Nicht nur seelenverwandt: Wie aus Freundinnen Schwestern wurden

Eigentlich waren die beiden Frauen nur Freundinnen, aber dann bestätigte ihnen ein DNA-Test das Unglaubliche: Sie sind biologische Schwestern. Zwar wurde Julia Tinetti und Cassandra Madison immer wieder gesagt, dass sie sich ähnlich sehen würden, aber sie hätten nicht wirklich geglaubt, dass sie mehr verbindet als gemeinsame Interessen und ein ähnliches Lächeln.

They look alike, sound alike and even have the same tattoo. But adoption paperwork said it was impossible they could be sisters — a DNA test nine years later proved otherwise.

Gepostet von Fox 8 News am Montag, 1. März 2021

Die Frauen entdecken, dass sie das gleiche Tattoo haben

Julia und Cassandra hätten sich vielleicht nie kennengelernt, wenn sie nicht zufällig beide einen Job bei der gleichen Bar in Connecticut angenommen hätten. Die beiden Frauen fanden sich sofort sympathisch und entdeckten viele Gemeinsamkeiten. Nicht nur, dass sie sich äußerlich ähnelten, sie beide wurden in der Dominikanischen Republik geboren und als Baby zur Adoption freigegeben. Außerdem hatten sie sogar das gleiche Tattoo: Die Flagge der Dominikanischen Republik, wie cafemom.com berichtet.

„Wir fingen an, uns auch privat zu treffen, wir gingen zusammen Essen und Cocktails trinken. Wir begannen, uns ähnlich zu kleiden“, erzählt Julia rückblickend. Auch Cassandra bestätigt, dass sie die andere sofort gemocht hätte, es habe sich zwischen ihnen einfach sehr natürlich angefühlt. Doch abgesehen von diesen Ähnlichkeiten und einer gewissen Sympathie hatte es keine Hinweise gegeben, dass die beiden verwandt sein könnten.

Geburtszertifikate geben unterschiedliche Mütter an

Auch ihre Geburtszertifikate deuteten nicht darauf hin. Beide Frauen wurde kurz nach der Geburt adoptiert, Julia 1989 und Cassandra 1988. Doch in ihren Urkunden sind unterschiedliche Mütter eingetragen, aus zwei verschiedenen Städten. Cassandra war aber trotzdem sicher, dass irgendeine Art der Verwandtschaft zwischen ihnen besteht, aber es gab dafür einfach keine Beweise.

Nach ein paar Jahren zieht Cassandra dann nach Virginia, aber die beiden bleiben in Kontakt. Drei Jahre später bekommt Cassandra dann von ihrer Adoptivmama an Weihnachten einen DNA-Test zur Herkunftsanalyse geschenkt. So schafft sie es, ihren biologischen Vater zu finden, der immer noch in der Dominikanischen Republik lebt. Er überbringt ihr die traurige Nachricht, dass ihre leibliche Mutter schon 2015 an einem Herzinfarkt gestorben ist.

Cassandra lernt ihre biologische Familie kennen

Cassandra macht sich auf den Weg zu ihrem Vater und ihren Geschwistern, um zum ersten Mal ihre biologische Familie kennenzulernen: „Es war eines der emotionalsten Dinge, die ich je gemacht habe. Mein Vater und ich haben uns nur umarmt. Er wollte mich nicht loslassen und ich ihn auch nicht.“ Doch noch immer ahnt Cassandra nicht, dass ihre Freundin Julia tatsächlich ihre Schwester ist.

Denn das deckt eine Freundin von Julia zufällig auf. Molly Sapadin wurde ebenfalls adoptiert, ihre Adoptivmutter und Julias Adoptivmutter sind beste Freundinnen und die beiden Mädchen wachsen gemeinsam auf. Molly ist ebenfalls überzeugt davon, mit Julia verwandt zu sein und stellt einige Nachforschungen an. Und die Geburtsurkunden scheinen dieses Mal den Verdacht zu bestätigen, denn auf beiden ist der gleiche Name als Mutter angegeben und auch die Geburtsorte stimmen überein!

Die drei Frauen finden die Wahrheit heraus

Doch dann die Überraschung: Ein DNA-Test zeigt, dass Molly und ihre Kindheitsfreundin Julia zwar sehr entfernt miteinander verwandt sind, aber keine direkte Verwandtschaft besteht. Nun sind sich alle drei Frauen sicher, dass mit ihren Geburtspapieren etwas nicht stimmen kann. Vermutlich wurden damals im Krankenhaus die Namen der leiblichen Mütter durcheinandergebracht.

Die Frauen erfahren, dass Cassandra damals weggeben wurde, da die Familie ein krankes Kind hatte. Sie hätten es deswegen finanziell nicht geschafft, noch ein weiteres großzuziehen. Womöglich war die Mutter ein Jahr später erneut schwanger und die Familie erneut gezwungen, das Kind zur Adoption freizugeben. Doch erst 2021 konfrontiert Cassandra ihren biologischen Vater mit ihrem Verdacht, dass sie weitere Geschwister haben könnte.

Cassandra überredet Julia zu einem DNA-Test

Er antwortet seiner Tochter ausweichend: „Es war einfach eine schwere Zeit für deine Mutter und mich. Deswegen möchte ich nicht darüber reden. Ich möchte nicht mal an diese Zeit zurückdenken müssen.“ Aber später gibt er ihr gegenüber dann doch zu, dass sie noch ein weiteres Baby zur Adoption freigegeben hatten. Mit diesem Wissen überredet Cassandra ihre Freundin Julia zu einem DNA-Test.

Am 27. Januar 2021 erfahren die beiden Frauen dann die Wahrheit: Sie sind tatsächlich biologische Schwestern und haben die gleichen Eltern. Nun freut sich auch Julia darauf, bald ihre biologische Familie kennenzulernen. Über Facetime hat sie schon mit ihnen gesprochen, „das war definitiv ein großartiger Moment!”

Von sieben Brüdern und Schwestern waren Cassandra und Julia die einzigen, die zur Adoption freigegeben wurden. Sie haben außerdem schon einige Nichten und Neffen in der Dominikanischen Republik, die sie bald kennenlernen möchten.

Lena Krause

Ich lebe mit meinem kleinen Hund Lasse in Hamburg und bin dort immer gerne im Grünen unterwegs.

Auch wenn ich selbst noch keine Mama bin, gehören Babys und Kinder zu meinem Leben dazu. Meine Freundinnen machen mir nämlich fleißig vor, wie das mit dem Mamasein funktioniert und ich komme als „Tante Lena“ zum Einsatz.

Seit ich denken kann, liebe ich es, zu schreiben – und bei Echte Mamas darf ich mich dabei auch noch mit dem schönsten Thema der Welt auseinandersetzen. Das passt einfach!

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