#regrettingmotherhood: Sängerin Adele bereut jeden Tag

Sängerin Adele hat mit einem Interview #regrettingmotherhood wieder ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Die 28-Jährige spricht offen über Depressionen und das Gefühl, lieber kein Kind haben zu wollen.

Vier Jahre ist der Sohn der Britin alt und die Monate nach seiner Geburt waren für Adele sehr schwer. Sie bekam eine postnatale Depression, wie sei Vanity Fair verriet: „Ich dachte damals, dass ich die schlimmste Entscheidung meines Lebens getroffen hatte.“ Nicht nur, dass sie keine Zeit mehr alleine hatte, dazu kam, dass sie sich sicher war, die schlechteste Mutter der Welt zu sein.

Weil #regrettingmotherhood ein Tabu-Thema ist, traute sich Adele lange nicht, ihre Gefühl jemandem anzuvertrauen. Doch eines Tages brach es aus ihr heraus, und sie gestand einer Freundin unter Tränen: „Ich hasse das alles!

Da beschloss sie, ein Mal in der Woche einen kinderfreien Nachmittag einzulegen. Trotz schlechten Gewissens helfe ihr das sehr und sie fühle sich so viel besser. Aber ganz weg ist ihr Bedauern nicht:

„Ich liebe meinen Sohn über alles, aber ich habe jeden Tag eine oder zwei Minuten, in denen ich denke, ich würde mir wünschen, jetzt verdammt noch mal einfach das tun zu können, was ich will. Ich fühle das jeden Tag.“

Ein zweites Kind kommt für Adele deswegen auf keinen Fall in Frage: „Ich habe einfach zu große Angst“, sagte sie.

Mit ihren ehrlichen Worten beweist die Sängerin großen Mut und rückt #regrettingmotherhood wieder in die Öffentlichkeit. Der Hashtag wurde 2015 zum Trend, nachdem eine israelische Soziologin eine gleichnamige Studie veröffentlichte. Darin ging es um Mütter, die „das Schweigen brechen“ und darüber sprechen, dass sie ihre Mutterschaft bereuen und keine Kinder mehr bekommen würden, könnten sie die Zeit zurückdrehen.

In Deutschland wurde das Thema in der Folge intensiv diskutiert. Während viele Mütter es als erleichternd empfanden, dadurch über negative Gefühle bezüglich ihrer Kinder sprechen zu können, fanden andere es unglaublich, dass es Frauen mit derartigen Gedanken gibt und stellten die Frage, ob man Kinderkriegen überhaupt bereuen dürfe.

Rebecca

Schon seit rund einer Dekade jongliere ich, mal mehr, mal weniger erfolgreich, das Dasein als Schreiberling und Mama. Diese zwei Pole machen mich aus und haben eines gemeinsam: emotionale Geschichten!

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