Masern-Symptome sind:
– anfänglich grippeartig: Schnupfen, trockener, schmerzhafter Husten, Fieber, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Gliederschmerzen
– rote, tränende Augen (Bindehautentzündung)
– aufgedunsenes Gesicht
– weißliche Punkte an der Wangenschleimhaut
– Rötung der Mund- und Rachenschleimhaut
– nach drei bis fünf Tagen: Hautausschlag, der hinter den Ohren beginnt und sich über den ganzen Körper ausbreitet, zeitgleich hohes Fieber
Wenn ihr diese Symptome bei euren Kindern beobachtet, geht sofort zum Arzt, denn Masern sind nicht harmlos! Besonders Schwangere sollten ihren Impfstatus checken, bevor sie in Länder mit einer hohen Zahl Masernausbrüchen reisen oder sich in großen Menschengruppen aufhalten.
Wie verbreiten sich Masern und wieso sind sie so gefährlich?
Masern werden über die sogenannte Tröpfcheninfektion verbreitet, das heißt, sie können sehr leicht weitergegeben werden, wenn jemand hustet oder niest. Deshalb gehören sie auch zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten. Die Krankheit ähnelt zunächst einer Grippe, bevor sich der typische Hautausschlag entwickelt. Der Krankheitsverlauf dauert etwa sieben bis 10 Tage. Die meisten Menschen erholen sich komplett von der Krankheit. Bei etwa einem Fünftel der Erkrankten führt sie allerdings zu weiteren Komplikationen – vor allem bei Kindern unter 5 Jahren und Erwachsenen über 20 Jahren. Mögliche schwere Folgeerkrankungen sind zum Beispiel Hirnhautentzündungen, aber auch Schwellungen des Gehirns, Lungenentzündungen oder Leber-Infektionen.
Extrem selten (in ca. 7 von 100.000 Fällen) kommt es erst Jahre später zu einer subakuten sklerosierenden Panenzephalitis (SSPE). Die Krankheit beginnt mit Muskelzuckungen und Krampfanfällen und endet damit, dass das Gehirn zerstört wird und alle geistigen Fähigkeiten verloren gehen.
Diese Gehirnentzündung als Spätfolge der Masern verläuft immer tödlich. Bei Kindern unter fünf Jahren ist das Risiko für eine Gehirnentzündung besonders hoch, bei Babys, die im ersten Lebensjahr erkranken, ist das Risiko sogar noch höher.
Da eine Impfung meist erst mit dem ersten Lebensjahr möglich ist, ist für sie vor allem der Herdenschutz wichtig. Dieser entsteht, wenn alle Menschen in ihrem Umfeld geimpft sind und die Krankheit somit nicht übertragen können.
Eine Impfung kann Leben retten, doch leider geht das Vertrauen in Impfungen aufgrund von falschen Information und sich hartnäckig haltenden Ammenmärchen, wie etwa die Entstehung von Autismus durch Impfungen, weiter zurück.
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