Als Zeichen gegen Mobbing: Mutter demütigt ihre Tochter in der Schule

Eine Mutter taucht unangekündigt in der Schule auf, schimpft ihre Tochter vor deren ganzer Klasse aus und schlägt sie mit einer Zeitschrift.

Klingt brutal und absurd, aber Cymphyne, Mutter von Miajia, hat genau das getan und fühlte sich dabei voll im Recht. Der Grund dafür ist, dass ihre Tochter eine Mitschülerin geohrfeigt hatte.

Die Schule hatte daraus bereits Konsequenzen gezogen, nun wollte Cymphyne dem nicht nachstehen: „Sie wurde suspendiert, weil sie ihre Klassenkameradin geschlagen hat, weil ein kleiner Junge sie verraten hatte und sie hat auch mich dadurch beleidigt, weil ich sie nicht so erzogen habe! Darum bin ich in die Schule gegangen, um ihr zu zeigen, wie sich das anfühlt!“, so Cymphyne.

Dazu postete selbst ein Video, das schließlich durch die Facebook-Seite „Relatable Oddball“ viral geteilt wurde. Dort wurde die Frage aufgeworfen, ob die Mutter nicht etwas zu weit gegangen sei.

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Das Video zeigt nämlich die ganze Situation: Miajia sucht nach dem Zettel, auf dem sie die Entschuldigung an das andere Mädchen aufgeschrieben hatte. Ihrer Mama geht das nicht schnell genug und unter wüsten Worten wird sie gezwungen, dann eben ohne ihren Zettel vor die Klasse zu stehen. Dort darf sie aber trotzdem selbst kaum einen zusammenhängenden Satz sagen, weil sie von ihrer Mutter unterbrochen, mit einer Zeitschrift geschlagen und verbal gedemütigt wird.

Sie weint und am Ende bringt sie doch eine Entschuldigung hervor. Schließlich umarmt sie das Mädchen, welches von ihr gemobbt wurde und das zwei Köpfe größer ist als sie.

Die Mutter hat ihre Mission also erfolgreich erfüllt – meint sie zumindest selbst: „Man weiß nie, was jemand zuhause durchmacht und was wäre, wenn dieses Kind an einem schwierigen Punkt wäre und dann würde sie sich umbringen, weil sie auch in der Schule gemobbt wurde! So lange ich die Mutter von Miajia bin, werde ich bei solchen Dingen keine Gnade walten lassen!“

Die Reaktionen fallen völlig verschieden aus

Richtig so, finden auch andere Eltern: „Die einzige Möglichkeit, Mobbing zu beenden, ist es, Mobber mit ihren Verhalten zu konfrontieren. Hut ab vor Müttern, die sich engagieren und aktiv im Leben ihres Kindes mitmischen!“

„Super gemacht, Mama! Ich wette, die ganze Klasse hat an diesem Tag etwas gelernt. Wir brauchen mehr Mütter wie du, die genau so reagieren“, schreibt eine weitere Userin.

Die meisten, aber nicht alle sind dieser Meinung. Einige finden, dass Cymphyne weit übers Ziel hinausgeschossen ist. Sie habe ihrer Tochter großen emotionalen Schaden zugefügt und außerdem deren Recht auf gewaltfreie Erziehung verletzt: „Ich finde, es ist viel zu viel. Die Mutter hat sie gemobbt und sie beschämt, was nichts anderes ist als das, dass sie getan hat. Ich finde es ist schlimmer, wenn einer ein Kind und der andere ein Erwachsener ist.“

Viele Fürsprecher findet dieser kritische Kommentar allerdings nicht, man liest eher Sätze wie: „Mein Mann und ich wurden geschlagen und es hat uns gut getan. Wir sind beide erwachsen, mit guten Jobs und Gott weiß, was passiert wäre, hätte man uns nicht unsere Flausen ausgetrieben!“

Stimmen, die gewaltfreie Erziehung befürworten, werden unter dem Video von Cymphyne und Miajia sogar als die Ursache allen Übels dargestellt: „Du bist der Grund, warum es Amokläufe gibt. Kein Wunder, dass die Kinder heutzutage keinen Respekt mehr haben, wenn man immer nur darauf acht gibt, ob man vielleicht ihre Gefühle verletzt und sie nicht diszipliniert.“

Wie wird es weitergehen mit Miajia?

Egal, was man davon hält – man darf davon ausgehen, dass Miajia ihren Mitschülern gegenüber wohl erstmal nicht mehr handgreiflich wird. Sollte das, was in dem Video zu sehen ist, allerdings ihren Alltag widerspiegeln, dann könnte es sein, dass sie noch eine große „Karriere“ in dieser Hinsicht vor sich hat, schließlich lernen Kinder doch nicht hauptsächlich durch Strafen, sondern durch Vorbilder und Nachahmung

Rebecca

Schon seit rund einer Dekade jongliere ich, mal mehr, mal weniger erfolgreich, das Dasein als Schreiberling und Mama. Diese zwei Pole machen mich aus und haben eines gemeinsam: emotionale Geschichten!

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