Postnatale Depression: Die Ärzte dieser Mama riefen die Polizei

Es ging ihr wie vielen Frauen: Jessica Porten aus Kalifornien litt sehr unter ihrer Wochenbettdepression. Zu ihrem eigenen Schreck erlebte sie sogar ein paar Mal, wie sie in regelrechte Wutausbrüche ausbrach.

Erst vier Monate nach der Geburt ihrer Tochter Kira hatte sie den ersten Kontrolltermin im Krankenhaus, da die Klinik alle vorherigen Termine abgesagt hatte. Jessicas Mann hatte den Termin für sie vereinbart und dabei auch schon von ihren aktuellen psychischen Problemen erzählt.

Als sie schließlich der Krankenschwester vorab noch einmal erzählte, dass sie gerne mit den Ärzten über mögliche Medikamente oder Therapien gegen ihre Wutausbrüche sprechen wollte, griff diese zu drastischen Maßnahmen.

Denn im Anschluss an ihre Untersuchungen, die die Krankenschwester vornahm, wurde der Mutter eröffnet, dass die Polizei verständigt wurde, damit diese ihren geistigen Zustand beurteilen könne.

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Auf Facebook erzählte sie anschließend von diesem schrecklichen Tag. „Ich habe das Gefühl, dass dies in die Welt hinaus gesagt werden muss, damit alle sehen können, wie wenig Unterstützung Mütter von unserem (Anm.: dem amerikanischen) Gesundheitssystem bekommen.“

Mit einem Mitarbeiter des Krankenhauses musste Jessica eine Stunde auf die Polizei warten – zu allem Übel mit ihrem Baby, das sie mit zu ihrem Termin genommen hatte.

Als die Polizei ankam, nahm der Schrecken seinen Lauf.

Sie begleiteten Jessica in die Notaufnahme. Dort wurde ihr Blut abgenommen und sie musste Urin abgeben, während ein Wachmann auf sie aufpasste.

„Ich musste alle meine Kleider ausziehen, sie nahmen sie mir ab und schlossen sie weg.“

Stunden später kam schließlich ein Sozialarbeiter, der bestätigte, dass Jessica keine psychologische Hilfe benötige und sie nach Hause gehen könne. Um Mitternacht verließ Jessica mit ihrem völlig übermüdeten Baby die Notaufnahme.

Das vielleicht Sonderbarste an dieser Geschichte: „Während dieses ganzes Tages hat mich nicht einmal ein Arzt gesehen. Nicht ein einziges Mal.“ Das schreibt sie in ihrem Beitrag, der bisher über 30000 mal geteilt wurde.

Die vielen, vielen positiven Antworten haben Jessica ein wenig geholfen, diesen schrecklichen Tag zu verarbeiten und ihre Erfahrungen zu nutzen, um auf das Schicksal anderer Frauen aufmerksam zu machen.

„Ich kann als Frau diskriminiert werden, aber ich bin weiß und heterosexuell und habe dadurch Privilegien. Um wen ich mich wirklich sorgen, sind farbige oder homosexuelle Mütter, die in solchen Situationen Hilfe suche würden.“

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer vierjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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