Mein Sohnt trägt gerne Röcke und Nagellack und ich lasse ihn so sein, wie er sein möchte

Devon Berryann aus Potstown, Pennsylvania hat auf Facebook einen rührenden Post für ihren sechs Jahre alten Sohn verfasst. Ihr Sohn Silas ist ein kluger, wilder, kleiner Junge, der gerne mit Lego spielt und sich mit seinen Freunden trifft. Und er mag Nagellack und trägt gerne Röcke. Für seine Mutter überhaupt kein Problem, sie lässt ihr Kind so sein, wie es sein möchte. Aber wie jede Mama, macht sie sich auch Sorgen. Wird Silas von der Gesellschaft akzeptiert?

Devon wagte deswegen den Schritt an die Öffentlichkeit und bittet auf Facebook, um mehr Toleranz und Liebe.

Sie veröffentlichte ein Foto von Silas in einem rosafarbenen Tütü-Rock schreibt dazu:

„Mein sechs Jahre alter Sohn liebt Nagellack. Er mag Mädchen-Kleidung und Tutu-Röcke. Er erzählt mir von Jungen, die er mag. Er sagt, dass er sie irgendwann heiraten und Babys mit ihnen haben möchte. Vielleicht ist es nur eine Phase und er wächst irgendwann da raus. Vielleicht aber auch nicht. Ich liebe und akzeptiere ihn für das, was er ist. Ich dachte immer, dass meine Liebe ihn beschützen kann – vor verletzenden Worten und Mobbing. Und ich hatte keine Angst.

Aber vor ein paar Tagen kam er nach Hause und erzählte mir, dass ein paar Kindern ihn geärgert haben. Wegen dem Nagellack. Und zum ersten Mal überlegte ich, ob wir den Lack abnehmen sollten. Meinen Sohn davon zu überzeugen, dass er diesen Teil von sich verstecken sollte.

Denn zum ersten Mal hatte ich Angst. Angst, dass er irgendwann, wenn er später einmal mit Freunden unterwegs ist und Spaß hat, einfach erschossen wird. Angst, dass schreckliche Dinge passieren.

In diesem Moment hatte ich so wahnsinnige Angst, dass ich mich fragte, ob es nicht besser wäre, ihn in seiner Art nicht mehr zu unterstützen.

Und dann vielen mir all die Gründe ein, warum ich ihn so sein lasse, wie er sein möchte:

Weil es ihn so glücklich macht!

Nichts schmerzt eine Mama mehr, als sein eigenes Kind traurig zu sehen. Wenn er sich selbst verstecken müsste, würde das nur zu Selbst-Hass, Depressionen oder Selbstmord führen. Und das macht mir auch Angst.

Warum muss ich um meinen Sohn Angst haben, nur weil er andere Menschen und Dinge mag? Sind wir darüber nicht schon lange hinweg?

Ich möchte, dass sich unsere Welt ändert. Dass sie besser für ihn sein wird. Um ihn zu verdienen! Weil mein Sohn eine wundervolle und erstaunliche Person ist! Er möchte President werden. Er denkt, er wäre ein Ninja. Er hört dir genau zu, wenn du etwas erklärst und behält es für eine Ewigkeit. Er nimmt war, wenn du traurig bist und versucht dich aufzumuntern.

Er trägt ein Licht in sich, das man nicht auslöschen kann. Egal, wie hart es andere Menschen versuchen.

Ich habe viel Angst, aber ich weiß, dass sich unsere Welt nicht durch Angst verändern lässt. Sondern nur durch Liebe und Akzeptanz.

So sind wir gestern zusammen losgezogen und haben neuen Nagellack gekauft und haben heute Tutus getragen. So liebe Welt, das ist er. Bitte seht, was mein Junge für ein unglaublicher Mensch ist. Zeigt ihm Akzeptanz.

Helft uns, die Welt zu ändern! In eine Welt, die ihn verdient.“

So wahre Worte, die sogar um die Welt gingen.

Bis heute wurde der Post ca. 30.000 Mal geteilt.

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern. Ich liebe den Hafen, fotografiere gern, gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Social Media und Texte ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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