Semikolon-Tattoo: Ein (Satz-)Zeichen setzen gegen die Einsamkeit

Vielleicht habt ihr es auch schon irgendwo gesehen: Immer mehr Menschen lassen sich ein Semikolon tätowieren. Aber was steckt hinter diesem Tattoo-Trend?

 

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Das Satzzeichen Semikolon benutzen wahrscheinlich nur die wenigsten von uns, oder? Wieso ist es dann als Tattoo plötzlich so beliebt? Dahinter steckt mehr als das bloße Satzzeichen, es geht um eine symbolische Bedeutung. Denn, was viele nicht ahnen: Hinter einem Semikolon-Tattoo steckt eine sehr persönliche Geschichte.

Weltweite Bewegung „The Semicolon Projekt”

Das Semikolon steht für einen inneren Kampf, unter dem viele Menschen leiden, ohne, dass es andere mitbekommen. Ein Kampf gegen eine Sucht, eine psychische Krankheit oder Depressionen. Die Tätowierung ist nämlich das Symbol der weltweiten Bewegung „The Semicolon Project”, die Menschen mit Selbstmordgedanken Hoffnung schenken möchte, dass sie ihr Leben weiter bestreiten können.

Ins Leben gerufen wurde das Projekt schon 2013: Amy Bleuel aus den USA ließ sich damals ein Semikolon tätowieren, um an ihren Vater zu erinnern, der sich das Leben genommen hatte. Sie gründet „The Project Semicolon“ und schreibt auf der zugehörigen Website: „Das tätowierte Symbol steht für einen Satz, den der Autor beenden könnte, aber sich dazu entschieden hat, es nicht zu tun. Dieser Autor bist du – und der Satz ist dein Leben.”

„Gib nicht auf, wir glauben an dich!”

Inzwischen ist aus Amys Idee eine weltweite Bewegung geworden, an der sich verschiedene Netzwerke und ein Streetworker-Team beteiligen. Ihr Credo lautet: „Lass deine Lebensgeschichte nicht enden! Gib nicht auf, wir glauben an dich!” Gemeinsam wollen sie psychische Krankheiten enttabuisieren und sie sichtbarer machen.

Egal, ob gestochen oder mit Filzstift gemalt, das ungewöhnliche Tattoo verbindet also Menschen auf der ganzen Welt und gibt ihnen Kraft. Es signalisiert ihnen in ihren schwersten Stunden, dass sie nicht alleine sind – und kann so Leben retten.


Ihr befindet euch ebenfalls in einer emotionalen Notlage und seht keinen Ausweg? Wenn ihr Hilfe benötigt, könnt ihr euch jederzeit an die Telefonseelsorge wenden. Informationen und Unterstützung findet ihr außerdem über die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention.

Lena Krause

Ich lebe mit meinem kleinen Hund Lasse in Hamburg und bin dort immer gerne im Grünen unterwegs.

Auch wenn ich selbst noch keine Mama bin, gehören Babys und Kinder zu meinem Leben dazu. Meine Freundinnen machen mir nämlich fleißig vor, wie das mit dem Mamasein funktioniert und ich komme als „Tante Lena“ zum Einsatz.

Seit ich denken kann, liebe ich es, zu schreiben – und bei Echte Mamas darf ich mich dabei auch noch mit dem schönsten Thema der Welt auseinandersetzen. Das passt einfach!

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