Tipps einer 7-fachen (!) Mama, wie dein Kind garantiert kein Arschloch wird

Susie Johnson ist Mutter von sieben Kindern. Und nimmt kein Blatt vor den Mund.

In all den Jahren als Mama hat sie nämlich eine Menge gelernt. Vor allem, wie man es schafft, keine Arschloch-Kinder zu haben. Sorry, aber manchmal muss man es so deutlich sagen wie Susie auf Scary Mommy:

„Wenn du dir selbst die besten Voraussetzungen schaffen willst, einen Menschen heranzuziehen, der kein totales Arschloch wird, und es zudem durch die ersten 18 Jahre seines oder ihres Lebens schaffen willst, ohne dabei verrückt zu werden, dann sind hier meine besten zehn Ratschläge“.

  1. Bringe deinem Kind bei, zu schlafen! Und halte dich an den regelmäßigen Mittagsschlaf.

Hier geht es nicht um die Methode, wie ein Kind zu Bett gebracht wird und ob es in den Schlaf begleitet wird oder allein einschläft. Susie betont vielmehr, wie wichtig Schlaf generell für Kinder ist:

„[…] müde Kinder sind schlechtgelaunte Kinder. Müde Kinder sind schlecht in der Schule. Und müde Kinder zuhause nerven. Vor allem gegen 17 Uhr. […] Müde Kinder schlafen außerdem schlechter als ausgeruhte Kinder. Klingt widersprüchlich, aber es ist wahr. Frag jegliche Eltern, die ihr Kind abends lange aufbleiben ließen und dachten, es würde das am nächsten Tag ausgleichen und länger schlafen. Wird es nicht. Wahrscheinlich wird es sogar früher aufwachen als sonst.“

Darum rät sie jeder Mama, sich streng an den Mittagsschlaf zu halten, zum Wohle der Kinder und zum Wohle der eigenen Nerven.

  1. Hör auf, dich zu vergleichen

„Wir sind alle keine perfekten Familien, auch wenn wir sie auf Facebook spielen.“ Damit will Susie uns sagen, dass jede Mama ihre Stärken und eben auch ihre Schwächen hat. Im Internet werden aber meist nur die Schokoladenseiten gezeigt und sofort fühlt man sich selbst schlechter und unzureichend. Schluss damit! Wir alle machen Fehler.

„Wir streiten und wir scheitern und wir lügen und schummeln und wir verbergen Dinge und wir machen allen möglichen Unsinn, den niemand sieht […].“

Lieber sollten wir anfangen, für unser Leben das Beste aus uns herauszuholen und nicht, um es auf Facebook zu posten, rät Susie.

  1. Akzeptiere, dass es keinen einfachen Weg gibt

Es gibt keine Abkürzungen oder Wege des geringsten Widerstandes, sagt Susie. Sie hat gelernt, dass sich jede Abkürzung rächt, die man in der Erziehung nimmt. Manche sofort, manche erst Jahre später. „[…] es wird zurückkommen um dir in den Hintern zu beißen. Garantiert.“

  1. Sei konsequent. Und bleibe dabei

So hart es manchmal ist, aber dieser Tipp ist enorm wichtig, schreibt Susie. „Wenn du in dieser Hinsicht ‚Scheiß drauf’ sagen willst, lies dir noch einmal Tipp Nr. 3 durch.“

  1. Gib deinen Kindern Verantwortung

„Deine Kinder sind zu viel mehr fähig, als du denkst. Dein 2-jähriges Kind kann sein Spielzeug aufräumen und seine Kleider falten. Dein 5-jähriges Kind kann staubsaugen und das Kehrblech benutzen. Dein 7-jähriges Kind kann sein eigenes Pausenbrot für die Schule machen.“

Auch wenn die Aufgaben natürlich nicht so perfekt ausgeführt werden, wie wenn Mama es selbst macht, so ist es dennoch enorm wichtig, schon so früh damit anzufangen. Wie sonst sollen sie es lernen und ein Verständnis dafür bekommen, dass diese Aufgaben nun einmal zum Zusammenleben dazugehören?

