Mutter gibt ihr Baby weg, weil Samenspender keinen Uniabschluss hat

Eine Geschichte, die sprachlos zurücklässt: Eine Mutter aus Japan hat sich dazu entschieden, ihr Baby zur Adoption freizugeben, nachdem sie herausfand, dass der Samenspender sie über seinen Abschluss belogen hatte. Weil sie durch den Betrug „emotionalen Stress” erlitten habe, reicht die Frau nun eine Millionenklage ein.

Samenspender über Social Media kennengelernt

Die Japanerin hat bereits ein anderes Kind mit ihrem Mann. Dieser ist jedoch Träger einer Erbkrankheit, wie die New York Post berichtet. Als der Wunsch nach einem zweiten Kind aufkommt, sucht die Frau deswegen über Social Media nach einem passenden Samenspender. 2019 wird sie fündig und lernt einen Mann kennen, der ihre Anforderungen an einen Samenspender zu erfüllen scheint.

2019 wird die Frau schwanger vom Mann ihrer Wahl. Doch noch während der Schwangerschaft stellt sich heraus, dass der Samenspender falsche Angaben machte. Er ist verheiratet und hat nie die angesehene Forschungsuni besucht, von der er angeblich einen Abschluss besitzt.

Keine offiziellen Samenbanken in Japan

In Japan gibt es keine offiziellen Samenbanken, die Samenspende unterliegt kaum gesetzlichen Regelungen. Und auch eine künstliche Befruchtung ist selten möglich und nur auf heterosexuelle Paare beschränkt. Deswegen nehmen viele Eltern ihren Kinderwunsch selbst in die Hand, was mit gewissen Risiken verbunden ist.

Als die werdende Mutter von dem Betrug erfährt, zieht sie eine Abtreibung in Erwägung, doch dafür ist es schon zu spät. Also entschließt sie sich dazu, das Kind direkt nach der Geburt zur Adoption freizugeben.

Mutter fordert umgerechnet 2,5 Millionen Euro

Außerdem pocht sie auf eine Entschädigung und verklagt den betrügerischen Samenspender. Dabei geht es um 330.000.000 Yen (entspricht etwas mehr als 2,5 Millionen Euro) Schadensersatz, weil sie durch die Lügen des Mannes emotionalen Stress erlitten habe.

Eine Mitarbeiterin des Jugendamtes, die den Fall betreut und vor Gericht aussagte, nannte die Mutter „oberflächlich”. Sie würde ihr Baby behandeln „wie einen Gegenstand”. Deswegen sei es auch für das Kind das Beste, wenn es adoptiert wird: „Ich denke, es ist besser, wenn das Kind bei Menschen lebt, die gute Eltern sind.”

Auch wir können nur hoffen, dass das Baby schnellstmöglich liebevolle Pflegeeltern findet, die ihm ein schönes Zuhause voller Wärme geben.

Lena Krause

Ich lebe mit meinem kleinen Hund Lasse in Hamburg und bin dort immer gerne im Grünen unterwegs.

Auch wenn ich selbst noch keine Mama bin, gehören Babys und Kinder zu meinem Leben dazu. Meine Freundinnen machen mir nämlich fleißig vor, wie das mit dem Mamasein funktioniert und ich komme als „Tante Lena“ zum Einsatz.

Seit ich denken kann, liebe ich es, zu schreiben – und bei Echte Mamas darf ich mich dabei auch noch mit dem schönsten Thema der Welt auseinandersetzen. Das passt einfach!

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