„Mein Kind kommt einfach nicht zur Ruhe“ – Tipps, wie das Einschlafen für aufgedrehte Kinder einfacher wird

Kuscheln, Licht dimmen, vorlesen, vorsingen – die meisten Mamas kennen die Ratschläge, wenn es darum geht, ein Abendritual für ihr Kind einzuführen. Aber manchmal hilft das alles nicht – und dann? Woran liegt es, dass manche Kinder am Abend scheinbar erst richtig aufdrehen, und statt müde zu werden, einfach nicht zur Ruhe finden?

Dr. Laura Markham, Psychologin, Mama und brillante Buchautorin, hat dafür gute Erklärungen und Tipps, um den Frust am Abend in entspannte Zeit mit dem Kind umzuwandeln.

Menschen haben ein unterschiedliches Schlafbedürfnis, auch Kinder. Manche Kinder brauchen einfach nicht 10+ Stunden Schlaf. Wenn ihr aber jeden Abend mit dem Einschlafen kämpft, aber du dein Kind am nächsten Morgen aus dem Tiefschlaf wecken musst, es den ganzen Tag groggy und müde wirkt, ist es eher übermüdet – und hat es deshalb schwer, runterzukommen und in den Schlaf zu finden.

Der Grund dafür ist einfach: Wenn wir übermüdet sind, produziert unser Körper die Stresshormone Adrenalin und Cortison – die sorgen für, dass wir weiter funktionieren, wenn wir uns eigentlich nur hinlegen und schlafen wollen. Diese Hormone bleiben aber lange im Blut und verhindern, dass die Kinder schläfrig werden.

Es ist wichtig zu wissen, dass der ganze Tag dazu beiträgt, ob dein Kind in den Schlaf findet – nicht nur die letzte halbe Stunde vor dem zu Bett gehen.

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Das M in Mama steht für müde ? Das andere M auch ?

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Diese Tipps gibt Dr. Markham:

Am Nachmittag:

  • Kinder brauchen Zeit zum Austoben – dass Bewegung an der frischen Luft müde macht, ist kein Geheimnis. Ein bis drei Stunden sollten Kinder täglich draußen sein.
  • Limitiere die Zeit vor dem Fernseher oder Ipad: Während körperliches Toben müde macht, stimuliert der Fernseher das Gehirn und macht die Kinder aufgedrehter (für mehrere Stunden!), auch wenn sie eigentlich müde sind. Da blaue Licht von Ipads oder Laptops hindert sie außerdem daran, das Schlafhormon Melatonin zu bilden, das wichtig ist, um einzuschlafen.
  • Alle Kinder bauen eine gewisse Anspannung über den Tag auf – sie sind nur noch nicht so gut darin, sie abzubauen. Weinen ist oft ihr einziges Ventil. Aber: Auch Lachen baut Stress ab – tobe deshalb mit deinem Kind herum (eher am frühen Abend, nicht direkt vor dem Schlafengehen), das setzt Glücks- statt Stresshormone frei. Das gemeinsame Lachen und glücklich sein ist auch gut für eure Bindung.
  • Obst als Dessert ist besser als Eis und Süßes. Manche Kinder reagieren auf Zucker ähnlich wie auf Koffein – es macht sie aufgedrehter.

Am Abend:

  • Lege die Zu-Bett-Geh-Zeit nach vorn: Die meisten Mamas machen den Fehler, ihr Kind zu spät ins Bett zu bringen. Weil es eben nicht müde wirkt. Und weil es frustriert, wenn das Kind im Bett herumkreiselt, wühlt und immer wieder aufsteht, während es immer später wird. Wir glauben, je später wir das Kind ins Bett bringen, desto kürzer die Zeit, bis es endlich einschläft. Das Gegenteil ist der Fall. Versuche, die Einschlafzeit vorzulegen, um dem „Übermüdungspunkt“ zu umgehen. Rechne zurück: Ein Dreijähriges Kind braucht zwischen 11-13 Stunden Schlaf – wenn ihr um 7:00 aufstehen müsst, sollte das Kind eigentlich gegen 19:00 schlafen. Das heißt, um 18:30 Licht aus und im Bett liegen.
  • Versuche Einschlaf-Rituale, die dem Körper helfen, zu relaxen und Schlafhormone zu produzieren: Ein abendliches Bad kann helfen, am besten mit entspannenden Aromatherapie-Zusätzen (nicht für Babys geeignet!) wie Lavendel oder Vanille.
  • Wenn es im Bett liegt, stelle deinem Kind Fragen darüber, was an seinem Tag gut war.
  • Dimme das Licht und lies deinem Kind eine kurze Geschichte vor.
  • Sagt langsam und ruhig jedem einzelnen Körperteil gute Nacht: Den Füßen, den Zehen, den Köcheln, den Beinen – bis zum Kopf. Berühre oder massiere jedes Körperteil sanft.
  • Versuche auch Entspannungsmusik für Kinder oder White Noise. Allerdings: Wenn man sich daran gewöhnt, geht das Einschlafen meist lange nicht mehr ohne dieses Vehikel.
  • Wenn nichts anderes hilft, leg dich dazu. Kuscheln mit Mama hilft oft – keine Sorge, das wird nicht für immer so sein. Wenn die Kinder gelernt haben, schneller einzuschlafen, brauchst du auch nicht mehr daneben liegen.

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