Hat die Mutter ihr Kind in die Ostsee gestoßen?
Zunächst hieß es, das Kind sei ins Wasser gefallen und die Mutter hinterhergesprungen. Später war in polnischen Medien auch davon die Rede, dass beide zeitgleich über Bord gegangen seien. Man habe Videoüberwachungsmaterial gesichert, das die Version, ein Kind sei über Bord gefallen und eine Erwachsene hinterhergesprungen, nicht bestätige, sagte eine Sprecherin der Reederei „Stena Line“ der polnischen Boulevardzeitung „Fakt“.
Das polnische Magazin schreibt außerdem, dass es sich bei der Mutter um eine 36-jährige Alleinerziehende gehandelt habe. In polnischen Medien berichten Augenzeugen, die gemeinsam mit Mutter und Kind auf der Fähre gewesen seien, dass der siebenjährige Junge im Rollstuhl gesessen habe. Die Ermittler äußerten sich nicht dazu, doch es scheint, als habe die Mutter ihr Kind absichtlich von der Fähre geschubst und sei dann selbst hinterhergesprungen, um sich das Leben zu nehmen.
Offiziell hieß es nur, dass wegen des „Mordes an einem Kind und des Selbstmordes der Mutter“ ermittelt werde. Das bestätigte eine Sprecherin der Bezirksstaatsanwaltschaft Danzig am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Weitere Details nannte sie nicht.
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„Sturz” von Fähre: Mutter soll ihr Kind gestoßen haben
Von
Lena Krause
17. Februar 2026