Sich bei Kindern entschuldigen: „Mamas sollten Fehler zugeben.“

Den einen Streit zu viel gestritten, sich auf einen unnötigen Machtkampf eingelassen, geschrieen, obwohl es auch eine andere Lösung gegeben hätte: Im Stress des Alltags passiert das allen Müttern ab und zu. Fehler zu machen gehört zum Mama-Dasein dazu, genau wie die Wäscheberge und die Augenringe. Für unsere Kinder aber kann das eine ziemlich verfahrene Situation sein. Wenn ihre Mama die Geduld verliert, fragen sie sich manchmal, was sie falsch gemacht haben und in ihrem Kopf wird daraus ganz schnell eine große Sache – die bis zum Gedanken gehen kann, dass Mama sie nicht mehr lieb hat. Um das zu vermeiden, sollte man sich bei Kindern entschuldigen. Eine kleine Sache, die viel ändert.

Wie das in der Praxis funktioniert, das hat Bloggerin Amanda auf ihrer Facebookseite A Place Within Me wundervoll beschrieben. Sie erinnert sich in dem Post an ihre eigene Kindheit und erklärt die vier Schritte, mit denen ihre eigene Mama ihr ein gutes Gefühl gegeben hat, wenn es hoch her ging. Ihre Meinung: Sich bei Kindern entschuldigen? Unbedingt!

Schritt 1: Beruhigen

Amanda erklärt, dass sie eine besonders prägnante Erinnerung an ihre Kindheit hat, nachdem sie in einen Streit mit ihrer Mutter geraten war: „Ich erinnere mich daran, dass ich auf meinem Bett saß und in meinem Kopf alles nochmal durchging und mich darüber ärgerte, dass ich fast nichts davon verstehen konnte.“

Lange saß Amanda aber nicht alleine, denn ihre Mutter kam zu ihr, nachdem sie sich wieder gefasst hatte: „Sie setzte sich neben mich und sie entschuldigte sich bei mir. Kein schnelles ,Sorry‘ oder ein Versuch, die Dinge schnell hinter sich zu lassen; sie setzte sich neben mich und hatte ein echtes, ehrliches Gespräch mit mir.“

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Schritt 2: Ein echtes Gespräch über Gefühle

Amanda weiß immer noch, wie genau das ablief und gibt damit allen Mamas einen kleinen Spickzettel an die Hand: „Sie erklärte mir, dass sie manchmal, wenn sie sehr aufgebracht ist, Dinge sagt, ohne vorher über sie nachzudenken. Sie erklärte mir, dass das auch manchmal passiert, wenn sie mit meinem Vater unterschiedlicher Meinung ist. Sie erklärte mir ihre Gefühle und dass sie sich fürchterlich damit fühle, wie der Streit abgelaufen war. Und dann gab sie mir Zeit, die Dinge durchzudenken und zu antworten.“

Schritt 3: Zeit geben, zu antworten – und sich entschuldigen

Das half Amanda, zu überlegen, ob sie vielleicht auch manches bereue: „Sie gab mir den Raum, für die Dinge um Entschuldigung zu bitten, die ich gesagt hatte und nicht gemeint…. und dann vergab sie mir. Sie gab mir den Raum, meine Seite der Geschichte zu erklären. Sie gab mir den Raum, zu weinen – und sie weinte auch.“

Schließlich hatten beide gesagt, was sie fühlten und konnten sich ehrlich um Verzeihung bitten. Das war für Amanda „eine der besten Lektionen in Sachen Elternschaft“: „Sie ging nicht einfach weg, ohne zu versuchen, die Situation wieder zu reparieren. Sie kam zurück – und blieb, bis wir beide uns besser fühlten, verstanden und ernst genommen.“

Schritt 4: Sich gute Vorbilder suchen

Ihre Mama ist für Amanda also ein echtes Vorbild in Sachen Kindererziehung und sollte es für uns alle sein. Kein Wunder also, dass auch Amanda mit ihrer Tochter genau so umgehen möchte: „Sicher, ich wäre gerne eine ,perfekte‘ Mutter, aber ich weiß, dass das nicht existiert. Darum werde ich stattdessen versuchen, eine echte und ehrliche Mutter zu sein und beten, dass dass alles ist, was meine Kinder wirklich brauchen.

Schließlich ist das auch alles, was ich wirklich brauche – damals und heute.“

Amandas Erfahrung zeigt: Sich bei Kindern zu entschuldigen ist eine wichtige Sache. Denn ja, wir sind groß und sie sind klein. Aber eben deshalb sollten wir auch die Größe besitzen, ihnen zu zeigen, dass auch wir Fehler machen und dass es dem anderen ein gutes Gefühl gibt, wenn man diese auch zugeben kann. Denn klein oder nicht – unsere Kinder haben Respekt verdient.

Rebecca

Schon seit rund einer Dekade jongliere ich, mal mehr, mal weniger erfolgreich, das Dasein als Schreiberling und Mama. Diese zwei Pole machen mich aus und haben eines gemeinsam: emotionale Geschichten!

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