und da, wo Konkurrenz herrscht, bleibt Neid leider nicht aus. Neid und Missgunst können natürlich auch von den Lesern kommen, und ich gehe davon aus, dass schon fast jeder Blogger mit dieser negativen Seite des Bloggens in Berührung gekommen ist.

Was gefällt dir besonders?

Der Grund, aus dem ich zum Bloggen gekommen bin: der Austausch zwischen den Lesern und der Austausch mit den anderen Bloggern. In den zwei Jahren, in denen ich professionell blogge, kann ich nun Leser sowie Blogger-Kollegen zu meinem Freundeskreis zählen. Außerdem möchte ich gerne im Bereich der bedürfnisorientierten Erziehung mit Augenmerk auf das Stillen und das Familienbett junge Mütter erreichen – und ihnen gegebenfalls sogar helfen und sie ermutigen. Man kann nämlich modern und witzig sein, auch wenn man über ein Jahr stillt und sein Kind bis zu einem gewissen Alter zu Hause erzieht.

Was wir uns merken: Ein Blog kann wirklich zu einem richtigen Traumjob werden. Aber der Weg dorthin ist mit viel Arbeit verbunden, die man auf den ersten „Instagram-Blick“ nicht sieht. 

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