„Popo sauber?“ Die Drecksarbeit mit dem Kinder-Kacka

Die Kinder, der anderen sind gefühlt schon seit der Geburt trocken? Bloggerin Brooke Takhar berichtet auf Scary Mommy mit einem Augenzwinkern, wie es sich anfühlt, wenn das eigene Kind endlich auch windellos leben soll – und man feststellt, dass man sich die Hände dann noch schmutziger macht.

„Ich habe sie bestochen“

Das Interesse ihrer Tochter am Trockenwerden? Tendierte mit drei Jahren immer noch gegen null. Ein klarer Fall von „Nur kein Stress, das machen die irgendwann ganz von selbst“, werden die meisten jetzt sagen. Bloß kann ich aus eigener Erfahrung mit meinem Sohn bestätigen, dass das viel leichter gesagt als getan ist. Vor allem dann, wenn alle anderen Kinder sogar beim Kacken hochbegabt sind. Brooke entschied, ihre Tochter mit Süßigkeiten zu ködern. Einen Bonbon gab’s fürs bloße Hinsetzen, zwei für Pipi, eine kleine Handvoll fürs große Geschäft. Mit diesem Deal hatte sie die Kleine.

„Doch dann ist da noch etwas, was dir niemand sagt. Eine Dreijährige ist unmöglich in der Lage, ihren Hintern ordentlich abzuwischen!“ Sowieso fand ihre Tochter Toilettenpapier total überbewertet. „Das war schockierend, weil die Kinder in ALLEN Youtube-Videos es doch LIEBEN, mit einer Rolle Toilettenpapier zu spielen und sie abzurollen.“ Brookes Tochter nahm zum Abwischen stattdessen lieber die ganze Hand, nachdem sie das lieblos zusammengeknüllte eine Blatt Papier auf halber Strecke verloren hatte.

„Jetzt werde ich radikal!“

Mit viel trockenem Humor beschreibt Brooke einen typischen Toilettengang, bei dem sie nur damit beschäftigt ist, zu verhindern, dass die Kacke am Ende überall klebt. Dabei muss sie mehrmals den Raum verlassen, da ihre Tochter bei den einzelnen Schritten abwechselnd Hilfe und Privatsphäre benötigt. Händewaschen? Erst, wenn auf beiden Händen exakt die gleiche Menge Seifenschaum verteilt wurde und das Wasser die ideale Temperatur hat.

Brooke hat mittlerweile ihre (eher nicht ernst gemeinte) Lösung gefunden: „Nächste Woche werde ich radikal: Meine Tochter trägt dann wieder Windeln und ich schreibe ein Buch über meine neue Erziehungsmethode, die Anti-Helikopter-Methode. Damit werde ich so reich, dass meine Tochter, sobald sie in die Schule kommt, ihren persönlichen Hinternabwischer engagieren kann.“

Klingt nach viel Wirbel ums Popoabwischen? Ach, insgeheim sind wir doch alle froh, wenn unsere Kinder solche Dinge alleine hinbekommen, oder? Bis dahin ist es vielleicht ein Trost, dass auch andere Mamas manchmal all der – Achtung, Wortspiel – Alltags-Kacke leicht ratlos gegenüberstehen und dabei gelegentlich auch auf pädagogisch wertvoll sch*…

Jana Stieler

Ich lebe mit Mann und Sohn im Süden Hamburgs – am Rande der Harburger „Berge“ (Süddeutsche mal kurz weghören: Der höchste Punkt misst immerhin sagenhafte 155 Meter ü. M.). Wenn ich nicht gerade einen Text verfasse, liebe ich Outdoor-Abenteuer mit meiner Familie, lange Buch-Badewannen-Sessions mit mir allein und abendliches Serien-Binge-Watching.

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