Muttermilch als Wundersaft: Warum sie weiß, was dein Baby gerade braucht 🤱🏼

Von Anfang an enthält Muttermilch genau die Nährstoffe, welche dein Baby braucht, um sich gesund zu entwickeln – noch dazu in der richtigen Menge. Dabei ist Muttermilch aber so viel mehr als bloß die Nahrung für den eigenen Nachwuchs. Wusstest du, dass sie sich in den Tagen nach der Geburt verändert? Warum es sich bei der Muttermilch quasi um einen Wundersaft der Natur handelt, erfährst du hier.

Darum ist Muttermilch für dein Baby so wichtig

Tatsächlich könnte man sagen, dass es sich bei der Muttermilch um ein maßgeschneidertes Superfood handelt – eben nur für Babys. 😅 Denn ihre Zusammensetzung ändert sich nicht nur innerhalb der ersten Lebensmonate deines Würmchens, sondern auch im Laufe des Tages und sogar während einer Stillmahlzeit. Schließlich hat dein Schatz morgens oftmals ganz andere Bedürfnisse als am Abend. Das weiß die Muttermilch und passt sich deshalb super an. So bekommt dein Liebling immer genau die Menge sowie die Zusammensetzung an Muttermilch, welche es gerade zum Wachsen braucht.

Während in den ersten Tagen nach der Geburt die leicht verdauliche und proteinreiche Vormilch (das Kolostrum) gebildet wird, folgt anschließend (etwa vom vierten bis zehnten Tag) die energiereichere Übergangsmilch. Erst danach produzieren stillende Mamas die reife Muttermilch – davon oftmals sogar mehr als 700 ml täglich. Wahnsinn, oder? 🙈

Um die Milchbildung zusätzlich sanft anzukurbeln, solltest du dein Baby häufig anlegen. Aber auch Stilltee kann helfen. Als ich meine Tochter noch gestillt habe, habe ich besonders gerne den zuckerfreien HiPP Mama Bio-Stilltee mit Fenchel, Anis und Kümmel getrunken, welcher zusammen mit Hebammen entwickelt wurde. Er unterstützt die Milchbildung und hilft, den ansteigenden Flüssigkeitsbedarf während der Stillzeit zu decken. Noch dazu schmeckt er und ist gut verträglich.

Um dein Baby mit Muttermilch zu füttern, kannst du diese auch abpumpen und in ein Fläschchen geben.

Um dein Baby mit Muttermilch zu füttern, kannst du diese auch abpumpen und in ein Fläschchen geben. Foto: Bigstock

Hast du allerdings gewusst, dass Muttermilch morgens deutlich mehr Cortisol enthält als abends? Cortisol sorgt dafür, dass dein Baby wacher wird. Abends weist Muttermilch dann in der Regel einen höheren Gehalt an Melatonin auf, was deinem Schatz beim Einschlafen unterstützen soll.

Aber auch wenn sich dein Spatz unwohl fühlt, ist Muttermilch ein wahrer Wundersaft. Denn das „weiße Gold“ (wie es völlig zurecht gerne genannt wird) merkt sofort, wenn dein Baby krank ist und versorgt deinen Nachwuchs mit den nötigen Antikörpern sowie weißen Blutkörperchen. Denn das „weiße Gold“ schützt dein Baby vor Krankheiten, indem es deinen Nachwuchs mit wichtigen Immun-Schutzstoffen wie z. B. Antikörpern oder Immunzellen versorgt.

Besonders spannend finden wir außerdem, dass in Muttermilch veränderbare Stammzellen stecken. Laut Expert:innen sind in der Muttermilch sogar rund 10 bis 15 Prozent aller Zellen Stammzellen (Stand: 2016). Diese wiederum lassen sich dazu anregen, sich in andere Körperzelltypen wie Knochen-, Leber- oder auch Gehirnzellen zu verwandeln.

Das steckt alles drin: Inhaltsstoffe der Muttermilch

Die Muttermilch liefert unzählige wichtige Nährstoffe für dein Baby. So finden sich in der reifen Muttermilch Fette (ca. 4 g/100 ml) und Kohlenhydrate (ca. 7 g/100 ml), die Energie für das rasche Wachstum des Säuglings liefern und ordentlich satt machen. Aber auch Proteine als wichtige Bausteine für den Körper sowie Vitamine und Mineralstoffe sind in der Muttermilch enthalten:

  • Gute Bakterien, wie z. B. probiotische Milchsäurekulturen: unterstützen den Aufbau einer gesunden Darmflora und schützen so das Baby auf natürliche Weise von innen heraus
  • Präbiotische Ballaststoffe: dienen als Futter für die guten Bakterien und regen dadurch das Wachstum von hilfreichen Milchsäurekulturen an

➤ Durch die Kombination aus Prä- und Probiotika wird die Darmflora des Babys positiv beeinflusst, was eine wichtige Grundlage für ein intaktes Immunsystem ist.

  • Weiße Blutkörperchen: stärken das Immunsystem, v. a. Bestandteil des Kolostrums („Immun-Booster“)
  • Stammzellen: können sich in andere Zellen differenzieren und tragen so zur Entwicklung von Gewebe und Organen bei
  • Proteine: unterstützen unter anderem das Wachstum und aktivieren das Immunsystem
  • Zuckermoleküle: versorgen dein Baby mit schneller, gut verfügbarer Energie und fördern gleichzeitig die Entwicklung einer gesunden Darmflora
  • Enzyme: helfen bei der Aufnahme von Eisen und unterstützen die Verdauung
  • Hormone: stärken beispielsweise die Bindung zwischen Mama und Baby, regen die Verdauung oder auch den Schlafrhythmus an
  • Antikörper: neutralisieren Viren sowie Bakterien, wodurch sie dein Baby vor Krankheiten schützen
  • microRNA: stärken ebenfalls das Immunsystem und sollen sogar die Genexpression fördern sowie Krankheiten vorbeugen

Natürlich befinden sich in der Muttermilch noch viel, viel mehr Nährstoffe und immer wieder werden von Wissenschaftler:innen neue entdeckt. Zudem besteht Muttermilch zu 80 Prozent aus Wasser. Dadurch reicht das Stillen auch völlig aus und du musst deinem Baby nicht zusätzlich Flüssigkeit zuführen.

Aber nicht nur von innen sorgt Muttermilch für eine gesunde Entwicklung deines Babys. Auch äußerlich lässt sie sich wunderbar anwenden.

Sicherlich hast du schon mal von dem Tipp gehört, dass du Muttermilch super als Badezusatz nutzen kannst. Ebenso soll sie bei Ohrenschmerzen, verklebten Augen oder einem wunden Po helfen. Hast du damit Erfahrung? Lass es uns in den Kommentaren wissen. 💖
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In meiner Schwangerschaft hatte ich die Benefits der Muttermilch noch gar nicht so richtig auf dem Schirm. Seitdem meine Tochter aber auf der Welt ist, bin ich wirklich froh, dass ich auch als stillende Mama bei einer Marke wie HiPP so gut aufgehoben bin. 🤱🏼🍼

Noch mehr Tipps, um die Milchbildung in der Stillzeit anzuregen, findest du hierMilchfördernde Lebensmittel: Wie kann ich die Milchbildung anregen?

Carolina Baldin

Zwischen Alster und Elbe fühle ich mich in Hamburg ziemlich wohl. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unserer Hündin Ida. Seit 2021 bin ich außerdem Mama einer kleinen Tochter. Und da mir eine Vereinbarkeit als Familie wichtig ist, plane ich meinen Alltag zwischen Job, Kind und Partnerschaft – mit allen Herausforderungen.

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