Kinder lieben es sogar, wenn sie ihrem Alter entsprechend Verantwortung übernehmen dürfen und bauen dadurch ganz nebenbei ihr Selbstwertgefühl auf. Denn wer eine wichtige Aufgaben hat, gehört dazu und wird ernst genommen.

  1. Hör auf, deine Kinder zu entschuldigen

Als Eltern haben wir stets den Impuls, unsere Kinder zu beschützen. Das ist auch gut so. Doch wenn unsere Kinder Mist machen, dann ist es zu kurz gedacht, sie blind zu verteidigen und jegliche Schuld von ihnen zu weisen. Es wird ihnen für ihr Leben viel mehr geben, wenn sie lernen, für ihre Fehler geradezustehen.

„[…] Wenn sie dabei erwischt wurden, eine Dummheit anzustellen, dann nimm sie in die Verantwortung. Es ist nicht die Schuld eines anderen. […] Zeige ihnen die Konsequenzen und zieh es durch. Wenn du dich hier aus der Affäre ziehen willst, denke wieder an Nr. 3.“

  1. Sei flexibel

Diese Lektion beginnt eigentlich schon mit der Geburt. Denn ab da ist alles anders, und wir müssen unser bisher planbares Leben komplett umstellen. Die Improvisation wird jetzt unser bester Freund, denn sich an einen Plan zu halten, der täglich aufs neue viele Male umgeworfen wird, bringt nur Frust.

Deshalb rät auch Susie: „Improvisiere, pass dich an und komm darüber hinweg. Das ist eine der wertvollsten Lektionen, die du deinen Kinder je beibringen wirst.“

  1. Hab keine Angst, „Nein“ zu deinen Kindern zu sagen.

Ob es die Bildschirmzeit ist, der Besuch bei der Freundin, der nicht in den Terminplan passt, ob es das vierte oder fünfte Hobby ist, das einfach eins zu viel ist, oder das hundertste „Anna und Elsa“- Merchandise, das du einfach nicht bereit bist zu kaufen – es ist wichtig, deinen Kindern „Nein“ zu sagen, wenn du etwas nicht möchtest. Konsequent. „Es mag in dem Moment schwierig sein. Und wenn es das ist und du dir schon sagen willst ‚Scheiß drauf’, denk wieder an Nr. 3.“

  1. Lass deine Kinder Fehler machen

Hier geht es wieder darum, deinen Kindern Verantwortung beizubringen und nicht alles für sie zu übernehmen. „Bring ihnen nicht die Hausaufgaben oder das Musikinstrument, das sie zu Hause vergessen haben, in die Schule. […] Kauf ihnen keinen Pokal, wenn sie nur den 4. Platz erreicht haben. Bring ihnen Verantwortung bei. Und dass harte Arbeit manchmal der einzige Weg ist.

  1. Entspann dich

„Kümmere dich nicht um kleine Dinge“, schreibt Susie und meint damit vor allem die Äußerlichkeiten, auf die man vor allem als Erstmama meist viel zu großen Wert legt und sich dabei unnötig stresst. Sei es das Baby-Outfit, um beim Kinderarzt einen guten Eindruck zu machen. Oder das Feinmachen für das Kindergarten- oder Schulfoto:

„Egal wie viele Minuten oder Stunden du damit zubringst, dein Kind ordentlich aussehen zu lassen, sie werden in 20 Jahren höchstwahrscheinlich zurückschauen, genau wie wir es tun, und sagen ‚Was zum Teufel hat meine Mutter sich dabei eigentlich gedacht?’“

Die Liste der Tipps könnte laut Susie noch viel länger sein, doch diese Top Ten sind auf jeden Fall schon ein richtig guter Anfang, oder?

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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