Das Neugeborene war noch durch die Nabelschnur mit seiner verstorbenen Mutter verbunden.
Die Angehörigen der Familie, die das Mädchen retteten, berichten, dass das Haus am Montag eingestürzt war. Sie suchten vergebens nach Überlebenden, bis sie ein Geräusch hörten: „Wir gruben, wir haben Trümmer weggeräumt und diese Kleine gefunden, gelobt sei Gott.“
„Wir haben die Nabelschnur durchtrennt und mein Cousin hat das Baby ins Krankenhaus gebracht“, wird Chalil Sawadi, einer der Helfer, von ntv zitiert. Die Kleine wurde in ein Krankenhaus in der nahegelegenen Stadt Afrin gebracht. Dort kam sie sofort in einen Inkubator und erhielt Infusionen.
„Sie wurde mit vor Kälte starren Gliedern eingeliefert, ihr Blutdruck war gefallen“, wird Arzt Hani Maaruf zitiert. Am Ende war die Diagnose den Umständen entsprechend aber zum Glück richtig gut: Das Mädchen hatte zwar Prellungen, war aber schnell wieder in einem stabilen Zustand. Sie war 3175 Gramm schwer.
Der Arzt schätzt, dass das Baby etwa sieben Stunden nach dem Erdbeben in den Trümmern zur Welt gekommen sei.
Geburt in Erdbeben-Trümmern: Mama stirbt, ihr Baby wird gerettet
Von
Laura Dieckmann
17. Februar 2026