Neue RSV-Welle rollt an: Vorsicht bei diesen Symptomen

Das RS-Virus breitet sich in Deutschland wieder aus und sorgt besonders bei Säuglingen und Kleinkindern für ein erhöhtes Risiko schwerer Atemwegsinfektionen. Eltern sollten jetzt wachsam sein.

Viele Familien haben gerade schon genug damit zu tun, kranke Kinder durch den Winter zu begleiten. Erkältungen, Grippe, Fieber – kaum ist das eine überstanden, steht das nächste Virus vor der Tür. Nun warnt das Robert-Koch-Institut (RKI) vor einer weiteren Infektionswelle: Das Respiratorische Synzytialvirus, kurz RSV, breitet sich in Deutschland wieder stärker aus. Besonders betroffen sind Säuglinge und Kleinkinder.

Wie ntv.de unter Berufung auf aktuelle RKI-Daten berichtet, zeigen die Zahlen aus der 3. Kalenderwoche 2026 erste deutliche Anzeichen für den Beginn der RSV-Saison. Noch ist die Aktivität insgesamt niedrig, doch Fachleute sehen darin ein klassisches Frühwarnsignal.

Warum kleine Kinder bei RSV besonders gefährdet sind

RSV ist ein Atemwegsvirus, das bei Erwachsenen oft nur erkältungsähnliche Symptome auslöst. Bei Säuglingen und kleinen Kindern kann es jedoch zu schweren Atemwegsinfektionen kommen, etwa zu Bronchiolitis oder Lungenentzündungen. Gerade Babys im ersten Lebensjahr gelten als besonders gefährdet.

Laut dem aktuellen ARE-Wochenbericht des RKI wurden RSV-Viren in der ambulanten Überwachung zuletzt in rund vier Prozent der untersuchten Proben nachgewiesen. Auch im Krankenhausbereich lag der Anteil bei etwa vier Prozent. Erfahrungsgemäß, so das RKI, steigen die Fallzahlen in den Wochen nach solchen Befunden häufig deutlich an.

Besonders aufmerksam beobachten Expertinnen und Experten deshalb die Situation in Kinderkliniken. RSV gilt als klassischer „Kinderklinik-Füller“: Sobald sich das Virus stärker verbreitet, nehmen die Krankenhausaufenthalte von Säuglingen oft sprunghaft zu. Auch ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen können schwere Verläufe entwickeln.

Grippe dominiert – RSV zieht nach

Aktuell bestimmt noch die Grippe das Infektionsgeschehen. Rund 60 Prozent der nachgewiesenen Viren waren laut RKI in der 3. Kalenderwoche Influenzaviren, überwiegend Influenza A. RSV folgt typischerweise zeitversetzt auf die Grippewelle – genau dieses Muster scheint sich nun erneut abzuzeichnen.

Corona spielt dagegen derzeit nur noch eine Nebenrolle. Der Anteil von SARS-CoV-2 lag laut RKI im niedrigen einstelligen Bereich, sowohl in der ambulanten als auch in der stationären Versorgung.

Ein weiteres Warnsignal: Die RSV-Viruslast im Abwasser ist weiter gestiegen, während Influenza- und Corona-Werte zuletzt rückläufig waren. Auch das deutet auf eine anrollende RSV-Welle hin.

Symptome: Hat dein Kind RSV

Leichte Infektion (häufig bei älteren Kindern und Erwachsenen):

  • Schnupfen
  • Husten
  • Leichtes Fieber
  • Niesen
  • Müdigkeit

Schwerere Infektion (besonders bei Babys unter 1 Jahr):

  • Starke Atemnot / schnelles, angestrengtes Atmen
  • Pfeifende oder quietschende Atemgeräusche (Giemen)
  • Einziehen der Brust beim Atmen (sog. „Einziehungen“)
  • Bläuliche Verfärbung von Lippen oder Fingern (durch Sauerstoffmangel)
  • Hohes Fieber
  • Sehr geringe Trink- oder Esslust, Schluckbeschwerden

Was Eltern jetzt tun können

Für Eltern kleiner Kinder heißt das vor allem: aufmerksam bleiben, ohne in Panik zu geraten. Das RKI empfiehlt weiterhin grundlegende Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen, Lüften und das Meiden enger Kontakte bei Erkältungssymptomen.

Für besonders gefährdete Säuglinge – etwa Frühgeborene oder Kinder mit bestimmten Vorerkrankungen – steht zudem eine Antikörper-Prophylaxe zur Verfügung, die das Risiko für schwere RSV-Verläufe deutlich senken kann. Ob diese im individuellen Fall sinnvoll ist, sollte mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt besprochen werden.

Lena Krause

Ich lebe mit meinem kleinen Hund Lasse in Hamburg und übe mich als Patentante (des süßesten kleinen Mädchens der Welt, versteht sich). Meine Freundinnen machen mir nämlich fleißig vor, wie das mit dem Mamasein funktioniert. Schon als Kind habe ich das Schreiben geliebt – und bei Echte Mamas darf ich mich dabei auch noch mit so einem schönen Thema befassen. Das passt einfach!

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