Thorn von Ashton Kutcher: So hat er schon 6000 missbrauchten Kindern geholfen!

Sexueller Missbrauch von Kindern ist mit dem Internet ein noch größeres Problem geworden. Täter vernetzen sich, verschicken Kinder-Pornografie in Sekundenschnelle an Gleichgesinnte und tauschen sich im Darknet aus.

Weil sie die neuen Technologien perfekt nutzen, muss das auch die Gegenseite tun, um sie zu finden und zu stoppen. Weil dafür oft Wissen und Geld fehlt, hat sich unter anderem Ashton Kutcher dessen angenommen.

Mit Technik gegen Missbrauch:

Er ist nicht nur Schauspieler und Vater zweier Kinder, sondern auch Gründer der Initiative Thorn. Diese arbeitet mit hunderten von Programmierern zusammen, um Tools zu entwickeln, die genau das tun: Missbrauchsopfer und -täter zu identifizieren.

„Jede neue Plattform und Technologie könnte einen neuen Täter aktivieren. Sie kann aber auch unsere beste Waffe gegen ihn sein. Wir haben uns der Mission verschrieben, Kinderhandel zu sexuellen Zwecken und die sexuelle Ausbeutung von Kindern zu beenden. Und wir werden nicht aufhören, bis jedes Kind einfach nur Kind sein darf!“, so das ambitionierte Ziel der Stiftung.

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Erste Erfolge:

Davon ist sie zwar noch weit entfernt, aber der Grundstein ist gelegt, wie Ashton Kutcher vor wenigen Tagen auf der Salesforce-Messe in San Francisco erklärte: „Wir haben bereits 6000 Kinder identifiziert, die missbraucht wurden. Wir haben 12000 Erwachsene identifiziert, die ebenfalls missbraucht wurden und wir haben 6000 Kinderschänder identifiziert.“

Sein Engagement geht zurück auf eine Dokumentation, die er 2009 mit seiner damaligen Partnerin Demi Moore gesehen hat. Darin ging es um Kinder in Kambodscha, die als Sex-Sklaven missbraucht wurden.

„Diese kambodschanischen Kinder waren 7, 8, 9 Jahre alt. Ich habe angefangen, herumzufragen, und die Leute sagten zu mir: ‚Oh, es passiert auch hier, in Los Angeles!'“, erzählte Kutcher dem W Magazin nach der Gründung von Thorn.

Die Großen der Branche helfen mit:

Als er erfuhr, dass ca. 70 Prozent aller Fälle von Kinderhandel über das Internet abgewickelt wird, beschloss er, dort anzusetzen und zu handeln: „Das ist ein Medium, mit dem ich mich auskannte. Bei dem ich eine Menge Menschen kannte, von denen ich wusste, dass sie helfen können.“

Das waren und sind große Namen: Ashton Kutcher nutzte seine Kontakte zu Amazon, Microsoft, Pinterest und Google und inzwischen ist Thorn eine große Organisation.

Über 20 internationale NGOs und über 40 Technologie-Unternehmen sind an Bord, dazu kommen zahlreiche Freiwillige. Sie sorgen dafür, dass Kampagnen gestartet und immer neue Tools entwickelt werden, die über 5000 Einsatzkräften in über 18 Ländern zur Verfügung stehen.

Algorithmen gegen das Böse:

Wie genau sie funktionieren, das erklärte Ashton Kutcher natürlich nicht. Aber er gab zwei Beispiele: Spotlight speichert und durchsucht Millionen von Escort- und Erotik-Anzeigen, durchsucht Online-Börsen, Foren und Communities und erkennt potenziell verdächtige Anzeigen. 

Ein weiteres Programm analysiert Suchanfragen einzelner Nutzer und schaltet bei potenziellen Tätern Ad-Kampagnen, die ihnen psychotherapeutische Maßnahmen empfehlen.

Auch du kannst helfen!

In San Francisco erklärte Ashton Kutcher, das Internet und Technologien per se hätten keine Kraft. Es seien vielmehr die Menschen dahinter: „Das ist keine Macht des Guten oder Macht des Bösen. Das bist du! Du bist die Macht des Guten oder die Macht des Bösen!“

Und so appellierte er an alle, es ihm gleichzutun (zumindest im Rahmen der eigenen Möglichkeiten): „Die einzige Frage ist: ‚Wie gut sind wir?‘

Findet ein Thema, das euch bewegt, übernehmt Verantwortung für ein Problem, das nicht ihr kreiert habt und macht euch daran, es zu lösen.“


Die Initiative Thorn findet ihr unter https://www.wearethorn.org

Rebecca

Schon seit rund einer Dekade jongliere ich, mal mehr, mal weniger erfolgreich, das Dasein als Schreiberling und Mama. Diese zwei Pole machen mich aus und haben eines gemeinsam: emotionale Geschichten!

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