Ramzi Methode: Was ist das eigentlich?

Die meisten werdenden Mamas können es kaum erwarten, das Geschlecht ihres Babys zu erfahren. Normalerweise müssen sie sich damit gedulden: Erst ab der 13./14. SSW können die Ärzte mit hoher Wahrscheinlichkeit sagen, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird. Wer es nicht so lange aushält, kann es mit der Ramzi Methode versuchen. Nach dieser Theorie kann man das Geschlecht nämlich schon ab der 5. Schwangerschaftswoche erkennen. Wie das geht und wie sicher die Prognosen. sind, erfährst du hier.

1. Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Ramzi-Methode ist eine Theorie, nach der man zwischen der 5. und 8. Woche mit dem ersten Ultraschall vorhersagen kann, ob dein Baby ein Junge oder ein Mädchen wird.
  • Dabei schaut der Arzt während des Ultraschalls nach der Lage von Plazenta und Nabelschnur.
  • Die Zuverlässigkeit der Ramzi Methode liegt angeblich bei 97 %, wurde bisher allerdings nicht wissenschaftlich bestätigt.

2. Erklärung: Was ist die Ramzi Methode?

Die meisten Eltern wollen so früh wie möglich wissen, welches Geschlecht ihr Baby haben wird. In der Regel lässt sich das Geschlecht frühestens um die 13. SSW mit einem Ultraschall bestimmen. Doch wenn es nach der Ramzi Methode geht, ist das auch schneller möglich. Laut dieser Theorie kann man mit Hilfe einer speziellen Ultraschalluntersuchung, der sogenannten farbcodierte Dopplersonografie, schon ab der 5. SSW vorhersagen, ob dein Baby ein Junge oder ein Mädchen wird. Dafür schaut der Arzt genau, wo sich die Plazenta und der Ansatz der Nabelschnur bilden.

Die besondere Schwierigkeit dabei: In diesem frühen Stadium der Schwangerschaft sind weder Plazenta, noch Nabelschnur vollständig ausgebildet. Der Arzt schaut deshalb bei einem speziellen Ultraschall nach hellen Stellen rund um die Fruchtblase. Anhand kleiner Ausbuchtungen, den sogenannten Chorionzotten, kann er erkennen, wo sich die Nabelschnur bilden wird. Befindet sich der Ansatz auf der rechten Seite, bekommst du laut Ramzi Methode einen Jungen. Liegt die Nabelschnur links, wird es ein Mädchen.

3. Woher kommt die Ramzi Theorie?

Hinter der Ramzi Methode steckt Dr. Saam Ramzi Ismail. Er führte im Rahmen einer Studie von 2011 bei mehr als 5.000 Schwangeren einen Ultraschall in der 6. Schwangerschaftswoche durch. Dabei achtete er besonders darauf, auf welcher Seite der Gebärmutter sich Planzenta und Nabelschnur bildeten. Anhand der Ergebnisse konnte er nach einiger Zeit voraussagen, ob die werdenden Mamas einen Jungen oder ein Mädchen erwarteten. In der 18. bis 20. SSW führte er dann einen erneuten Ultraschall durch, um zu sehen, ob sich seine Vermutung bestätigt hatte. Nach eigenen Angaben soll seine Methode bei Jungs zu 97,2 % zuverlässig sein. Bei Mädchen sind es sogar 97,5 %.

5. Wie sicher ist die Ramzi Methode ?

Diese Studie wurde in keiner wissenschaftlichen Fachzeitschrift veröffentlicht, und somit auch nicht von Ärzten oder Wissenschaftlern mit Fachkenntnissen in diesem Bereich auf ihre Methodik, Qualität und Genauigkeit überprüft.

2010 gab es eine ähnliche Untersuchungsreihe in Australien. Auch hier wollten die Wissenschaft die Verbindung zwischen Plazenta und Geschlecht des Fötus untersuchen. 277 Frauen wurden für die Studie untersucht. Die Treffgenauigkeit der Ergebnisse lag nur bei 50 bis 60 Prozent. Die Studie konnte also anhand der Ergebnisse keinen eindeutigen Zusammenhang bestätigen.

6. Ramzi Theorie anwenden: So geht‘s

Auch wenn die Ramzi Methode nicht von Experten bestätigt wurde, schadet es nicht, sie auszuprobieren. Anders als beispielsweise der Nicht-invasiver Pränataltest (NIPT), der bereits in der 10. Schwangerschaftswoche mit einer Validität von 99 % das Geschlecht deines Babys bestimmen kann, kostet die Ramzi Methode nichts.

Als Erstes musst du erkennen, wo sich deine Plazenta auf deinem Ultraschallbild befindet. Suche nach einem hellen Bereich um deine Fruchtblase (der dunkle Bereich in der Mitte deines Scans, der dein zukünftiges Baby umgibt). Es ist nicht immer offensichtlich und um wirklich sicher zu sein, bittest du am besten deinen Frauenarzt, dir zu zeigen, wo sich die Plazenta befindet, während der Ultraschall durchgeführt wird.

Achtung: Je nach Art des Ultraschalls kann die Aufnahme auch spiegelverkehrt sein. Deshalb solltest du bei der Auswertung folgendes beachten.

Vaginaler Ultraschall

Der Fötus befindet sich auf der linken Seite? Dann ist es ein Mädchen. Der Fötus ist auf der rechten Seite? Dann ist es ein Junge.

Abdominaler Ultraschall

Bei diesem Ultraschall musst du das Bild spiegelverkehrt analysieren. Die Plazenta ist auf der rechten Seite ist? Dann ist es ein Mädchen. Die Plazenta ist auf der linken Seite? Dann erwartest du einen Jungen.

Wir drücken dir die Daumen und sind gespannt, ob die Ramzi Methode richtig lag! Vielleicht magst du uns ja von deinen Erfahrungen damit erzählen?

Hier erfährst du übrigens, wie du vor der Empfängnis das Geschlecht deines Babys beeinflussen kannst.

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Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Texte und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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