Nach 134 Stunden: Baby in Antakya geborgen
Auch in Antakya konnten Einsatzkräfte ein fünf Monate altes Baby nach 134 Stunden lebend aus den Trümmern holen, berichtete der staatliche türkische Fernsehsender TRT. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie ein Helfer kopfüber in ein metertiefes Loch hinabgelassen wurde, um zu dem Säugling zu gelangen. Das sichtlich entkräftete Kind übergaben seine Retter nach seiner Befreiung Sanitätern.
Laut einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu konnte in Antakya außerdem noch ein sechsjähriger Junge gerettet werden, der 137 Stunden lang unter Schutt begraben war. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Zuvor schafften es Helfer in der osttürkischen Provinz Hatay ein zwei Monate altes Baby lebend zu bergen.
Der Säugling in der Mittelmeer-Gemeinde Iskenderun sei 128 Stunden lang unter Schutt begraben gewesen, bevor er herausgezogen und in ein Krankenhaus gebracht wurde, berichtete die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Samstag.
Die Bergungen der Kinder sind Lichtblicke, denn für viele andere kommt jede Hilfe zu spät. Die Zahlen der Todesopfer werden laufend nach oben korrigiert. Je mehr Zeit vergeht, desto kleiner ist die Überlebenschance für Verschüttete, es ist also ein grausamer Wettkampf gegen die Zeit. Doch gerade deswegen jubeln und feiern die Helfer vor Ort jeden Menschen, der lebend geborgen werden kann.
HIER erfahrt ihr, wie ihr den Menschen vor Ort am besten helfen könnt.
Sie dürfen leben: Helfer retten Babys aus Erdbeben-Trümmern
Von
Lena Krause
17. Februar 2026