Smartphone + Kind = Katastrophe? Wie unsere Handy-Nutzung den Kindern schadet

Nur nicht zu oft, nur nicht zu lange und nichts, das eine schnelle Abfolge von Bildern hat – das sind die Devisen, nach denen wir Mamas gerne den Technik-Konsum unserer Kinder bestimmen. Fast alle Eltern sind sich einig: Handy, Tablet und Laptop sind kein Spielzeug und dürfen darum nur selten von den Kleinen benutzt werden. Schließlich glauben wir, dass sie der Gehirnentwicklung schaden und überhaupt wertvolle Zeit stehlen, die man auch draußen an der frischen Luft oder mit Freunden verbringen könnte.

Stimmt doch, oder?

Tja. Warum schauen wir dann eigentlich selbst so oft auf unser Smartphone? Denn für uns gilt doch eigentlich dasselbe.

Stimmt und stimmt nicht. Einerseits müssen wir eben manchmal unser WhatsApp checken und unsere Mails lesen, um den Kontakt zu Freunden herzustellen. Andererseits ginge das meistens doch auch später, wenn die Kinder in Schule, KiTa oder im Bett sind.

Und wenn Eltern ständig ihre Smartphones in der Hand oder im Auge haben, schaden sie damit nicht nur sich selbst, sondern auch ihren Kindern. Die sind sozusagen co-abhängig und leiden.

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Das M in Mama steht für müde ? Das andere M auch ?

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Das sagen viele Psychologen und Wissenschaftler und ihre Argumente machen durchaus Sinn.

Konzentration, Sprache und Wortschatz sind die Schlüsselelemente für ein Leben, in dem das Lernen leicht fällt. Diese drei Dinge lernen Kinder mit Hilfe ihrer Eltern. Besonders, wenn es um den Spracherwerb geht, ist die Interaktion essentiell. Studien zeigen, dass diejenigen, die um den ersten Geburtstag viel und intensiv mit ihren Eltern kommunizieren, im Alter von zwei Jahren einen doppelt so großen Wortschatz aufweisen wie diejenigen ohne solche Kommunikation.

„Warte, ich will nur schnell mal was gucken…!“ © Unsplash / William Iven

Per Experiment bewiesen

Dabei braucht es einiges, um diesen positiven Effekt zu erzielen, nämlich die volle Aufmerksamkeit für einen längeren Zeitraum und das öfters am Tag. Mal schnell eine Nachricht an die Freundin tippen – oder die Antwort lesen -, kurz zum Handy greifen, um zu sehen, wer den letzten Insta-Post geliked hat, das alles sind große Störfaktoren.

Kathy Hirsh-Pasek, Professorin an der Temple University, erklärt: „Kleinkinder können nicht lernen, wenn wir den Fluss der Kommunikation unterbrechen, um ans Telefon zu gehen oder uns die Nachricht ansehen, die auf dem Bildschirm aufscheint.“

Dafür hat sie Beweise gesammelt, unter anderem bei einem Experiment. Dabei hat sie jeweils eine Mutter und deren zweijähriges Kind in einen Raum gebeten. Dort sollten die Mamas ihren Kindern zwei neue Worte beibringen. Ein Smartphone war auch dabei, angeblich, damit die Mütter währenddessen von den Forschern kontaktiert werden können. Die Mutter-Kind-Paare, die während des Lernprozessen durch einen Anruf oder eine Nachricht gestört wurden, konnten die Aufgabe nicht lösen. Ihre Kinder lernten die Worte nicht. Die anderen schon.

Stolpern und Hinfallen – weil Mama am Handy ist

Aber das ist noch nicht alles. Sogar die physische Gesundheit unserer Kinder ist gefährdet, wie Craig Palsson, ein Yale-Absolvent, herausgefunden hat. Laut seinen Studien haben die Anzahl der Verletzungen und Knochenbrüchen von Kindern drastisch zugenommen, seit das 3G-Netz und das iPhone entwickelt wurden. Erschreckend, oder?

Ich habe daraus die Konsequenzen gezogen und mir ein Handy gekauft, eines für 20 Euro, das nichts kann außer telefonieren und SMS schreiben. So komme ich gar nicht mehr in Versuchung, zum Mama-Smombie zu mutieren. Facebook, Instagram, Mails und Co. gibt es nur für mich nur noch in der kinderfreien Zeit.

Nach einer kurzen Zeit der Eingewöhnung habe auch ich mich damit abgefunden und nicht nur das: Die ganze Familie hat gefühlt deutlich an Lebensqualität gewonnen. Als Extra-Bonus entfallen die Diskussionen mit den Kindern über deren „Screen-Time“. Weil ich nicht am Handy hänge, kommen sie erst gar nicht auf die Idee, das gleiche zu wollen….

Rebecca

Schon seit rund einer Dekade jongliere ich, mal mehr, mal weniger erfolgreich, das Dasein als Schreiberling und Mama. Diese zwei Pole machen mich aus und haben eines gemeinsam: emotionale Geschichten!

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