7 Tipps gegen Reiseübelkeit bei Kindern

Urlaub zusammen mit der Familie ist etwas ganz Besonderes und wir freuen uns schon jetzt auf die nächsten Ferien! Bevor wir uns aber am Strand entspannen, im Meer baden oder in den Bergen Energie auftanken können, wartet da noch die Anreise auf uns. Egal ob mit Auto, Flugzeug, Schiff oder Zug – viele Kinder kämpfen mit fieser Reiseübelkeit.

Das ungute Gefühl im Magen kann natürlich nicht nur die die kleinen Passagiere, sondern auch uns erwischen. Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren sind aber am anfälligsten. Babys sind normalerweise nicht betroffen, da bei ihnen das Gleichgewichtsorgan noch nicht vollständig entwickelt ist. Und zum „drauf freuen“: Spätestens ab 50 bleibt man dann auch wieder verschont. Experten vermuten, dass im Körper eine Art Lerneffekt wirkt und Erwachsene im Laufe der Zeit weniger empfindlich reagieren.

Aber warum wird unseren Kleinen bei der Anreise schlecht?

Egal ob Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel oder im schlimmsten Fall Erbrechen: Unwohlsein auf der Anreise können nicht nur die Vorfreude auf den Urlaub trüben, sondern sind auch wirklich lästig. Und warum eigentlich das Ganze?

Auslöser sind die ungewohnten schwankenden Bewegungen. Die bringen unser Gleichgewichtsorgan im Ohr völlig aus dem Takt, denn das Auge kommt bei den schaukelnden Bewegungen nicht mehr mit. Auf diese Reizüberflutung von unserem Gehirn reagiert der Körper dann mit den typischen Symptomen.

Ein Blick in die Ferne kann manchmal gegen die Übelkeit helfen… Foto: Bigstock

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Die besten Tipps gegen Reiseübelkeit

  1. Am besten sitzt dein Kind da, wo die Bewegungen am wenigsten zu spüren sind. Im Bus sucht ihr euch einen Platz ganz vorn, auf dem Schiff möglichst mittig und nah an der Wasseroberfläche und im Flugzeug im Bereich der Tragflächen. Wenn ihr mit dem Zug unterwegs seid, dann setzt euch am besten in Fahrtrichtung und an einen Fensterplatz.
  2. Auf der Autofahrt solltet ihr immer wieder frische Luft ins Auto lassen. Auch regelmäßige Pausen helfen, der nervigen Übelkeit vorzubeugen.
  3. Vor und während der Anreise solltest du deinem Kind kein fettiges Essen geben. Habt lieber frisches Obst, Zwieback oder generell etwas Leichtes dabei.
  4. Super sind auch Snacks, bei denen die Kleinen ordentlich was zu kauen haben: Möhren, Vollkornkekse oder Reiswaffeln. Das ständige Kauen beugt der Übelkeit sehr effektiv vor. 
  5. Manchmal wissen die Kleinen schon, dass ihnen auf Reisen schlecht wird und sie warten quasi nur darauf. Am besten versucht ihr sie abzulenken, vielleicht mit Musik oder einem kleinen Spiel – wie wäre es z.B. mit „Autokennzeichen Bingo“ und „Wer bin ich?“
  6. Lesen, einen Film gucken oder mit dem Handy spielen ist natürlich ebenfalls eine einfache Ablenkung, aber wenn dein Kind anfällig für Reiseübelkeit ist, solltet ihr darauf verzichten! Vor allem der Blick nach unten aufs Handy oder ein Buch signalisieren dem Gehirn Ruhe, die schaukelnde Fahrt aber das Gegenteil.
  7. Du kannst auch versuchen dem kleinen Passagier mit Akupressur zu helfen. Bei Reiseübelkeit ist speziell ein Punkt unter dem Handgelenk wirksam: Er liegt an der Innenseite des Unterarms zwei Daumenbreiten über der Handgelenksbeugefalte zwischen den beiden Beugesehnen. Durch leichtes, gegen den Uhrzeigersinn kreisförmiges Drücken wird es schon nach einer Minute etwas besser. 

Auch die besten Tipps sind leider keine Garantie dafür, dass deine Kinder vor Reiseübelkeit verschont bleiben. Aber: Sie machen es ganz sicher besser. Hab für den Notfall trotzdem immer ein paar Plastiktüten oder eine Spucktüte dabei.

Ob mit oder (hoffentlich!) ohne Reiseübelkeit wünschen wir euch einen wunderschönen Urlaub!

 

Wir danken Lisa Butschalowski für diesen Text.

Echte Mamas

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