Neuer Heizkostenzuschuss: Wer bekommt die 415 €?

Das dritte Entlastungspaket ist beschlossen. Von Midi-Job bis Bahnkosten: Da ist bald mehr Geld, bzw. eine Ersparnis drin. Was aber die meisten von uns derzeit besonders interessieren dürfte, ist, was mit Heizungs- und Stromkosten passiert. Um die explodierenden Kosten etwas abzufedern, soll jetzt ein neuer Heizkostenzuschuss helfen. Wer ihn bekommt, wie hoch er ausfällt, und wie du beim Heizen sparen kannst:

Eine neuer Heizkostenzuschuss soll Not verhindern

Den bekommen allerdings nur Menschen, die Wohngeld beziehen. Für die Heizperiode von September bis Dezember gibt’s einmalig 415 Euro für eine Person, für zwei Personen 540 Euro und für jede weitere Person zusätzliche 100 Euro. Die Summe wird zusätzlich zum Heizkostenzuschuss I (mindestens 270 Euro, bzw. 230 Euro für BAFög-Empfänger*innen und Auszubildende mit Förderung) ausgezahlt, so dass Wohngeldempfänger*innen immerhin mit mindestens 685 Euro unterstützt werden.

Der Zuschuss muss nicht beantragt werden, sondern wird automatisch ausgezahlt. Wann genau das Geld auf dem Konto ist, hängt allerdings vom Bundesland ab.

7 einfache Tipps zum Sparen bei den Heizkosten

Du bekommst keinen Heizkostenzuschuss? Dann müssen Alternativen her, um Heizkosten zu sparen.  Neuer Heizkessel, ganz neue Heizungsart, Super-Dämmung – bringt alles richtig viel, ist aber erst einmal vor allem eines: ganz schön teuer. Wir verraten dir hier, wie du deine Wohnung ohne viel Aufwand fix und (fast) ohne Extra-Kosten sparsam heizen kannst.

Heizung entlüften

Die Heizung gluckert so komisch oder wird nicht richtig warm? Vielleicht ist Luft im System – und die ist ein Energiefresser. Um sie rauszulassen, brauchst du einen Entlüftungsschlüssel. Vor dem Öffnen des Ventils solltest du ein Gefäß darunter stellen, um die Flüssigkeit aufzufangen. Nun drehst du die Heizung voll auf, lässt sie einmal richtig warm werden – und öffnest dann das Ventil, bis die Luft entwichen ist und nur noch Wasser fließt.  Danach das Ventil gut schließen und die Temperatur wieder senken.

Thermostat richtig nutzen

Jedes Grad weniger spart rund 6 Prozent Heizenergie. Im Schlafzimmer reichen meist 18 Grad, im Wohnzimmer 21 Grad. Selten genutzte Räume müsst ihr bei milden Temperaturen womöglich gar nicht  heizen. Wichtig ist nur, dass die Temperatur möglichst nirgends unter 16 Grad fällt – sonst herrschen Feuchtigkeits- und Schimmel-Alarm!

Langsam ans Ziel

Die Heizung nicht mal eben kurz voll aufdrehen, damit’s möglichst schnell warm wird. So wird viel Energie verschleudert. Lieber gleich nur auf die Stufe/Temperatur stellen, die du am Ende erreichen willst.

Heizungsanlage richtig einstellen

Du wohnst in einem Haus und kommst selbst an die Heizungsanlage heran? Dann kannst du die Zeitregelung nutzen, über die fast alle modernen Brennwertanlagen verfügen. Damit lässt sich die Temperatur nachts automatisch absenken – bei mildem Wetter dürfen Kessel und Pumpe vielleicht sogar mal ganz die Arbeit ruhen lassen. Aber auch hier gilt die 16-Grad-Regel.

Heizkörper freilassen

Sie sind gerne so richtig nackig. Deshalb: Sogar Staubwischen hilft, Energie zu sparen. Vorhänge sollten oberhalb der Heizkörper enden und Möbel mindestens 30 Zentimeter Abstand halten. Das ganze Zeug schluckt sonst ordentlich Wärme, die bei dir besser aufgehoben wäre.

Lüften: kurz aber heftig

Mehrfach täglich mit weit geöffneten Fenstern für jeweils 5 Minuten stoßlüften (solange Heizung ausschalten!), lautet die Devise. Die Luft soll schnell ausgetauscht werden, ohne dass die Wände innen auskühlen, die dann mit viel Energie wieder aufgeheizt werden müssten. Noch schneller geht‘, wenn du –brrr, Kuscheldecke überwerfen – für Durchzug sorgst, also die Türen auch gleich öffnet.

Uromas Zugluft-Dackel hervorkramen

Nicht wahnsinnig schick aber praktisch sind langen Stoffrollen, die – Geschmackssache – tatsächlich manchmal in Dackelform zu haben sind. Sie verhindern, dass in den Räumen warme Luft durch Ritzen unter Türen oder undichte Fenster entweicht. Statt des Dackels tun’s auch zusammengerollte Decken. Wenn du dir lange Winterabende gerne mit Handarbeit vertreibst, kann du dir sogar  Exemplare selbst häkeln oder nähen. Das ist allerdings nur dann ein Spar-Tipp, wenn du die benötigten Materialien (Schaumstoff, Wolle, Stoff) eh noch als Reste zu Hause hast.

Wenn ihr kurzfristig etwas Geld investieren könnt, hält die Verbraucherzentrale zahlreiche weitere gute Tipps zum Optimieren eurer Heizung parat, mit denen ihr zumindest langfristig welches spart.

Bekommt ihr den geplanten Heizkostenzuschuss? Habt ihr vielleicht noch andere gute Spartipps? Dann schreibt sie in die Kommentare und

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Jana Stieler

Ich lebe mit Mann und Sohn im Süden Hamburgs – am Rande der Harburger „Berge“ (Süddeutsche mal kurz weghören: Der höchste Punkt misst immerhin sagenhafte 155 Meter ü. M.). Wenn ich nicht gerade einen Text verfasse, liebe ich Outdoor-Abenteuer mit meiner Familie, lange Buch-Badewannen-Sessions mit mir allein und abendliches Serien-Binge-Watching.

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